Intranets 2009 – Jakob Nielsens Fazit (1)
Europe zero points – Europe zéro points – Europa null Punkte. Kein einziges Intranet aus Europa schafft es unter die ersten zehn der Jakob-Nielsen-Usability-Bestenliste 2010. Klar ist seine Auswahl USA-zentriert, doch bisher haben die Intranets europäischer Unternehmen immerhin im Schnitt 1/3 der zehn besten Plätze belegt.
Doch interessanter als die Platzierungen sind die Erkenntnisse, die Jakob Nielsen aus der Analyse der Bewerber und der Bewertung der Intranets gezogen hat.
1) Die Intranet-Teams werden größer
Das durchschnittliche Intranet-Team in diesem Jahr war mit 14 Mitarbeitern besetzt – und damit um 27% größer als noch 2006. Der Anstieg ist wahrscheinlich noch deutlicher, denn 2006 haben mehr große Unternehmen teilgenommen.
2) Das Intranet wird mobil
30% der Intranets hatten spezielle mobile Features. Nielsens bewertet diesen Anteil als Zeichen dafür, dass die Intranets den Entwicklungen im Netz hinterherhinken. Die Ergebnisse der aexea-Umfrage zum mobile Intranet diesen Jahres ergaben einen noch kleineren Anteil von Unternehmen, die mobile Angebote in ihr Intranet integriert haben.
Nielsen schätzt, dass die außerbetrieblichen Erfahrungen der Mitarbeiter mit dem mobilen Internet den Anstoß für die Einführung des mobile Intranet in den Unternehmen geben wird. Die Erfahrungen aus unseren Arbeitskreisen und die Ergebnisse der Umfrage zeichnen ein anderes Bild: entscheidend ist die Unterstützung der Chefetage.
In Bezug auf die Präsentation der Inhalte und die Anforderungen an das mobile Intranet stimme ich mit Nielsen wieder überein: Es geht nichts ohne spezielle Funktionen, spezielle Aufbereitung der Inhalte und ein spezielles Design. Die Gewinner haben dafür unterschiedliche Strategien eingeschlagen. Ein Unternehmen hat eigene Applikation für das I-Phone gebaut, andere haben spezielle mobile-optimierte Seiten entwickelt.
(Fortsetzung folgt)


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