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	<title>text-gold.de &#187; Qualität</title>
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	<description>Online-Redaktionen, Online-Redakteure, Online-Texte</description>
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		<title>Qualit&#228;tss&#252;&#223;speisen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 08:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktualität]]></category>
		<category><![CDATA[Dimensionen von Qualität]]></category>
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		<description><![CDATA[Stephan Schillerwein hat in seinem Blog-Beitrag &#8220;Keine Diskussionen mehr um die Qualit&#228;t von Content&#8221; meine Vorliebe f&#252;r Stephan Russ-Mohls Satz vom Pudding an der Wand geoutet. Und nat&#252;rlich kommt ein negativer Kommentar: &#8220;Aber immer, wenn einer keine Lust hat, sich dem Thema Qualit&#228;t im Journalismus zu stellen, dann zitiert er den Ur-alt-Satz von Stephan Ru&#223;-Mohl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan Schillerwein hat in seinem Blog-Beitrag &#8220;<a target="_blank" href="http://www.intranet-matters.de/node/324">Keine Diskussionen mehr um die Qualit&#228;t von Content</a>&#8221; meine Vorliebe f&#252;r <a target="_blank" href="http://www.ejo.ch/index.php?option=com_contact&amp;task=view&amp;contact_id=2&amp;Itemid=68">Stephan Russ-Mohls</a> Satz vom Pudding an der Wand geoutet. Und nat&#252;rlich kommt ein negativer Kommentar:</p>
<blockquote><p>&#8220;Aber immer, wenn einer keine Lust hat, sich dem Thema Qualit&#228;t im Journalismus zu stellen, dann zitiert er den Ur-alt-Satz von Stephan Ru&#223;-Mohl, der ihn schon damals anders gemeint hat&#8221; (anonym)</p></blockquote>
<p>Da ich sehr wohl Lust habe, mich dem Thema Qualit&#228;t im Journalismus zu stellen und mich zumindest mit der Frage der Qualit&#228;t f&#252;r Online-Texte oder der Qualit&#228;tssicherung in Online-Redaktionen t&#228;glich auseinandersetze, hier ein sehr kurzer Abriss meiner Eckpunkte in Sachen Qualit&#228;t.<span id="more-136"></span></p>
<p>Angelehnt an <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-rer.-soc.-prof.-hc-gunther-rager.html">G&#252;nter Rager</a> die 4 Dimensonen von Qualit&#228;t:</p>
<p>1. <strong>Relevanz</strong>: Inwiefern vermittle ich Informationen, die f&#252;r meinen Leser relevant sind?</p>
<p>2. <strong>Aktualit&#228;t</strong>: Wie schnell will ich sein? Was passiert mit &#252;berholten Informationen?</p>
<p>3. <strong>Richtigkeit</strong>: gute Recherche, eindeutige Reviewprozesse und professioneller Umgang mit Fehlern.</p>
<p>4. <strong>Vermittlung</strong>: Hier geht es darum, eine Beziehung zum User aufzubauen und sein Interesse zu wecken.</p>
<p>Und dazu meine 5. Dimension: <strong>Glaubw&#252;rdigkeit</strong> &#8211; das Hauptproblem im Netz.</p>
<p>Und keine Redaktion kann in allen Bereichen top sein, weil es sich in Teilen einfach ausschlie&#223;t. Wer gro&#223;en Wert auf Richtigkeit der Informationen legt, wird nicht minutengenau reagieren k&#246;nnen. Und in der Praxis kommt das Erarbeiten und Austarieren verschiedener Quali&#228;tskriterien dem Puddingnageln schon sehr nahe &#8211; deswegen habe ich den Satz auch so h&#228;ufig auf den Lippen.</p>
<p>Tats&#228;chlich hat sich Stephan Ru&#223;-Mohl von seinem sich von seinem Puddingsatz distanziert und <a target="_blank" href="http://www.ejo.ch/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=433&amp;Itemid=100">erkl&#228;rt</a>,</p>
<p>&#8220;(&#8230;) da&#223; sich journalistische Qualit&#228;tskriterien im Gegensatz zu Wackelpeter eben doch „festpinnen“ und damit <strong>&#252;berpr&#252;fen</strong> lassen. Man braucht dazu allerdings eine Menge Hirnschmalz als „Klebstoff“.&#8221;</p>
<p>Und hier steigt er aus der Diskussion um die <strong>Definition</strong> der Qualit&#228;t aus &#8211; in diesem Zusammenhang war der Originalsatz gefallen &#8211; und in die Welt der <strong>Mesbarkeit</strong> ein. Genau an dieser Stelle setzt der <a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/organisation-von-online-redaktionen/ihr-online-text-hat-die-note-25/">Weblesbarkeitsindex</a> an.</p>
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		<title>Qualit&#228;tsdiskussion</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 08:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[contentmanager.days]]></category>
		<category><![CDATA[Publikumsbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte gro&#223;e Lust am 8. Oktober meinen Koffer nach Berlin zu tragen und am Herbstforum der Initiative Qualit&#228;t teilzunehmen. Das Thema klingt vielversprechend: Es sollen die unterschiedlichen Formen der Publikumsbeteiligung bei Printmedien, H&#246;rfunkt und Fernsehen &#8211; vor allem aber bei Online-Medien und der Umgang mit den Lesern thematisiert und er&#246;rtert werden. Vor allem Stephan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#228;tte gro&#223;e Lust am 8. Oktober meinen Koffer nach Berlin zu tragen und am <a target="_blank" href="http://www.initiative-qualitaet.de/index.php?id=1349" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.initiative-qualitaet.de/index.php?id=1349');">Herbstforum der Initiative Qualit&#228;t</a> teilzunehmen. Das Thema klingt vielversprechend: Es sollen die unterschiedlichen Formen der <strong>Publikumsbeteiligung</strong> bei Printmedien, H&#246;rfunkt und Fernsehen &#8211; vor allem aber bei Online-Medien und der Umgang mit den Lesern thematisiert und er&#246;rtert werden. Vor allem Stephan Ru&#223;-Mohl w&#252;rde ich sehr gerne h&#246;ren.</p>
<p>Doch in diesen Tagen bin ich in Leipzig auf den <a target="_blank" href="http://www.cmdays.de/" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.cmdays.de/');">contentmanager.days</a> &#8211; die dieses Jahr unter dem Motto “Metamorphose” stehen. Die neuesten Entwicklungen und Ver&#228;nderungen im Bereich <strong>unternehmensweites Informationsmanagement</strong> werden hier in zahlreichen Vortr&#228;gen Sessions und Keynotes diskutiert. Mich reizt besonders der <strong>Praxisbezug</strong> und die Erfahrungsberichte der Fachleute. Den Workshop “Verbesserungspotentiale der Online-Redaktion” werde ich moderieren.</p>
<p>Leipzig ist mir wichtiger &#8211; ich hoffe aber zumindest die Ergebnisse von Berlin nachlesen zu k&#246;nnen.</p>
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		<title>&#8220;Quality rumours&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Aug 2007 08:21:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation von Online-Redaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Einheitlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Stil]]></category>
		<category><![CDATA[Style Guide]]></category>

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		<description><![CDATA[Das menschliche Ged&#228;chtnis ist kein verl&#228;sslicher Wissensspeicher f&#252;r Qualit&#228;tsstandards. Auf Stilb&#252;cher sollten Sie nicht verzichten. Eine Szene aus einem Online-Redaktionsb&#252;ro: Der neue Kollege:  ”Sagt mal, habt ihr festgelegt, wie ihr Zahlen schreibt?” Kollege B. starrt auf den Bildschirm, schweigt und denkt: “Wei&#223; doch jeder. Aber stimmt, hatten wir da nicht irgendwann mal was besprochen?” Kollegin K: “Klar, auf einer Redaktionskonferenz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das menschliche Ged&#228;chtnis ist kein verl&#228;sslicher Wissensspeicher f&#252;r Qualit&#228;tsstandards. Auf Stilb&#252;cher sollten Sie nicht verzichten.</strong></p>
<p><strong><br />
Eine Szene aus einem Online-Redaktionsb&#252;ro</strong>:</p>
<p><em>Der neue Kollege</em>:  ”Sagt mal, habt ihr festgelegt, wie ihr Zahlen schreibt?”</p>
<p><em>Kollege B. starrt auf den Bildschirm, schweigt und denkt: “</em>Wei&#223; doch jeder. Aber stimmt, hatten wir da nicht irgendwann mal was besprochen?”</p>
<p><em>Kollegin K</em>: “Klar, auf einer Redaktionskonferenz haben wir uns geeinigt, Zahlen bis 12 auszuschreiben, f&#252;r gr&#246;&#223;ere verwenden wir dann Ziffern.”</p>
<p><em>Der neue Kollege</em>: “Ja, so habe ich es gemacht. Aber Kollege S hatte es mir angestrichen.”</p>
<p><em>Kollege S</em> <em>(kommt ins B&#252;ro, hat das Gespr&#228;ch geh&#246;rt):</em> “Nein, nein wir haben hier im B&#252;ro mal dar&#252;ber gesprochen. Und wir schreiben auch kleinere Zahlen als Ziffern, wenn wir es exakt meinen.”<span id="more-19"></span></p>
<p><strong>“Quality rumour”<br />
</strong>F&#252;r solchen Episoden habe ich das Etikett “quality rumour” geschaffen. Jeder Redakteur glaubt, die Qualit&#228;tsma&#223;st&#228;be zu kennen und sie richtig umzusetzen. Dazu kommt, dass die meisten &#252;berzeugt sind, dass es so und nicht anders abgesprochen war. Tats&#228;chlich sind dann auf der Web-Site die unterschiedlichsten Schreibweisen vertreten.</p>
<p>Wie bei einem Ger&#252;cht, reicht der Wahrheitsgehalt der Aussagen von 0 bis 99%. Um die Qualit&#228;tskriterien zu erf&#252;llen gen&#252;gt es aber nicht , eine ungef&#228;hre Vorstellung von ihnen zu haben, sehr h&#228;ufig sind gerade Details entscheidend.  ”Quality rumours” geh&#246;ren zum Alltag in Online-Redaktionen und sind kein Ausweis von oberfl&#228;chlich arbeitenden Redakteuren, denen Qualit&#228;t und Einheitlichkeit egal ist. Sie entspringen vielmehr direkt der Funktionsweise des menschlichen Denkens.</p>
<p><strong>Das Ged&#228;chtnis ist nicht zuverl&#228;ssig<br />
</strong>Lassen Sie mich kurz ausholen. Wie das menschliche Ged&#228;chtnis funktioniert, kann noch kein Wissenschaftlicher genau beantworten. Mehr Faktoren als bisher angenommen, sind daran beteiligt und beeinflussen die Ged&#228;chtnisleistung auf manchmal wirklich merkw&#252;rdige Art. <a target="_blank" href="http://www.wjh.harvard.edu/~dsweb/" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.wjh.harvard.edu/_dsweb/');">Daniel L. Schacter</a> hat das in seinen <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;search-type=ss&amp;index=books-de&amp;field-author=Daniel%20L.%20Schacter&amp;page=1" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.amazon.de/s?ie=UTF8_amp_search-type=ss_amp_index=books-de_amp_field-author=Daniel_20L._20Schacter_amp_page=1');">B&#252;chern</a> interessant beschrieben und gezeigt, dass unsere Erinnerungen nicht immer so verl&#228;sslich sind, wie wir glauben. Und dass das, wovon wir felsenfest &#252;berzeugt sind, nicht immer in der Realit&#228;t verankert ist. </p>
<p>Die Redakteure k&#246;nnen sich an die Vereinbarung der Schreibweise von Zahlen nicht, falsch oder nur ungenau erinnern…</p>
<p>1) …weil die Vereinbarungen schon vor langer Zeit getroffen wurden. Erinnerungen verfl&#252;chtigen sich mit der Zeit.</p>
<p>2) …weil die Redakteure bei der entscheidenden Besprechung nicht besonders konzentriert waren. Unaufmerksame Verabeitung f&#252;ht Erinnerungsfehlern.</p>
<p>3) …weil es ihnen gerade nicht einf&#228;llt &#8211; eine Blockade.</p>
<p>4) …weil sie ihre Erinnerung einer falschen Quelle zuschreiben. Woher man etwas wei&#223;, ist aber ein wichtiger Aspekt, um die Zuverl&#228;ssigkeit der Information einsch&#228;tzen zu k&#246;nnen.</p>
<p>5) …weil z.B. ein Kollege sehr selbstsicher etwas behauptet und damit die Informationen der anderen beeinflusst. Fragen oder Hinweise k&#246;nnen Erinnerungen ziemlich leicht ver&#228;ndern.</p>
<p>6) …weil sie z.B. daran festhalten, was sie in der Ausbildung &#252;ber die Schreibweise gelernt haben. Statt an die aktuellen Vereinbarungen halten sie sich an die alten Informationen, oft ohne es selbst zu bemerken. Erinnerungen sind sehr stark von Kenntnissen und Ansichten gepr&#228;gt.</p>
<p>Diese Ph&#228;nomen sind, wie Schacter in seinem Buch “Aussetzer. Wie wir vergessen und uns erinnern ” zeigt, keine Fehlleistungen des Gehirns oder Zeichen von nachlassender Ged&#228;chtnisleistung, sondern ganz normale Begleiterscheinungen des funktionierenden Systems. Da helfen weder Knoten in Taschent&#252;chern noch Seminare f&#252;r die Verbesserung der Ged&#228;chtnisleistung , wie sie jetzt &#252;berall angeboten werden. Sie m&#252;ssen  immer damit rechnen, dass die Erinnerung ihre Qualit&#228;tsstandards gef&#228;hrdet.</p>
<p><strong>Schriftliche Fixierung ist unerl&#228;sslich<br />
</strong>Die Gefahr verringert sich allerdings deutlich, wenn die Standards schriftlich vorliegen.  Meiner Meinung nach sind die Ergebnisse der Ged&#228;chtnisforschung ein einziges Pl&#228;doyer f&#252;r eine schriftliche Fixierung aller wesentlichen Sachverhalte. Also: Schreiben Sie ihre Qualit&#228;tskriterien auf, je genauer desto besser. Ein Stilbuch oder ein Style Guide ist das beste Mittel gegen die Unw&#228;gbarkeiten des Ged&#228;chtnisses und setzt allen “quality rumours” ein Ende:</p>
<p><em>Der neue Kollege</em>:  ”Sag mal, habt ihr festgelegt, wie ihr Zahlen schreibt?”<br />
<em>Alle (im Chor)</em>: “Ja klar, schau in unserm Style Guide nach!”</p>
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		<title>&#220;ber kurz oder lang</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 06:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Kürze]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Textlänge]]></category>
		<category><![CDATA[Unterhaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Cut, cut, cut!”. Das ist kein Satz vom Filmset, sondern die allgemeine Anweisung f&#252;r das &#220;berarbeiten von Web-Texten. “Keep it short”- also “fasse dich kurz” &#8211;  ist der wohl weit verbreitetste Ratschlag im Internet. Auch ich habe ihn in meinem Buch “Texten f&#252;r das Internet” gegeben. Von diesem Chor &#252;bereinstimmender Stimmen hebt sich Amber Simmons Artikel “Reviving [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Cut</strong>, <strong>cut</strong>, <strong>cut</strong>!”. Das ist kein Satz vom Filmset, sondern die allgemeine Anweisung f&#252;r das &#220;berarbeiten von Web-Texten. “Keep it short”- also “fasse dich kurz” &#8211;  ist der wohl weit verbreitetste Ratschlag im Internet. Auch ich habe ihn in meinem Buch “<a target="_blank" href="http://www.aexea.de/kommunikation/texten_fuer_das_internet.htm" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.aexea.de/kommunikation/texten_fuer_das_internet.htm');">Texten f&#252;r das Internet</a>” gegeben. Von diesem Chor &#252;bereinstimmender Stimmen hebt sich Amber Simmons Artikel “<a target="_blank" href="http://www.alistapart.com/articles/revivinganorexicwebwriting" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.alistapart.com/articles/revivinganorexicwebwriting');">Reviving Anorexic Webwriting</a>” ab, in dem sie den Aufruf zum “magers&#252;chtigen” Schreiben im Netz in Frage stellt.<span id="more-21"></span></p>
<p>Und daf&#252;r bringt sie ein interessantes Argument ins Spiel: In ihren Augen stellt der Content die <strong>Verbindung</strong> zwischen Menschen her, die auch <strong>emotionale</strong> Dimensionen hat. Dem User beim Surfen reines Informationsbed&#252;rfnis zu unterstellen, greife zu kurz. Vielmehr sei er neben den Fakten auch an Leidenschaft, Flair und Atmosph&#228;re interessiert.</p>
<p><strong>Vermittlung als Qualit&#228;tsdimension</strong><br />
Ganz neu ist dieser Aspekt ist nicht. Er taucht schon seit l&#228;ngerem in den Diskussionen &#252;ber journalistische Qualit&#228;t auf. So hat <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-rer.-soc.-prof.-hc-gunther-rager.html" onclick="javascript:urchinTracker('/outbound/www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-rer.-soc.-prof.-hc-gunther-rager.html');">G&#252;nther Rager</a> in seinem Versuch, die Kriterien journalistischer Qualit&#228;t zusammenzutragen und zu ordnen, die Dimension der “Vermittlung” geschaffen. Darunter versteht er das Herstellen einer <strong>Beziehung</strong> zwischen <strong>Journalisten und Lesern</strong>. Je besser dem Journalisten das gelingt, desto h&#246;her ist die Qualit&#228;t des Textes in dieser Kategorie einzusch&#228;tzen. Dabei geht es nicht darum, den Leser zu einem gem&#252;tlichen Plausch einzuladen und Nettigkeiten auszutauschen, sondern um <strong>professionelle F&#228;higkeiten</strong>. Rager ist der Meinung, ein guter Journalist schreibe nicht darauf los, um einfach Informationen zu verbreiten. Vielmehr geh&#246;re es genauso zu seinen Aufgaben, das Interesse des Lesers f&#252;r bestimmte Themen zu wecken, indem er seine Artikel m&#246;glichst <strong>unterhaltsam</strong>, interaktiv und originell aufbereitet.</p>
<p>Und es ist nicht von der Hand zu weisen, dass ein Autor daf&#252;r <strong>Zeit und Platz</strong> braucht. Ein “magers&#252;chtiger” Text, in dem alle Informationen verdichtet und stark strukturiert sind und aus dem alle &#252;berfl&#252;ssigen oder &#8211; je nach Standpunkt &#8211; belebenden W&#246;rter gestrichen sind, schafft keine entspannte Wohlf&#252;hlatmosph&#228;re oder prickelnde Spannung. Und sonderlich viel Charme strahlen Gliederungspunkte und Aufz&#228;hlungen sicher nicht aus. Um einen Gedanken entwickeln zu k&#246;nnen und einen Leser zu &#252;berzeugen, m&#252;ssen mehr und vielleicht auch l&#228;ngerere S&#228;tze geschrieben werden. Eine Beziehung zwischen Autor und Leser entsteht nicht zwischen T&#252;r und Angel.</p>
<p><strong>1. Ist das der Abschied von der K&#252;rze im Netz?<br />
</strong>Nein, der Grundsatz der K&#252;rze steht auf festem Grund. Die Aufmerksamkeitsspanne im Netz ist kurz, das Lesen eher m&#252;hevoll, deswegen braucht der User Texte, die er sehr schnell erfassen kann.</p>
<p><strong>2.Werde ich das Kapitel in meinem Buch “Texten f&#252;r das Internet” umschreiben?</strong><br />
Nein. Die gr&#246;&#223;te Gefahr f&#252;r die Qualit&#228;t von Texten liegt immer noch daran, dass der Autor nicht zum Punkt kommt. Deswegen bleibt der Grundsatz “Keep it short” g&#252;ltig.</p>
<p><strong>3. Liegt die L&#246;sung wie so oft in der Mitte?</strong><br />
Nein. Denn mit einem Text, der einfach ein paar W&#246;rter mehr hat, wird weder das Informationsbed&#252;rfnis des User erf&#252;llt noch automatisch eine Verbindung zu ihm hergestellt. </p>
<p>F&#252;r mich sind die schnelle <strong>Information</strong>, gute <strong>Verst&#228;ndlichkeit</strong> und <strong>pr&#228;zise</strong> Sprache immer noch herausragende Qualit&#228;tskriterien f&#252;r Online-Texte, die am besten umgesetzt werden, wenn man sich den Ratschlag “keep it short” zu Herzen nimmt. Das gilt prinzipiell f&#252;r alle Online-Texte, vor allem aber f&#252;r Texte, die in erster Linie schnell informieren sollen.</p>
<p>Bei Texten, in denen der Aspekt der “Vermittlung” st&#228;rker im Vordergrund steht, muss der <strong>Online-Redakteur</strong> die <strong>Balance</strong> finden zwischen der Ausf&#252;hrlichkeit, die er braucht, um eine Beziehung herzustellen, und der &#220;bersichtlichkeit, die das Medium fordert. W&#228;hlt der Online-Redakteur die richtigen Worte und den richtigen Tonfall in einem sehr kurzen Beitrag, so kann eine Beziehung zwischen Leser und Text entstehen. Eine andere M&#246;glichkeit ist, einen langen Text in mehrere kleinere Teile aufzusplitten. Wege und Mittel gibt es einige. Sie zu finden ist die besondere Anforderung an die <strong>Professionalit&#228;t</strong> und <strong>Kreativit&#228;t</strong> des Online-Redakteurs!</p>
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		<title>&#8220;Ihr Online-Text hat die Note 2,5&#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2007 07:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Organisation von Online-Redaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Lesbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Texte]]></category>
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		<category><![CDATA[Weblesbarkeitsindex]]></category>

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		<description><![CDATA[Weblesbarkeitsindex soll Qualit&#228;t von Online-Texten me&#223;bar machen. … Sie k&#246;nnen ihn verbessern, wenn Sie mehr Zwischen&#252;berschriften einbauen. Schauen Sie sich auch Ihre Wortwahl noch einmal an.” Nein, das sind nicht die Anmerkungen Ihres Dozenten im Seminar “Schreiben f&#252;r das Internet”. Solche und &#228;hnliche S&#228;tze lesen Sie, wenn Sie Ihren Text in einen Editor eingegeben, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.text-gold.de/wp-content/uploads/2007/06/2cherrie.jpg" onclick="javascript:urchinTracker('/file/wp-content/uploads/2007/06/2cherrie.jpg');" title="2cherrie.jpg"></a>Weblesbarkeitsindex soll Qualit&#228;t von Online-Texten me&#223;bar machen.</strong></p>
<p><em>… Sie k&#246;nnen ihn verbessern, wenn Sie mehr Zwischen&#252;berschriften einbauen. Schauen Sie sich auch Ihre Wortwahl noch einmal an.”</em></p>
<p>Nein, das sind nicht die Anmerkungen Ihres Dozenten im Seminar “Schreiben f&#252;r das Internet”. Solche und &#228;hnliche S&#228;tze lesen Sie, wenn Sie Ihren Text in einen Editor eingegeben, der die Lesbarkeit von <strong>Online-Texte bewerten</strong> kann.<span id="more-45"></span></p>
<p>Eine solche Software existiert noch nicht. Aber bald, denn ich arbeite daran, einen <strong>Weblesbarkeitsindex</strong> zu entwickeln und ihn in einen Editor zu integrieren.</p>
<p>Es ist nicht schwer zu sagen, was einen guten Online-Text ausmacht: Die richtigen Informationen stehen an der richtigen Stelle, der Text ist <strong>verst&#228;ndlich</strong>, gut <strong>scanbar </strong>und und spricht eine <strong>klare Sprache</strong>. Im Prinzip wirklich kein Hexenwerk.</p>
<p>Knifflig wird es, wenn Sie Qualit&#228;t des Textes messen wollen. <strong>Qualit&#228;tskriterien </strong>in <strong>Zahlen</strong> umzuwandeln &#8211; das ist gerade die Nuss, die ich knacken will.</p>
<p>Mein Ziel ist es, anhand unterschiedlicher Qualit&#228;tskriterien zu einem <strong>Weblesbarkeitsindex</strong> zu kommen, mit dem die Qualit&#228;t eines Online-Textes ausgedr&#252;ckt werden kann. Damit k&#246;nnen Sie schnell beurteilen, ob Ihr Text (oder der Ihrer Konkurrenten) den <strong>Qualit&#228;tsanforderungen</strong> entspricht.</p>
<p>Der Index soll aber nicht nur ein reines <strong>Messinstrument</strong> bleiben, sondern die <strong>Arbeitsabl&#228;ufe</strong> in einer Online-Redaktion unterst&#252;tzen. Gerade in dezentral organisierten Online-Redaktionen mit sehr vielen Autoren ist es schwer, Qualit&#228;tsanforderungen dauerhaft auf einheitlichem Niveau zu halten. Das ist oft nur mit sehr hohem Personal- und Zeitaufwand zu realisieren, da jeder Text gr&#252;ndlich &#252;berarbeitet und nicht nur gegengelesen werden muss.</p>
<p>Wenn nun ein solcher Index in die <strong>Arbeitsumgebung</strong> der Autoren &#8211; in der Regel ein Content-Managment-System &#8211; integriert ist, dann k&#246;nnen sie mit einem Knopfdruck feststellen, welche Qualit&#228;t ihr Text hat und selbst <strong>Qualit&#228;tssicherungsma&#223;nahmen</strong> ergreifen. Und den Text beispielsweise von Note 4 auf Note 2 verbessern.</p>
<p>Die Vorarbeiten sind schon l&#228;nger im Gange, im Augenblick sind wir dabei, die <strong>Gewichtung der Kriterien</strong> festzulegen. Ich werde Sie &#252;ber die Entwicklung des Weblesbarkeitsindex in diesem Blog auf dem Laufenden halten.</p>
<p>Und nat&#252;rlich bin ich an Ihren Anregungen und Kommentaren zu diesem Thema sehr interessiert. Was halten Sie z.B. von der Abk&#252;rzung <strong>WLI </strong>(=WebLesbarkeitsIndex)?</p>
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