Tag Archiv: Tipps

Linkstrategie: Was Sie wissen müssen, um Ihre Links richtig zu setzen (1)

Die Bewertung von Links ist zur Zeit etwas paradox: Lange Zeit galten Hyperlinks als das Prinzip des Internets. Man machte sich viele Gedanken über die richtige interne und externe Verlinkung der eigenen Website. Diese Debatte ist weitgehend verstummt. Heute sind sie in erster Linie die beste Währung bei der Suchmaschinenoptimierung. Erfolgreich sind die Websites, auf die möglichst viele Links landen! Link-Usability spielt in den Diskussionen über Links nur noch am Rande eine Rolle.

Link-Usability: Noch nicht alles im Griff!

Doch sind da tatsächlich alle Fragen beantwortet? Gibt es überzeugende Standards, an die sich alle halten können? Dass es hier noch Reflexionsbedarf gibt, zeigen zum einen Fehler, die immer noch gemacht werden. Und zum anderen erhellt ein neuer Verlinkungs-Ansatz, den die Betreiber der niederländischen Journalisten-Plattform „De Correspondent“ erarbeitet haben, dass es noch viel Spielraum gibt für kreative Ideen: Abgeleitet von dem Ziel der Plattform und der Auseinandersetzung mit dem Leseverhalten am Bildschirm haben sie z.T. neue Lösungen erarbeitet.

Halten Sie die Versprechen, die Ihre Links den Lesern geben ein.

„Ein Link ist ein Versprechen“ – so überschreibt Usability-Expertin Kara Pernice
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Recruiting-Videos: Schluss mit peinlich

Auf Facebook werden sie alle Tage wie die Sau durchs Dorf getrieben und erheitern die Netzgemeinde: peinliche Recruiting-Videos. Zuletzt rief Karriere SPIEGEL Leser dazu auf, deplazierte Web-Videos von Unternehmen zu posten. Die grauenerregendsten Beispiele, die spontan auf die Fremdschäm-Drüse drücken, werden aktuell vorgestellt. Mit „pfiffigen“ Ideen sollen Bewerber gelockt werden. Doch im Ergebnis finden sich vor allem Laienschauspiel, übertriebene Selbstbeweihräucherung und fast sektenhafter Singspaß. Solcherlei Animation dürfte potentielle Bewerber doch eher abschrecken.

Am schlimmsten sind die Versuche in Recruiting-Videos, mit coolen Rappern den lässigen Ghetto-Kids von heute die Vorzüge der modernen Arbeitswelt näher zu bringen. Leute, eine Salatkiste oder das Quartalsergebnis sind und bleiben keine coolen Themen für einen Rap und Sprechgesang bringt einem der Zielgruppe nicht zwingend näher, auch wenn diese Musik mit ganz anderen Inhalten privat gehört wird.

Natürlich gibt es kein Patentrezept, um den passenden Bewerber zu einer Bewerbung zu animieren. Aber hilfreich sind die Erkenntnisse der Wissenschaft schon, man muss das Bekannte nur anwenden. Fakt ist: Es lässt sich recht zuverlässig feststellen, wie die Zielgruppe optimal angesprochen werden kann, um den Anteil „passender“ Bewerbungen zu erhöhen.

Neuromarketing heißt das Zauberwort, das ich hier bereits vor einigen Jahren vorgestellt habe. Mit dieser Methode kann die Kommunikationszielgruppe recht genau beschrieben werden. Was bewegt den Zuseher? Was geht in ihm beim Zusehen vor? Welche Emotionen empfindet er als angenehm? Einmal angenähert, lassen sich aus den Motiven der Kommunikationszielgruppe  Substantive und Adjektive sowie die Tonalität für einen conversion-optimierten Text ableiten. Das funktioniert bei einem Webtext genauso gut wie bei einem Drehbuch für ein Recruiting Video.

Um den Fremdschäm-Faktor weiter zu reduzieren – oder gar den Bewerber auf der Bildebene anzusprechen – empfehle ich vor allem eines: Authentizität. Die Realität ist meistens interessanter als ein durch „pfiffige“ Ideen verzerrtes Bild. Und wenn es doch was Pfiffiges sein soll, dann besser nochmal einen Experten über das Bewegtbild-Konzept schauen lassen.

 

Mit besseren Shoptexten Retourenquote senken

Im Internet wird viel eingekauft, aber auch viel zurückgeschickt. Jeder dritte Online-Einkäufer sendet seine im Netz gekauften Waren zurück. Das berichtet internetworld und beruft sich dabei auf eine Studie von novomind. Eine hohe Retourequote ist schlecht für die Kundenzufriedenheit und es entstehen hohe Kosten für die Shopbetreiber. Aber warum möchten Online-Shopper ihre gekauften Waren nicht behalten? Sicher, in einigen Fällen sind die Produkte nicht einwandfrei. Häufig entsprechen aber die Beschreibungen nicht der Realität, sind zu kurz, schlecht lesbar und vermitteln alles in allem ein unvollständiges oder falsches Bild des Produktes.

5 Tipps für bessere Shoptexte

  1. Schreiben Sie verständlich –  nutzen Sie eine verständliche Sprache, kurze Sätze, einfache Wörter und  Textstrukturen. So wird jeder Käufer erst verstehen und dann kaufen.
  2. Machen Sie konkrete Aussagen in Produkttexten und formulieren Sie Produkteigenschaften als Kundennutzen, ohne zu übertreiben.
  3. Legen Sie Wert auf eine zielgruppenorientierte Darstellung und Vermittlung der Inhalte – das überzeugt und räumt Zweifel aus.
  4. Versehen Sie Bilder mit einem ergänzenden Text, um die nicht sichtbaren Inhalte zu erläutern.
  5. SEO hin und Conversion her – bleiben Sie bei den Tatsachen.

 

Texten für das Internet – ein Thema geht um die Welt (3)

Natürlich sind Online-Texte international. Wie sieht es aber mit den Empfehlungen für gute Online-Texte aus, gibt es hier nationale Unterschiede? Heute mal ein Beispiel aus GroßbritannienAndrea Gardner von purplefeather verrät ihre 10 besten Tipps für gutes Texten für’s Web:

  • 10) Halten Sie Ihren Content aktuell – und veröffentlichen Sie regelmäßig neue Artikel.
  • 9) Sagen Sie Ihren Lesern was Neues! Hier unterstreicht Andrea Gardner die Bedeutung des Unique Selling Points.
  • 8)  Natürlich auch hier: Die Überschriften sollen unwiderstehlich sein.
  • 7) Schreiben Sie jede Seite als ob es eine Landing Page sei – ganz klar der Aufruf zu Sorgfalt und direkter Zielgruppenansprache
  • 6) Gewinnen Sie das Vertrauen des Lesers (verdienen Sie es sich auch) – hier werden vor allem seriöse Quellen genannt. Glaubwürdigkeit hat im Netz einen besonderen Stellenwert.
  • 5) Sprechen Sie sowohl die Gefühle (Leidenschaft) als auch den Verstand an.
  • 4) Entscheiden Sie, was Sie genau sagen wollen und lektorieren Sie Ihren Text sorgfältig.
  • 3) Nehmen Sie die Sichtweise Ihrer Zielgruppe ein.
  • 2) Strukturieren Sie Ihre Web-Site – hier bezieht sie sich auf den richtigen Aufbau und das passende Design.
  • 1) Wählen Sie die Keywords sorgfältig aus! Der größte Unterschied  zwischen Web und Print ist für Andrea Gardner die Ausrichtung auf die Auffindbarkeit im Netz.

Texten für das Interneht – ein Thema geht um die Welt (1): Qatar

Texten für das Interneht – ein Thema geht um die Welt (2): Polen

10 Helfer gegen die Schreibblockade

Wer kennt das nicht: Der Text will nicht aus den Fingern fließen. Die Tastatur steht still, der Bildschirm bleibt leer. Oder aber der Text ist kreativlos, langweilig, ohne Pointe. Doch die Schreibblockade lässt sich lösen. Diese 10 Tricks helfen, die Gedanken auf’s Papier zu bringen.

  1. Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sorgen Sie für eine produktive Umgebung. Räumen Sie den Schreibtisch auf, schalten Sie das Radio an oder aus, je nach Belieben. Es gibt Menschen, die bei lauten Hintergrundgeräuschen ihre besten Ideen entwickeln – vielleicht gehören Sie dazu?
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Die Cosmopolitan-Strategie für Top-Überschriften – Die Überschrift (Teil 3)

Die Überschrift im Netz muss – wie ich in Teil 2 erklärt habe –  …

  • … sehr schnell zum Punkt kommen, weil der User scannt und keine Zeit verschwenden will.
  • … die Aufmerksamkeit fesseln, weil sie aus einem riesigen Angebot herausstechen muss.
  • … für Suchmaschinen auffindbar sein.

Eine echte Herausforderung also. Im englischsprachigen Raum sind gute Online-Überschriften ein viel diskutiertes Thema und man findet einige Tipps und Kniffe, die vor allem für Blog-Posts interessant sein könnten.
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Live von der Internet World: Dialog-Kommunikation aber wie?

Als Online-Redakteurin von aexea berichte ich live von der Internet World in München.

Joachim Graf ist Zukunftsforscher und beschäftigt sich mit dem Zeitgeist und dem was in Zukunft möglich ist, was am ehesten zutreffen wird. Auf der Internet World in München berichtet er über die wichtigsten Trends in der Zukunft. Dabei ist Social Media (Twitter, Facebook und Co.)


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Grundlegendes zur Recherche im Internet – Handlungsempfehlungen (Teil 2)

Die Wissenschaftler der Uni Leipzig, die die Studie „Journalistische Recherche im Internet“ konzipiert und durchgeführt haben, haben sich – anders als der Untertitel angibt, nicht auf eine Bestandsaufnahme journalistischer Arbeit beschränkt. Sie gehen einen Schritt weiter und leiten aus ihren Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen und praktische andwendbare Lehren für für die journalistische Recherche ab:

1 Herstellen von Quellentransparenz. Um eine Information einschätzen zu können, muss man wissen, woher sie stammt. Eigentlich ist das selbstverständlich – leider fällt das aus Zeitgründen häufig unter den Tisch. Natürlich wird jeder eine Web-Site, auf der jeder sofort feststellen kann, wer der Autor ist und woher er seine Infos hat als glaubwürdiger einschätzen, als eine Web-Site ohne Angaben. In jedem Fall ist der Journalist angehalten, heraus zu finden, wer hinter einer Information steht, etwa bei Denic.

2 Englischkenntnise. Die Empfehlung die Sprachkompetenz im Englischen zu verbessern, kommt ein wenig überraschend – weil man doch davon ausgeht, dass das Lesen von englischen Texten zum Berufsalltag gehört. Tatsächlich hat die Studie gezeigt, dass deutsche Journalisten auch dann noch deutsche Informationen bevorzugen, wenn englischsprachige Infos wesentlich schneller zum Ziel geführt hätten. Englisch-Schulung sollte auch Teil der Online-Rechereche-Schulung sein.

3 Sensibilisierung für PR-Inhalte – Klar, viele News stammen aus den PR-Abteilungen von Unternehmen und das sollte jedem Redakteur klar sein. Dieser Aspekt gehört für mich eindeutig zur Herstellung von Quellentransparenz und den journalistischen Grundtugenden: Quellen müssen überprüft werden.

4 Vorsicht im Umgang mit Wikipedia. Die Enzyklopädie ist für die befragten deutschen Journalisten das drittwichtigste Internetangebot zur Recherche. Und Wikipedia ist nicht perfekt, sondern kann Fehler enthalten. Aber so überflüssig zur Recherche, wie die Wissenschaftler es darstellen, ist es nicht. Auch hier ist eine kritische Haltung gut – auch wenn sicher nicht hinter jedem Artikel eine Verschwörung („gefälschte Informationen“) steht.

Teil 1

Teil 3