Tag Archiv: Online-Redakteur

Online-Redakteure – keine Fließbandarbeiter

Die Arbeit in einer Online-Redaktion hat in manchen Journalistenkreisen keinen besonders guten Ruf. Zu schnell, zu hektisch, um wirklich guten Journalismus zu machen – so lauten manche Vorwürfe. Nicht selten wird dem “guten Handwerk” des Printjournalismus die Fließband-Mentalität im Online-Bereich als Kontrast entgegengestellt. Davon  hebt sich die Begeisterung von Domenika Ahlrichs wohltuend ab.

Die Chefredakteurin der Netzeitung ist passonierte Online-Redakteurin und weist in einem Interview mit Ursula Pidun von Spreerauschen.net darauf hin, dass im Online-Journalismus zwar eine kleinere Taktung den Arbeitstag bestimme. So dreht sich das journalistische Arbeitsrad von sichten, recherchieren, schreiben und veröffentlichen schneller – mit Fließbandarbeit habe das nichts zu tun:

Die Analogie zum Fließband hinkt insofern, als Mitarbeiter einer Online-Redaktion nicht wie bei einer solchen Produktionsart üblich nur einen kleinen Teil eines Produkts hinzufügen. Vielmehr erstellt ein Online-Redakteur ein komplettes und komplexes Produkt jeweils selbst – und muss sich dabei auf immer neue Fakten, Entwicklungen, Erkenntnisse einstellen.

Ironie des Schicksals:  Die Netzeitung wird seit Anfang des Jahres auf seine Redakteure verzichten: Alle Redakteure der Netzzeitung sind entlassen und -  die Website wird als automatisiertes Nachrichtenportal weitergeführt. Also doch Fließband.

http://de.wikipedia.org/wiki/Domenika_Ahlrichs

Herausforderung für die Redaktionsorganisation: Multitasking ist ineffizient

Online-Redakteure sind Alleskönner – das hatten wir bereits in der Content Studie 2007/1 festgestellt. Doch Allrounder zu sein bedeutet auch, eine Vielzahl von Aufgaben parallel bewältigen zu müssen. Dass diese Art zu arbeiten nicht effizient ist, haben nun Forscher der Universität Stanford herausgefunden.
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Wie lange brauchen Sie für die Erstellung eines Online-Textes?

Wie lange brauchen Sie durchschnittlich für die Erstellung neuer Texte von der Planung und Recherche bis zur Online-Veröffentlichung des Textes? Das haben wir die Teilnehmer der Content Studie 2008/2 gefragt. So haben die Studienteilnehmer geantwortet:

  • 18,9% geben an, weniger als eine Stunde Zeit zu benötigen
  • 31,1% brauchen für die Erstellung 1 bis 2 Stunden
  • 24,2% sagen aus, dass der gesamte Erstellungsprozess 2 bis 3 Stunden Zeit beanspruche
  • 14,2% veranschlagen zwischen 3 und 5 Stunden
  • immerhin 11,6% benötigen über 5 Stunden Zeit für Recherche, Ausformulieren und Einpflegen eines Textes

Der Hauptaufwand liegt bei der Planung und Recherche, dicht gefolgt vom Schreiben des Textes. Danach folgen das Redigieren und das Einstellen des Textes in das CMS. Am wenigsten Zeit verwenden die befragten Online-Redakteure für die Suchmaschinenoptimierung ihrer Texte.

Wie lange brauchen Sie für einen Artikel?

Web 2.0 im Intranet – wie sieht der Web-2.0-Mitarbeiter aus?

Nicht die ungewohnte Technik ist das Problem bei der Einführung von Web-2.0-Tools in Unternehmen. Die größten Hindernisse sind fehlende Unterstützung vom Management und zu wenig Beteiligung der Mitarbeiter. Bisher wurde häufig argumentiert, dass beides zusammenhängt: Es sollte doch die obere Managementebene fleißig ihre Blogbeiträge schreiben, dann werde das Fußvolk schon nachziehen.
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Audio-Elemente auf Websites – ein Grundkurs für Online-Redakteure (Teil 1)

Die Zahlen der aktuellen Content Studie beweisen: Bilder, Videos, Audio-Beiträge gehören als multimediale Elemente auf den meisten Websites inzwischen einfach dazu. Über die Hälfte der Teilnehmer der Content Studie 2008/2 gibt an, Videos auf ihrer Website einzubinden, immerhin knapp 30% stellen den Benutzern Audio-Dateien zur Verfügung.

Wer unter Multimedia mehr versteht, als fremde youtube-Videos einzubinden, der muss Profis beauftragen.
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Suchmaschinenoptimierung von journalistischen Texten

Wie viel SEO verträgt ein journalistischer Text? Geht Suchmaschinenoptimierung auf Kosten von Abwechslung, Kreativität und stilistischer Qualität?

Zugegeben, die Diskussion über Suchmaschinenoptimierung im Journalismus ist nicht gerade neu. Im Juni 2008 veröffentlichte horizont.net einen Artikel, in dem Sueddeutsche.de-Chef Hans-Jürgen Jakobs eine SEO-Konvention gegen „Manipulationen“ fordert. Er bezeichnete „exzessive SEO“ als „journalistische Wettbewerbsverzerrung“.
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Der Online-Redakteur – ein Alleskönner?

Mit Stift, Fotokamera, Aufnahmegerät, Videokamera und Laptop – so arbeitet der moderne multimediale Online-Redakteur. So der Idealfall. Mit einem solchen Online-Redaktionsmodell wird bei der Welt-Gruppe gearbeitet. Das habe ich im Beitrag “Verlage 3.0? Neue Geschäftsfelder für Content – ein Veranstaltungsfazit” bereits beschrieben. Einen Eindruck davon kann man bei den Welt Debatte-Weblogs gewinnen.
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Warum ein Online-Redakteur für die Qualität der Web-Site unerlässlich ist

“A kind of freak cousin of publishing” – so nennt Pepi Ronalds die Webentwicklungs-Branche und unterstreicht die Rolle der (Online-) Redakteure bei der Entstehung und Betreuung von Web-Sites.

Der Titel dieses Artikels verspricht viel – “The Cure for Content-Delay Syndrome” und hält etwas ganz anderes. Pepi Ronalds – Geschäftsführerin der australischen Webdesign Agentur reactive – hat zwar nicht das Allheilmittel gegen das Phänomen verspätet abgegebener Texte gefunden, dafür hält sie ein aufschlussreiches Plädoyer für den Online-Redakteur. Und hat dabei ganz ähnliche Vorstellungen von seinen Aufgaben und Fähigkeiten wie ich sie habe.
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Persona grata

In dem Beitrag “Nur für Uschi” habe ich aufgezeigt, wie Personas die Zielgruppe für Online-Redakteure greifbarer machen. Als Ergänzung dazu hier ein aktuelles Interview mit Steve Mulder: “Making Personas Work for Your Web Site“. Steve Mulder ist Persona-Experte und hat zum Thema ein Buch veröffentlicht mit dem weisen Titel “The user is always right“. Da bin ich ganz seiner Meinung.

Berufsbild: Online-Redakteur

Unter dem Titel: “Job Porträt Online-Redakteur” beschreibt glamour.de das Berufsbild folgendermaßen:

glamouronlineredakteur.jpg

Bildunterschrift: “Gerne am PC arbeiten”.  Ja, ihr sieht man den Spaß an der Arbeit an. Was im Artikel steht? Ist das wirklich so wichtig?