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	<title>text-gold.de &#187; Textbausteine</title>
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	<description>Online-Redaktionen, Online-Redakteure, Online-Texte</description>
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		<title>Die &#220;berschrift (Teil 2): Warum Online-&#220;berschriften anders sein m&#252;ssen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 07:16:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxistipps für Online-Redakteure]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen am Bildschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Suchmaschinenoptimierung]]></category>
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		<category><![CDATA[Überschriften]]></category>

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		<description><![CDATA[Gelten die Regeln f&#252;r das Schreiben guter &#220;berschriften aus dem klassischen Journalismus auch online? Zumindest gibt es drei wesentliche Punkte, in denen sich die Bedingugen f&#252;r Leser und Journalisten deutlich unterscheiden. Der Zusammenhang  zwischen Bildschirm und Aufmerksamkeitsspanne. Dass flackernde Bildschirme das konzentrierte Lesen erschweren, habe ich ja schon ein paar Mal dargelegt. Es gibt zwar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gelten die Regeln f&#252;r das Schreiben guter <a title="text-gold: Die &#220;berschrift (Teil 1)" href="http://www.text-gold.de/praxistipps-fuer-online-redakteure/die-ueberschrift-teil-1-der-klassische-journalismus/" target="_blank">&#220;berschriften aus dem klassischen Journalismus</a> auch online? Zumindest gibt es drei wesentliche Punkte, in denen sich die Bedingugen f&#252;r Leser und Journalisten deutlich unterscheiden.<span id="more-640"></span></p>
<ol>
<li>Der Zusammenhang  zwischen <strong>Bildschirm und Aufmerksamkeitsspanne</strong>. Dass flackernde Bildschirme das <a title="text-gold: Ich schau dir in die Augen..." href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/ich-schau-dir-in-die-augen/" target="_blank">konzentrierte Lesen erschweren</a>, habe ich ja schon ein paar Mal dargelegt. Es gibt zwar Hoffnung, dass sich die <a title="text-gold: Kurze Texte werden am Bildschirm gelesen. " href="http://www.text-gold.de/fundstuecke/kurze-texte-werden-am-bildschirm-bevorzugt/" target="_blank">j&#252;ngeren Generationen</a> hier leichter tun &#8211; aber trotzdem gilt noch: Scannen statt Lesen.  Die &#220;berschriften m&#252;ssen f&#252;r den schnellen Blick und die kurze Aufmerksamkeitsspanne konzipiert sein.</li>
<li><strong>Online-Leser sind</strong> doch etwas <strong>w&#228;hlerischer</strong>. Sie k&#246;nnen es sich auch leisten:  Wenn Sie sich die  S&#252;ddeutsche Zeitung gekauft haben, werden Sie nicht nur den gro&#223;en Bericht auf Seite 3 lesen, der Sie besonders interessiert. Sie lesen h&#246;chstwahrscheinlich auch den ein oder anderen Artikel im Sportteil oder Feuilleton. Selbst wenn die &#220;berschrift Sie nicht sofort bannt und auch wenn Sie der Meinung sind, dass das Feuilleton der FAZ viel besser ist. Im Netz &#252;berfliegen Sie die Startseite von sueddeutsche.de, lesen den Beitrag, der Sie anspricht und informieren sich &#252;ber die Fu&#223;ballergebnisse bei kicker.de. Die Kollegen vom Sportressort von sueddeutsche.de brauchen also st&#228;rkere Anreize, um Sie zum Lesen zu &#252;berzeugen, als die Redakteure der Printausgabe.</li>
<li>Online-Texte haben eine besondere Stammleserschaft: Die Crawler der <strong>Suchmaschinen</strong>. Und ihnen muss in der &#220;berschrift deutlich gemacht werden, um welches Thema es in diesem Text geht. Die &#220;berschrift ist ein sehr prominenter Ort, um Schl&#252;sselw&#246;rter unterzubringen. Wer in seiner &#220;berschrift &#8220;Michel Jackson&#8221; nicht drin hat, der wird bei der Suchanfrage  &#8220;Michael Jackson Tod&#8221; nicht auf dern vorderen Pl&#228;tzen auf den Trefferlisten der Suchmaschinen zu finden sein. Und die sind heute bei vielen Usern die zentralen Stellen zur Recherche. Wer bei Google nicht weit oben erscheint, wird nicht gelesen. So die Faustregel.</li>
</ol>
<p>Bei den ersten beiden Punkten kann man von der <strong>Boulevardpresse </strong>und von <a title="Copyblogger: Cosmopolitan Link Karma" href="http://www.copyblogger.com/cosmopolitan-link-karma/">erfolgreichen Frauen-Magazinen</a> viel lernen. Die Situation am Kiosk &#228;hnelt der Online-Situation. Es wird um den Leser geworben und versucht, seine Aufmerksamkeit mit Reiz- und Signalw&#246;rtern zu bekommen. Die Boulevardpresse hat daf&#252;r einige Vorlagen geliefert. Vor allem die Bl&#228;tter in Gro&#223;britannien haben aus den <strong>aufmerksamkeitsheischenden &#220;berschriften eine Kunst </strong>gemacht: Sie verwenden eher <strong>grobschl&#228;chtige W&#246;rter</strong> oft bis zur Grenze der Geschmacklosigkeit: &#8220;Gotcha&#8221; (Hab Dich!) titelte die Sun als ein britisches U-Boot im Falklandkrieg unter umstrittenen Bedingungen ein <a title="Wikpedia: ARA General Belgrano" href="http://en.wikipedia.org/wiki/ARA_General_Belgrano">argentinisches Kriegsschiff</a> getroffen hatte.  Die &#220;berschriften britischer Boulevardzeitungen spielen kunstvoll mit <strong>Worten, Wortklang und doppelten Bedeutungen</strong>. Und stehen so in direktem <strong>Widerspruch </strong>zu den Anforderungen der Suchmaschinen, wo das Kind beim Namen genannt werden muss. Den Konflikt beschreibt Shane Richmond vom British Journalism Review:</p>
<blockquote><p>The “Gotcha” headline on a Sun front-page (&#8230;) Yet no web producer with any experience would consider a headline like that today. (&#8230;) And that headline? At the very least, an online version would read: “Gotcha! Royal Navy sinks Argentinean warship.” Realistically though, better would be: “Falklands conflict: Royal Navy sinks Argentinean warship.” For many a print journalist such tinkering amounts to butchery, and the insistence on keywords renders copy dry and formulaic.</p></blockquote>
<p>Wenn schon im klassischen Journalismus ein <a title="text-gold: Die &#220;berschrift (Teil 1)" href="http://www.text-gold.de/praxistipps-fuer-online-redakteure/die-ueberschrift-teil-1-der-klassische-journalismus/" target="_blank">Spagat zwischen Originalit&#228;t und Informationsgehalt</a> die Journalisten herausfordert, so geht die Schere im Online-Bereich noch weiter auseinander. Die Online-&#220;berschrift muss  st&#228;rker direkt ansprechen und gleichzeitig den strengen Regeln der Suchmaschinenoptimierung gen&#252;gen.</p>
<p>Wie das geht? Daf&#252;r gibt es eine Menge Tipps und Kniffe, die ich f&#252;r den n&#228;chsten Teil dieser Reihe zusammentragen werde.</p>
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		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 4)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 06:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Langeweile vermeiden &#8211; so schreiben Sie eine &#8220;gute Pyramide&#8221;. Wie in Teil 3 gezeigt: Die umgekehrte Pryramide ist in vielen F&#228;llen f&#252;r Online-Texte ideal &#8211; selbstverst&#228;ndlich gilt das nicht f&#252;r alle Texte. Kommentare, Features, Reportagen etwa m&#252;ssen v&#246;llig anders konzipiert werden. F&#252;r die Artikel, die schnell informieren sollen, bleibt die Pyramide &#8211; allen Unkenrufen zum Trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Langeweile vermeiden &#8211; so schreiben Sie eine &#8220;gute Pyramide&#8221;.</strong></p>
<p>Wie in <a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-3/">Teil 3</a> gezeigt: Die umgekehrte Pryramide ist in vielen F&#228;llen <strong>f&#252;r Online-Texte ideal</strong> &#8211; selbstverst&#228;ndlich gilt das nicht f&#252;r alle Texte. Kommentare, Features, Reportagen etwa m&#252;ssen v&#246;llig anders konzipiert werden. F&#252;r die Artikel, die schnell informieren sollen, bleibt die Pyramide &#8211; allen Unkenrufen zum Trotz &#8211; ein gutes Modell.  Sofern es richtig angewandt ist, denn es ist unter Umst&#228;nden nicht so einfach, den <strong>strengen Regeln zwar zu folgen</strong>, aber trotzdem keinen auswechselbaren, <strong>stereotypen Artikel</strong> zu produzieren.<span id="more-85"></span></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=103835">Roy Peter Clark</a> &#8211; Schreibtrainer von The Poynter Institute &#8211; gibt Ihnen Tipps, wie Sie Langeweile vermeiden und eine gute Pyramide schreiben:</p>
<ul>
<li>Halten Sie den <strong>Artikel kurz</strong>! Die Pyramide eigenet sich nicht f&#252;r l&#228;ngere Texte.</li>
<li>Verschie&#223;en Sie Ihr Pulver nicht! Bewahren Sie ein paar <strong>interessante Aspekte f&#252;r den Schlu&#223;</strong> auf &#8211; auch wenn nat&#252;rlich der Anfang wichtiger ist, als das Ende.</li>
<li>Platzieren Sie die Hintergrundinformationen <strong>nahe ans</strong> Ende , nicht <strong>am</strong> Ende des Artikels.</li>
<li>Achten Sie beim &#220;berarbeiten darauf, dass in <strong>jedem Absatz mindestens ein interessantes Element</strong> vorhanden ist.</li>
<li>Wenn Ihnen die interessanten Elemente ausgehen: <strong>STOP</strong>!</li>
</ul>
<p>Nat&#252;rlich h&#228;ngt die Qualit&#228;t eines Artikels nicht nur von der Darstellungsform ab &#8211; aber wie dem Leser Information servieren, ist ein wichtiges Kriterium daf&#252;r, ob er mehr als die &#220;berschrift liest. Und f&#252;r informative Texte gilt, was <a target="_blank" href="http://www.sr-online.de/nachrichten/722/2359.html">Josef Ohler</a> &#252;ber <a target="_blank" href="http://www.dfjv.de/index.php?id=40&amp;kat=47#jt101">die Nachricht geschrieben</a> hat:</p>
<blockquote><p>F&#252;r viele Journalisten mag die Nachricht Schwarzbrot sein. Aber gerade gutes Schwarzbrot ist f&#252;r den Kenner ein kulinarischer Hochgenuss. Gute Nachrichten zu schreiben bleibt deshalb eine gro&#223;e journalistische Herausforderung.&#8221;</p></blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/">Teil 1</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/">Teil 2</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-3/">Teil 3</a></p>
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		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 06:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Prinzip der &#8220;umgekehrten Pyramide&#8221; passt sehr gut ins Web und bietet sich f&#252;r Online-Texte an. Die &#8220;umgekehrte Pyramide&#8221; ist &#8211; wie ich in Teil 2 dieser kleinen Folge dargelegt habe &#8211; schon ziemlich alt: Sie ist seit dem 19. Jahrhundert in den Zeitungen zu finden, ist &#252;ber die Radio-Nachrichten ins Fernsehen gekommen und hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Prinzip der &#8220;umgekehrten Pyramide&#8221; passt sehr gut ins Web und bietet sich f&#252;r Online-Texte an.</strong></p>
<p>Die &#8220;umgekehrte Pyramide&#8221; ist &#8211; wie ich in <a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a> dieser kleinen Folge dargelegt habe &#8211; schon ziemlich alt: Sie ist seit dem 19. Jahrhundert in den Zeitungen zu finden, ist &#252;ber die Radio-Nachrichten ins Fernsehen gekommen und hat auch den Sprung ins Internet geschafft. Hier hat Jakob Nielsen kr&#228;ftig nachgeholfen. 1996 zeigt er, welche Vorteile &#8220;<a href="http://www.useit.com/alertbox/9606.html" target="_blank">Inverted pyramids in Cyberspace</a>&#8221; haben: <span id="more-84"></span>Da User nicht scrollen (so seine damalige Ansicht, die er inzwischen revidiert hat), sei es entscheidend, die wichtigsten <strong>Informationen auf einer Bildschirmseite</strong> zusammenzufassen. Erst wenn sie diese Infos als interessant einstufen, lesen sie den weiteren Text (und scrollen nat&#252;rlich). Und die meisten Anleitungen f&#252;r das Schreiben im Netz haben die umgekehrte Pyramide in ihr Repertoire &#252;bernommen, denn tats&#228;chlich <strong>passt sie sehr gut ins Web</strong>:</p>
<p><strong>Hypertext-Prinzip</strong><br />
Hypertext-Systeme &#8211; wie das Web eines ist &#8211; sind aus zahlreichen <strong>Knoten</strong> (Texten) aufgebaut, die miteinander &#8211; per <strong>Links</strong> &#8211; verkn&#252;pft sind. Das geht am besten, wenn die einzelnen Texte eher kurz sind und f&#252;r sich selbst stehen k&#246;nnen, d.h. ohne zus&#228;tzliche Infos verst&#228;ndlich sind &#8211; genau daf&#252;r bietet sich die Pyramide an. Komplexere Themen werden nicht in l&#228;ngeren Texten abgehandelt, sondern durch eine gut gew&#228;hlte Verlinkung aufgeteilt. Auch hier bietet das <strong>Pyramidenmodell Strukturierungshilfen</strong>. So kann z.B. nach der Beantwortung der wichtigsten W-Fragen, dem Leser die M&#246;glichkeit gegeben werden, die Hintergrundinformationen oder weniger wichtigere Details in eigener Regie (und eigener Reihenfolge) abzurufen.</p>
<p><strong>User</strong><br />
Hier sind die meisten User auf der Suche nach <strong>schneller Information</strong> und eher auf &#220;berfliegen als auf gr&#252;ndliche Lekt&#252;re eingestellt, da ist ihm ein <strong>kompakter Lead</strong> rund um die wichtigsten Fakten lieber als z.B. an der Chronologie ausgerichtete Geschichten, die mit &#8220;Am Anfang war..&#8221; losgehen. Der User kann auch jederzeit aufh&#246;ren zu lesen, ohne dass ihm wichtige Fakten entgehen oder ohne dass ihm wichtige Details zum Verst&#228;ndnis der Geschichte fehlen. Ein entscheidender Punkt ist auch die Vertrautheit des User mit dem Aufbau &#8211; er kennt ihn aus fast allen Medien und wei&#223;, was ihn erwartet.</p>
<p><strong>Autoren<br />
</strong>Der Online-Autor kann profitieren, denn wenn er sich an den W-Fragen orientiert, die an der Spitze der Pyramide stehen, ist er sich sicher, dass er alles Notwendige recherchiert hat und dass er in seinem Text nichts vergessen hat. Auch stilistisch hat die Pyramide Auswirkungen, denn sie erh&#246;ht die <strong>Ausrichtung an sachlichen Gesichtspunkten</strong> &#8211; auch das ist dem User im Netz sehr wichtig.</p>
<p><strong>news aggregators<br />
</strong>Nicht selten lesen User die Inhalte <strong>nicht direkt auf der Web-Site</strong>, sondern laden sich z.B. News auf ihr Handy. Oder sie &#252;berfliegen die Google News Startseite, um sich zu informieren. Was sie da zu sehen bekommen, ist meistens die <strong>&#220;berschrift plus den ersten Abschnitt</strong> des Artikels. Im Fall der &#8220;umgekehrten Pyramide&#8221; findet er hier die wichtigsten Fakten. Eigenartigerweise spricht das f&#252;r die <a href="http://www.siliconvalleywatcher.com/mt/archives/2006/02/the_inverted_py.php" target="_blank">Gegner</a> gegen die Pyramide, denn das halte den User davon ab, auf die Original-Site zu klicken. Eine merkw&#252;rdige Argumentation, denn ein Verzicht auf einen Lead w&#252;rde ja auch nicht dazu f&#252;hren, dass auf die Original-Site geklickt wird. Und ein schlechter, nicht entsprechend der umgekehrten Pyramide strukturierter Lead w&#252;rde sogar eher das Gegenteil bewirken: Die User sind nicht motiviert, die Original-Web-Site zu besuchen.</p>
<p><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/" target="_blank">Teil 1</a></p>
<p><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a></p>
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		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 06:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte der Entstehung der umgekehrten Pyramide bietet einige &#220;berraschungen. Die Kritiker der umgekehrten Pyramide verweisen nicht selten darauf hin, dass sie ja eigentlich nur ein Produkt nicht ausreichend entwickelter Technologie sei. Hier die landl&#228;ufige Erkl&#228;rung der Enstehung: Zur Zeit des Amerikanischen B&#252;rgerkriegs (1861-1865) waren die Telegrafenverbindungen noch so st&#246;ranf&#228;llig, dass oft nur der Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte der Entstehung der umgekehrten Pyramide bietet einige &#220;berraschungen.</strong></p>
<p>Die Kritiker der umgekehrten Pyramide verweisen nicht selten darauf hin, dass sie ja eigentlich nur ein Produkt nicht ausreichend entwickelter Technologie sei. <a href="http://www.nzz.ch/2005/07/29/em/articleCOITP.html" target="_blank">Hier</a> die landl&#228;ufige Erkl&#228;rung der Enstehung:<span id="more-83"></span></p>
<p>Zur Zeit des <strong>Amerikanischen B&#252;rgerkriegs</strong> (1861-1865) waren die <strong>Telegrafenverbindungen</strong> noch so st&#246;ranf&#228;llig, dass oft nur der Anfang eines Gefechtsberichts die Redaktionen erreichte. War der Bericht chronologisch aufgebaut, so kam das Wesentliche, n&#228;mlich der Ausgang des Vorgangs, nicht beim Adressaten an. Deshalb gingen die Reporter &#252;ber, die Nachricht in zwei Abschnitten zu &#252;bermitteln: Zun&#228;chst den <strong>Lead</strong>, in dem das Wichtigste zusammengefasst wurde, daran schloss der <strong>Nachrichtenk&#246;rper</strong> an, der detailliertere Zusatzinformationen enthielt. Das ist eine sch&#246;ne Geschichte, die auch ganz nachvollziehbar ist. Und tats&#228;chlich ist sie Wasser auf den M&#252;hlen der Kritiker, denn die Qualit&#228;t der Telegrafenverbindungen spielt heute keine Rolle mehr.</p>
<p>Doch wie viele sch&#246;ne Geschichten hat sie einen Haken: <strong>Sie stimmt nicht</strong>. Wie <a href="http://www.scripps.ohiou.edu/mediahistory/mhmjour1-1.htm" target="_blank">Marcus Errico</a> nachgewiesen hat, hat sich der Pyramidenstil erst zwischen 1875 und1895 durchgesetzt &#8211; zu dieser Zeit hatte die Telegrafentechnik l&#228;ngst schon die ihre Kinderkrankheiten hinter sich.</p>
<p>Was waren dann die Gr&#252;nde f&#252;r die Entstehung? <a href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-phil.-horst-pottker-5.html" target="_blank">Horst P&#246;ttker</a> hat die Umst&#228;nde n&#228;her untersucht und <a href="http://www.nzz.ch/2005/07/29/em/articleCOITP.html" target="_blank">kommt zu einem interessanten Schluss</a>: Die Entstehung der Pyramide f&#228;llt in diesselbe Zeit, in der in den amerikanischen Redaktionen das <strong>Publikum entdeckt</strong> wurde. Die Texte wurden nach Ressorts sortiert, Textumfang und Satzl&#228;nge gingen zur&#252;ck, Zeichnungen zur Illustration eingesetzt und &#220;berschriften verwendet. Alles Ma&#223;nahmen, die dazu dienen sollten, die Zeitungen <strong>leserfreundlicher</strong> zu gestalten:</p>
<blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Nachrichten in Pyramidenform zu schreiben dient (&#8230;)  der kommunikativen Qualit&#228;t des journalistischen Produkts, indem es auch bei fl&#252;chtigem Lesen die Aufnahme der wichtigsten Informationen erlaubt. Es ist daher nicht &#252;berraschend, dass sich diese Nachrichtenform gleichzeitig mit anderen rezeptionsanregenden Gestaltungsmitteln im amerikanischen Journalismus verbreitet hat.&#8221; (P&#246;ttker)</p></blockquote>
</blockquote>
<p>Hellh&#246;rig macht mich hier, dass bei der Entstehung der umgekehrten Pyramide sowohl die Ausrichtung auf den Rezipienten als auch das &#8220;fl&#252;chtige&#8221; Lesen ein Rolle gespielt hat. Das sind Faktoren die f&#252;r den Online-Bereich von besonderem Belang sind.</p>
<p>(Fortsetzung folgt &#8211; <a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/" target="_blank">hier Teil 1</a>)</p>
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		<item>
		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 05:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die umgekehrte Pyramide ist ein wichtiges Strukturierungsprinzip f&#252;r Nachrichten und f&#252;r Online-Texte &#8211; es ist aber nicht unumstritten. Das erste Gebot f&#252;r den (Nachrichten-)Redakteur lautet &#8220;Das Wichtigste geh&#246;rt an den Anfang&#8221;. Der weitere Aufbau folgt dann dem Prinzip der umgekehrten Pyramide: Darstellung angelehnt an Thomas Kropf &#8220;Nachrichten-Aufbau&#8220;. Im Mittelpunkt steht der Leadsatz, der die Fakten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die umgekehrte Pyramide ist ein wichtiges Strukturierungsprinzip f&#252;r Nachrichten und f&#252;r Online-Texte &#8211; es ist aber nicht unumstritten</strong>.</p>
<p>Das erste Gebot f&#252;r den (Nachrichten-)Redakteur lautet &#8220;Das Wichtigste geh&#246;rt an den Anfang&#8221;. Der weitere Aufbau folgt dann dem Prinzip der umgekehrten Pyramide:<span id="more-72"></span></p>
<p><img src="http://www.text-gold.de/wp-content/klassischepyramide.jpg" alt="klassischepyramide.jpg" /></p>
<p><em>Darstellung angelehnt an Thomas Kropf &#8220;</em><em><a href="http://homepage.hispeed.ch/thomas.kropf/Texte/Artikel%20Publizistik.pdf" target="_blank">Nachrichten-Aufbau</a></em><em>&#8220;.</em></p>
<p>Im Mittelpunkt steht der <strong>Leadsatz</strong>, der die Fakten erh&#228;lt und den wichtigsten Informationsinhalt an den Anfang setzt. So kann der Leser, H&#246;rer oder Zuschauer anhand der Fakten entscheiden, ob ihn die Nachricht interessiert und er dranbleibt oder weiterliest. Dieses g&#228;ngige Prinzip passt aus diesem Grund f&#252;r das Schreiben von Online-Texten &#8211; der Leser braucht nur den Anfang zu &#252;berfliegen um zu entscheiden, er muss nicht scrollen, um an die wichtigsten Informationen zu kommen.</p>
<p>Klingt gut, einfach und einleuchtend. Doch nicht f&#252;r alle, denn f&#252;r die Kritiker ist es die &#8220;Anti-Story&#8221; schlechthin. Die Kontra-Seite vertritt u. a. <a href="http://www.poynter.org/profile/profile.asp?user=2677" target="_blank">Don Fry vom Poynter Institute</a> vehement. Er hat die umkehrte Pyramide <a href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=67169" target="_blank">bezeichnet</a> als, &#8220;(&#8230;) die schlechteste Form, die jemals geschaffen wurde, um etwas einer anderen Person mit Worten zu erkl&#228;ren.&#8221; Und so stellt sie sich ihm in etwa dar:</p>
<p><img src="http://www.text-gold.de/wp-content/umgekehrtepyramideklein.jpg" alt="umgekehrtepyramideklein.jpg" /><a href="http://www.poynter.org/column.asp?id=78&amp;aid=132803"></a></p>
<p>Sieht nicht gut aus, nicht wahr? Es deutet alles darauf hin, dass niemand die Geschichte bis zum Ende liest, denn sie hat &#8211; anders als die herk&#246;mmlichen Geschichten &#8211; zwar einen starken Anfang, aber weder eine Mitte geschweige denn ein Ende. Das seien die tradierten Elemente des Geschichten-Aufbaus, die der Leser erwarte, bei ihm Interesse wecken und ihm das Verst&#228;ndnis erleichtern, so Don Fry in seinem Tipp &#8220;<a href="http://www.asne.org/index.cfm?ID=2137" target="_blank">Writers should avoid the <em>perverted</em> pyramid</a>&#8220;. Der Pyramidenaufbau erschwere das Verst&#228;ndnis, weil der Leser Hintergrund-Informationen brauche, um die Fakten einordnen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Auch <a href="http://www.nieman.harvard.edu/narrative/digest/resources/bios/desilva-b.html" target="_blank">Bruce deSilva</a> &#8211; Schreibtrainer bei &#8220;The Associated Press&#8221; &#8211; <a href="http://www.ocregister.com/nww/speakers_sked.shtml#desilva" target="_blank">ruft zum Boykott auf</a>: &#8221; Stop using the inverted pyramid structure. We’re training readers to not read all the way to the end because there’s nothing for them there.&#8221;</p>
<p>Und Artikel, die nicht zu Ende gelesen werden, k&#246;nnen ja kein Ziel f&#252;r den Autor sein. Sollen wir jetzt also die umgekehrte Pyramide verabschieden und uns nach Alternativen umsehen?</p>
<p>(Fortsetzung folgt)</p>
<ul>
<li><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a>: Die Geschichte der Entstehung der umgekehrten Pyramide bietet einige &#220;berraschungen.</li>
<li><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-3/" target="_blank">Teil 3</a>: Das Prinzip der “umgekehrten Pyramide” bietet sich f&#252;r Online-Texte an</li>
<li><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-4/" target="_blank">Teil 4</a>: Langeweile vermeiden &#8211; so schreiben Sie eine “gute Pyramide”.</li>
</ul>
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