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Video als zukunftweisendes Kommunikationsmedium im Intranet

„Videos sind aufwendig und teuer in der Produktion“, mit dieser Begründung wurde noch vor ein paar Jahren ein Einsatz von Videos im Intranet häufig nicht einmal erwogen. Doch inzwischen werden authentische und einfach produzierte Videos als Kommunikationsmittel nicht nur in den sozialen Medien und im PR Bereich immer interessanter.

Auch in der internen Kommunikation und im Wissensmanagement können persönliche Erfahrungs- und Erklärvideos eingesetzt werden, um Inhalte greifbar, realistisch und nachhaltig zu vermitteln. Im Intranetumfeld werden Videoproduktionen immer einfacher, das ist nicht immer ein Nachteil.

Warum Videos?

Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Videos meistens einprägsamer sind als Informationen, die als Text vorliegen, da wir mit Videos Inhalte anschaulich und somit „einfacher“ erklären können. Speziell bei komplexeren Sachverhalten oder persönlichen Erfahrungen kann es schwer werden, Informationen unverfälscht und unmissverständlich zu formulieren. Dank der immer einfacheren und auch günstigeren Möglichkeiten, Videos zu drehen, kann man hier die Vorteile der direkten Ansprache nutzen.

So können Sie mit Videos das interne Wissensmanagement fördern

Nutzen Sie Videos beispielsweise, um Ihre persönlichen Erfahrungen, die Sie während der Arbeit in Projekten, Kundenmeetings oder Workshops gesammelt haben, mit Ihren Kollegen zu teilen.
Dazu brauchen Sie gerade im Intranet nicht viel: Platzieren Sie eine Kamera vor sich (das muss kein Spitzenmodell sein) und stellen Sie sich vor, die Kamera sei ein neuer Mitarbeiter, der erfahren möchte, was Sie zu einem bestimmten Thema für Erfahrungen gemacht haben. Folgende Fragen könnte ein neuer Mitarbeiter stellen und sollten deshalb beantwortet werden:

  • Was war der Projektauftrag?
  • Haben Sie das Projektziel erreicht?
  • Wie war die menschliche Zusammenarbeit?
  • Woraus haben Sie am meisten gelernt?
  • Was werden Sie im nächsten Projekt deshalb anders machen?
  • Gab es Probleme, die nicht gelöst werden konnten?
  • Was hat hingegen gut geklappt?

Mehr Möglichkeiten mit verschiedenen Videoformaten

Die Videos können auch in einem anderen Format aufgebaut sein. Wenn jemand nicht so gerne in eine Kamera spricht, kann er beispielsweise von einem Kollegen interviewt werden, oder zwei Kollegen die am selben Projekt gearbeitet haben, erzählen gemeinsam von ihren Erfahrungen.
Mit einem Screencast können Sie auch bestimmte Programme und Anwendungen kurz und präzise erklären. Und das alles mit wenigen und günstigen Mitteln.

Videos bei aexea bereits etabliert

Wir haben Videos als Erfahrungsberichte bereits erfolgreich in unserem eigenen Intranet etabliert und dabei von den Kollegen großen Zuspruch erhalten. Der Dreh eines Videos dauert in der Regel eine halbe Stunde. Das Material wird danach an maximal ein bis zwei Stellen geschnitten (wenn beispielsweise eine Gedankenpause zu lange dauert).  . In einem kurzen Text erläutern wir die Inhalte des Projekts und die Ziele. Alles Weitere, insbesondere die persönlichen Erfahrungen, erzählen wir im Video. Speziell bei der Vermittlung von Projektinhalten ist es unser gängiges Medium geworden.

Mitarbeiterkommunikation: einfach und günstig zum Video

Intranet Videos sind ein adäquates Mittel in der Mitarbeiterkommunikation. Das belegen zahlreiche Untersuchungen über die allgemeinen Trends zu den Erwartungen und zum Verhalten der User. Viele Führungskräfte haben längst den Nutzen von Bewegtbild im Intranet erkannt: ob zur Change-Kommunikation, zur preiswerten Erläuterung  neuer Methoden und Prozesse,  zum anschaulichen Transport von Themen wie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, als Teaser für Veranstaltungen oder weiterführende Fachliteratur und zur Software-Schulung.

Bedingungen bei Bewegtbild im Intranet

Bewegtbild im Web ist also ein hilfreiches Instrument, aber wie an die Sache ran gehen? Schließlich wissen die Fachabteilungen zwar um die Wichtigkeit ihrer eigenen Themen, um den Nutzen des Mediums Video. Allerdings fehlt es für die mediengerechte Umsetzung  häufig an Know-How. Und es braucht Mut, trotz eigener Fachfremdheit, hier eine eigenständige Entscheidung zu fällen, denn Kontrollinstanzen in Form hauseigener Experten für interne Kommunikation sind häufig nur begrenzt oder gar nicht vorhanden. Solche Instanzen würden vielen Video-Projekten schon kostenmäßig den Garaus machen. So bleiben der Fachabteilung die Möglichkeiten, nach subjektiven Kriterien zu urteilen oder sich restlos externen Experten auszuliefern.

Das zweite Problem: Eigentlich dürfen hilfreiche Videos zur Mitarbeiterkommunikation in vielen Fällen gar nichts kosten, oder zumindest möglichst wenig. Die Budgets sind schmal – vor allem im Vergleich zur externen Kommunikation – und das auch trotz Aussicht auf mittelfristige Einsparungen durch den Einsatz von Intranet Videos (z. B. weniger Schulungen, weniger Reisekosten, besseres Verständnis etc.). Intranet Video verkauft eben nicht sofort, sondern wirkt langfristig.

Günstige und nachvollziehbare Produktion durch Baukasten

Deshalb muss Videoproduktion in der Mitarbeiterkommunikation zwei  Voraussetzungen tragen, um nicht vorzeitig zu scheitern oder eine wirkungsfreie Eintagsfliege zu bleiben:

  • Die Produktion muss günstig sein und dennoch das Kommunikationsziel erreichen
  • Die Produktionsplanung muss für Laien übersichtlich und nachvollziehbar bleiben

Dabei hilft meines Erachtens eine Gleichteilestrategie. In Maschinenbauunternehmen oder der Autoindustrie ist die Gleichteilestrategie ein alter Hut. Die Verwendung von Teilen und ganzen Baugruppen in mehreren Produkten spart Kosten. Als die Gleichteilestrategie noch nicht so perfektioniert war, bemerkte das der Endkunde (z.B. „Spiegeleischeinwerfer“ am teuren und weniger teuren Sportwagen aus Stuttgart). Heute ist das weit weniger der Fall. In der Medienproduktion ist das Prinzip nach wie vor selten anzutreffen und noch weniger perfektioniert. Gleichteileproduktionen werden vom Rezipienten gern als das erkannt, was sie allzu häufig sind: unindividuell, unspezifisch, optischer Trash. Deshalb habe ich einen illustrierten Baukasten entwickelt, in dem abgebildet sind:

  • sämtliche Darstellungsformen, die sich momentan für eine Mitarbeiterkommunikation mittels Bewegtbild im Intranet eignen
  • zerlegt in ihre einzelnen Elemente (standardisierte Gleichteile)
  • zusammensetzbar zu individuellen Produktionen
  • optional zu ergänzen mit weiteren Medien (Fotostrecke, Präsentationen, Text, etc.)

Video-Planung auf Fachebene

Dieser Videobaukasten ist mehr ein kleiner „Katalog“, das muss ich zugeben. Aber die Erfahrung mit meinen Kunden zeigt mir, dass dieses Instrument die Entwicklung und Planung interessanter, unterhaltsamer und optisch ansprechender Videos und Video-Reihen möglich macht, die messbar auf die Kommunikationsziele einzahlen. Und das sowohl auf Fachabteilungs- als auch auf Projektebene. Die Mitarbeiter der Fachabteilungen werden dabei nicht von außen eines Bessern belehrt, beackert und erhalten irgendwann später ein Ergebnis, das sie sich ganz anders vorgestellt hatten. Sie werden von Anfang an konsequent in die Produktion eingebunden. Am Ende eines Planungsmeetings mit dem Videobaukasten hängt auch direkt ein Preisschild an ihrem Film/ihrer Serie.

Recruiting-Videos: Schluss mit peinlich

Auf Facebook werden sie alle Tage wie die Sau durchs Dorf getrieben und erheitern die Netzgemeinde: peinliche Recruiting-Videos. Zuletzt rief Karriere SPIEGEL Leser dazu auf, deplazierte Web-Videos von Unternehmen zu posten. Die grauenerregendsten Beispiele, die spontan auf die Fremdschäm-Drüse drücken, werden aktuell vorgestellt. Mit „pfiffigen“ Ideen sollen Bewerber gelockt werden. Doch im Ergebnis finden sich vor allem Laienschauspiel, übertriebene Selbstbeweihräucherung und fast sektenhafter Singspaß. Solcherlei Animation dürfte potentielle Bewerber doch eher abschrecken.

Am schlimmsten sind die Versuche in Recruiting-Videos, mit coolen Rappern den lässigen Ghetto-Kids von heute die Vorzüge der modernen Arbeitswelt näher zu bringen. Leute, eine Salatkiste oder das Quartalsergebnis sind und bleiben keine coolen Themen für einen Rap und Sprechgesang bringt einem der Zielgruppe nicht zwingend näher, auch wenn diese Musik mit ganz anderen Inhalten privat gehört wird.

Natürlich gibt es kein Patentrezept, um den passenden Bewerber zu einer Bewerbung zu animieren. Aber hilfreich sind die Erkenntnisse der Wissenschaft schon, man muss das Bekannte nur anwenden. Fakt ist: Es lässt sich recht zuverlässig feststellen, wie die Zielgruppe optimal angesprochen werden kann, um den Anteil „passender“ Bewerbungen zu erhöhen.

Neuromarketing heißt das Zauberwort, das ich hier bereits vor einigen Jahren vorgestellt habe. Mit dieser Methode kann die Kommunikationszielgruppe recht genau beschrieben werden. Was bewegt den Zuseher? Was geht in ihm beim Zusehen vor? Welche Emotionen empfindet er als angenehm? Einmal angenähert, lassen sich aus den Motiven der Kommunikationszielgruppe  Substantive und Adjektive sowie die Tonalität für einen conversion-optimierten Text ableiten. Das funktioniert bei einem Webtext genauso gut wie bei einem Drehbuch für ein Recruiting Video.

Um den Fremdschäm-Faktor weiter zu reduzieren – oder gar den Bewerber auf der Bildebene anzusprechen – empfehle ich vor allem eines: Authentizität. Die Realität ist meistens interessanter als ein durch „pfiffige“ Ideen verzerrtes Bild. Und wenn es doch was Pfiffiges sein soll, dann besser nochmal einen Experten über das Bewegtbild-Konzept schauen lassen.

 

Der Online-Redakteur – ein Alleskönner?

Mit Stift, Fotokamera, Aufnahmegerät, Videokamera und Laptop – so arbeitet der moderne multimediale Online-Redakteur. So der Idealfall. Mit einem solchen Online-Redaktionsmodell wird bei der Welt-Gruppe gearbeitet. Das habe ich im Beitrag „Verlage 3.0? Neue Geschäftsfelder für Content – ein Veranstaltungsfazit“ bereits beschrieben. Einen Eindruck davon kann man bei den Welt Debatte-Weblogs gewinnen.
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Der Kunde als Produktmanager – Experteninterview (Teil 1)

Trends im Internet und Intranet – Experteninterviews (Teil1)

Heute startet unsere Expertenrunde mit Einschätzungen rund um die Zukunft von Internet und Intranet. Ich hatte nach Ihrer Meinung zu aktuellen Trends gefragt – hier Ihre Antworten:

Der Kunde als Produktmanager – Heute im Interview: Christian Terhechte
Geschäftsführer der Neuland-Medien GmbH & Co. KG

Können Sie kurz Ihr Geschäftsfeld vorstellen?

Wir entwickeln Strategien, um ergänzend zu den klassischen Medien auch die Neuen Medien gewinnbringend für die Unternehmens-Kommunikation bzw. das gesamte Marketing einsetzen zu können. Unsere Themen: Zurzeit vieles, was auf cast oder log endet. Beispiele: PicCast, VodCast, PodCast, Vlog, Blog
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ARD-ZDF Online Studie 2008 ist erschienen- mit Überraschungen

Videos, Wikipedia, private Communities und ältere Menschen sind die Gewinner im Jahr 2007. Zu den Verlierern zählen Weblogs und berufliche Netzwerke. Das zeigen die Zahlen der ARD/ZDF Online Studie 2008.

Zunächst einmal die grundlegenden Ergebnisse als Überblick:

  • Das Wachstum des Internet hält an, auch wenn die Steigerungsrate sich abflacht: 5% mehr Nutzer als im Vorjahr. Dabei ist die Zahl der Nutzer, die zwischen 60 und 70 Jahre alt sind am stärksten gewachsen. Insgesamt gehen jetzt 65,8% der Deutschen zumindest gelegentlich ins Internet.
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Web 2.0 The Maschine is Us/ing us

Michael Wesch erklärt in viereinhalb Minuten unterhaltsam, pointiert und klug das Web 2.0.