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	<title>text-gold.de &#187; Nachricht</title>
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	<description>Online-Redaktionen, Online-Redakteure, Online-Texte</description>
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		<title>Modularisiertes und plattformunabh&#228;ngiges Schreiben</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 05:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozesse in Online-Redaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[mediengerechtes Aufbereiten von Informationen.]]></category>
		<category><![CDATA[Modularisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachricht]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur f&#252;r Spiegel.de &#38; Co &#8211; das nachrichtliche Schreiben ist f&#252;r fast alle Arten von Web-Sites relevant. &#220;ber die Pyramide als Modell f&#252;r eine Nachricht habe ich ja schon eine kleine Reihe geschrieben. Jetzt hat die Nachrichten-Agentur Associated Press (AP) ein neues Modell entwickelt, wie sie ihre Nachrichten aufbereiten wird. Dabei geht es weniger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur f&#252;r Spiegel.de &amp; Co &#8211; das nachrichtliche Schreiben ist f&#252;r fast alle Arten von Web-Sites relevant. &#220;ber die Pyramide als Modell f&#252;r eine Nachricht habe ich ja schon <a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/" target="_blank">eine kleine Reihe</a> geschrieben.  Jetzt hat die Nachrichten-Agentur <a href="http://www.ap.org/" target="_blank">Associated Press (AP)</a> ein neues Modell entwickelt, wie sie ihre Nachrichten aufbereiten wird. Dabei geht es weniger um den inhaltlichen Aufbau als um die <strong>Modulisierung der Informationen und die Bereitstellung f&#252;r unterschiedliche Plattformen</strong>.<span id="more-206"></span></p>
<p><a href="http://www.editorsweblog.org/analysis/2008/05/associated_press_20_123_filing_for_all_s.php" target="_blank">Das 1-2-3-Model</a></p>
<ol>
<li>Schritt:<br />
AP liefert eine einfache <strong>&#220;berschrift</strong>, ungef&#228;hr 50 Zeichen lang, f&#252;r Eilmeldungen</li>
<li>Schritt:<br />
&#8220;AP News Now&#8221;: Die Agentur produziert eine <strong>130-W&#246;rter umfassende Zusammenfassung</strong> der Geschichte, in einem plattformunabh&#228;ngigen Stil, die sowohl als Rundfunktext vorgelesen, online ver&#246;ffentlicht oder gedruckt werden kann.</li>
<li>Schritt:<br />
Dann &#252;berlegen sich AP-Redakteure und Reporter den besten Weg &#8211; oder die besten Medien &#8211; um die <strong>ganze Geschichte</strong> zu erz&#228;hlen. In einigen F&#228;llen wird das eine 500-W&#246;rter-Geschichte sein. In anderen sind interaktive Grafiken oder Videos angebrachter. Einige Geschichten werden keinen 3-Schritt haben, da f&#252;r sie der 130-W&#246;rter-Text reicht. Einige Geschichten werden sicher mehrere weiterf&#252;hrende Str&#228;nge haben.</li>
</ol>
<p>Die Vertiefung einer Geschichte muss also nicht noch ein Text sein &#8211; das zeigt, dass sich die <strong>Entwicklungen im Online-Bereich in Richtung Multimedia</strong> jetzt wirklich durchgesetzt haben.</p>
<p>Der andere Aspekt, der mich wirklich interessiert, ist, was den <strong>plattformunabh&#228;ngigen Stil kennzeichnet</strong>. Bisher habe ich keine Angaben gefunden, wie AP das genau versteht. Au&#223;er der Tatsache, dass es immer im Pr&#228;sens geschrieben ist.</p>
<p>Nicht nur Nachrichten-Agenturen auch <strong>Unternehmen</strong> sind heute herausgefordert, ihre Informationen auf <strong>unterschiedlichen Kan&#228;len zu ver&#246;ffentlichen</strong>. Das hei&#223;t, sie m&#252;ssen Informationen so aufbereiten, dass sie schnell und ohne gro&#223;en Aufwand etwa f&#252;r einen Firmenprospekt oder eine Mitarbeiterzeitschrift gedruckt oder auf der Web-Site ver&#246;ffentlicht werden k&#246;nnen.</p>
<p>Auf der Web-Site selbst braucht man oft zum selben Thema <strong>Texte mit unterschiedlicher Informationstiefe</strong>: Eine &#220;berschrift auf der Startseite, den 130-W&#246;rter-Artikel (kann man bei den meisten Layouts lesen ohne zu scrollen!) zur ersten Orientierung auf einer hohen Hierarchie-Ebene. Und die ausf&#252;hrlichen Infos f&#252;r Leser mit weitergehendem Interesse. Hier kann man sich gut an dem 1-2-3-Modell orientieren.</p>
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		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 4)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 06:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[7 Ws]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Text]]></category>
		<category><![CDATA[Pyramide]]></category>
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		<category><![CDATA[umgekehrte Pyramide]]></category>

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		<description><![CDATA[Langeweile vermeiden &#8211; so schreiben Sie eine &#8220;gute Pyramide&#8221;. Wie in Teil 3 gezeigt: Die umgekehrte Pryramide ist in vielen F&#228;llen f&#252;r Online-Texte ideal &#8211; selbstverst&#228;ndlich gilt das nicht f&#252;r alle Texte. Kommentare, Features, Reportagen etwa m&#252;ssen v&#246;llig anders konzipiert werden. F&#252;r die Artikel, die schnell informieren sollen, bleibt die Pyramide &#8211; allen Unkenrufen zum Trotz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Langeweile vermeiden &#8211; so schreiben Sie eine &#8220;gute Pyramide&#8221;.</strong></p>
<p>Wie in <a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-3/">Teil 3</a> gezeigt: Die umgekehrte Pryramide ist in vielen F&#228;llen <strong>f&#252;r Online-Texte ideal</strong> &#8211; selbstverst&#228;ndlich gilt das nicht f&#252;r alle Texte. Kommentare, Features, Reportagen etwa m&#252;ssen v&#246;llig anders konzipiert werden. F&#252;r die Artikel, die schnell informieren sollen, bleibt die Pyramide &#8211; allen Unkenrufen zum Trotz &#8211; ein gutes Modell.  Sofern es richtig angewandt ist, denn es ist unter Umst&#228;nden nicht so einfach, den <strong>strengen Regeln zwar zu folgen</strong>, aber trotzdem keinen auswechselbaren, <strong>stereotypen Artikel</strong> zu produzieren.<span id="more-85"></span></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=103835">Roy Peter Clark</a> &#8211; Schreibtrainer von The Poynter Institute &#8211; gibt Ihnen Tipps, wie Sie Langeweile vermeiden und eine gute Pyramide schreiben:</p>
<ul>
<li>Halten Sie den <strong>Artikel kurz</strong>! Die Pyramide eigenet sich nicht f&#252;r l&#228;ngere Texte.</li>
<li>Verschie&#223;en Sie Ihr Pulver nicht! Bewahren Sie ein paar <strong>interessante Aspekte f&#252;r den Schlu&#223;</strong> auf &#8211; auch wenn nat&#252;rlich der Anfang wichtiger ist, als das Ende.</li>
<li>Platzieren Sie die Hintergrundinformationen <strong>nahe ans</strong> Ende , nicht <strong>am</strong> Ende des Artikels.</li>
<li>Achten Sie beim &#220;berarbeiten darauf, dass in <strong>jedem Absatz mindestens ein interessantes Element</strong> vorhanden ist.</li>
<li>Wenn Ihnen die interessanten Elemente ausgehen: <strong>STOP</strong>!</li>
</ul>
<p>Nat&#252;rlich h&#228;ngt die Qualit&#228;t eines Artikels nicht nur von der Darstellungsform ab &#8211; aber wie dem Leser Information servieren, ist ein wichtiges Kriterium daf&#252;r, ob er mehr als die &#220;berschrift liest. Und f&#252;r informative Texte gilt, was <a target="_blank" href="http://www.sr-online.de/nachrichten/722/2359.html">Josef Ohler</a> &#252;ber <a target="_blank" href="http://www.dfjv.de/index.php?id=40&amp;kat=47#jt101">die Nachricht geschrieben</a> hat:</p>
<blockquote><p>F&#252;r viele Journalisten mag die Nachricht Schwarzbrot sein. Aber gerade gutes Schwarzbrot ist f&#252;r den Kenner ein kulinarischer Hochgenuss. Gute Nachrichten zu schreiben bleibt deshalb eine gro&#223;e journalistische Herausforderung.&#8221;</p></blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/">Teil 1</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/">Teil 2</a><br />
<a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-3/">Teil 3</a></p>
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		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 3)</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Dec 2007 06:12:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
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		<category><![CDATA[umgekehrte Pyramide]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Prinzip der &#8220;umgekehrten Pyramide&#8221; passt sehr gut ins Web und bietet sich f&#252;r Online-Texte an. Die &#8220;umgekehrte Pyramide&#8221; ist &#8211; wie ich in Teil 2 dieser kleinen Folge dargelegt habe &#8211; schon ziemlich alt: Sie ist seit dem 19. Jahrhundert in den Zeitungen zu finden, ist &#252;ber die Radio-Nachrichten ins Fernsehen gekommen und hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Prinzip der &#8220;umgekehrten Pyramide&#8221; passt sehr gut ins Web und bietet sich f&#252;r Online-Texte an.</strong></p>
<p>Die &#8220;umgekehrte Pyramide&#8221; ist &#8211; wie ich in <a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a> dieser kleinen Folge dargelegt habe &#8211; schon ziemlich alt: Sie ist seit dem 19. Jahrhundert in den Zeitungen zu finden, ist &#252;ber die Radio-Nachrichten ins Fernsehen gekommen und hat auch den Sprung ins Internet geschafft. Hier hat Jakob Nielsen kr&#228;ftig nachgeholfen. 1996 zeigt er, welche Vorteile &#8220;<a href="http://www.useit.com/alertbox/9606.html" target="_blank">Inverted pyramids in Cyberspace</a>&#8221; haben: <span id="more-84"></span>Da User nicht scrollen (so seine damalige Ansicht, die er inzwischen revidiert hat), sei es entscheidend, die wichtigsten <strong>Informationen auf einer Bildschirmseite</strong> zusammenzufassen. Erst wenn sie diese Infos als interessant einstufen, lesen sie den weiteren Text (und scrollen nat&#252;rlich). Und die meisten Anleitungen f&#252;r das Schreiben im Netz haben die umgekehrte Pyramide in ihr Repertoire &#252;bernommen, denn tats&#228;chlich <strong>passt sie sehr gut ins Web</strong>:</p>
<p><strong>Hypertext-Prinzip</strong><br />
Hypertext-Systeme &#8211; wie das Web eines ist &#8211; sind aus zahlreichen <strong>Knoten</strong> (Texten) aufgebaut, die miteinander &#8211; per <strong>Links</strong> &#8211; verkn&#252;pft sind. Das geht am besten, wenn die einzelnen Texte eher kurz sind und f&#252;r sich selbst stehen k&#246;nnen, d.h. ohne zus&#228;tzliche Infos verst&#228;ndlich sind &#8211; genau daf&#252;r bietet sich die Pyramide an. Komplexere Themen werden nicht in l&#228;ngeren Texten abgehandelt, sondern durch eine gut gew&#228;hlte Verlinkung aufgeteilt. Auch hier bietet das <strong>Pyramidenmodell Strukturierungshilfen</strong>. So kann z.B. nach der Beantwortung der wichtigsten W-Fragen, dem Leser die M&#246;glichkeit gegeben werden, die Hintergrundinformationen oder weniger wichtigere Details in eigener Regie (und eigener Reihenfolge) abzurufen.</p>
<p><strong>User</strong><br />
Hier sind die meisten User auf der Suche nach <strong>schneller Information</strong> und eher auf &#220;berfliegen als auf gr&#252;ndliche Lekt&#252;re eingestellt, da ist ihm ein <strong>kompakter Lead</strong> rund um die wichtigsten Fakten lieber als z.B. an der Chronologie ausgerichtete Geschichten, die mit &#8220;Am Anfang war..&#8221; losgehen. Der User kann auch jederzeit aufh&#246;ren zu lesen, ohne dass ihm wichtige Fakten entgehen oder ohne dass ihm wichtige Details zum Verst&#228;ndnis der Geschichte fehlen. Ein entscheidender Punkt ist auch die Vertrautheit des User mit dem Aufbau &#8211; er kennt ihn aus fast allen Medien und wei&#223;, was ihn erwartet.</p>
<p><strong>Autoren<br />
</strong>Der Online-Autor kann profitieren, denn wenn er sich an den W-Fragen orientiert, die an der Spitze der Pyramide stehen, ist er sich sicher, dass er alles Notwendige recherchiert hat und dass er in seinem Text nichts vergessen hat. Auch stilistisch hat die Pyramide Auswirkungen, denn sie erh&#246;ht die <strong>Ausrichtung an sachlichen Gesichtspunkten</strong> &#8211; auch das ist dem User im Netz sehr wichtig.</p>
<p><strong>news aggregators<br />
</strong>Nicht selten lesen User die Inhalte <strong>nicht direkt auf der Web-Site</strong>, sondern laden sich z.B. News auf ihr Handy. Oder sie &#252;berfliegen die Google News Startseite, um sich zu informieren. Was sie da zu sehen bekommen, ist meistens die <strong>&#220;berschrift plus den ersten Abschnitt</strong> des Artikels. Im Fall der &#8220;umgekehrten Pyramide&#8221; findet er hier die wichtigsten Fakten. Eigenartigerweise spricht das f&#252;r die <a href="http://www.siliconvalleywatcher.com/mt/archives/2006/02/the_inverted_py.php" target="_blank">Gegner</a> gegen die Pyramide, denn das halte den User davon ab, auf die Original-Site zu klicken. Eine merkw&#252;rdige Argumentation, denn ein Verzicht auf einen Lead w&#252;rde ja auch nicht dazu f&#252;hren, dass auf die Original-Site geklickt wird. Und ein schlechter, nicht entsprechend der umgekehrten Pyramide strukturierter Lead w&#252;rde sogar eher das Gegenteil bewirken: Die User sind nicht motiviert, die Original-Web-Site zu besuchen.</p>
<p><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/" target="_blank">Teil 1</a></p>
<p><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a></p>
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		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 2)</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 06:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte der Entstehung der umgekehrten Pyramide bietet einige &#220;berraschungen. Die Kritiker der umgekehrten Pyramide verweisen nicht selten darauf hin, dass sie ja eigentlich nur ein Produkt nicht ausreichend entwickelter Technologie sei. Hier die landl&#228;ufige Erkl&#228;rung der Enstehung: Zur Zeit des Amerikanischen B&#252;rgerkriegs (1861-1865) waren die Telegrafenverbindungen noch so st&#246;ranf&#228;llig, dass oft nur der Anfang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte der Entstehung der umgekehrten Pyramide bietet einige &#220;berraschungen.</strong></p>
<p>Die Kritiker der umgekehrten Pyramide verweisen nicht selten darauf hin, dass sie ja eigentlich nur ein Produkt nicht ausreichend entwickelter Technologie sei. <a href="http://www.nzz.ch/2005/07/29/em/articleCOITP.html" target="_blank">Hier</a> die landl&#228;ufige Erkl&#228;rung der Enstehung:<span id="more-83"></span></p>
<p>Zur Zeit des <strong>Amerikanischen B&#252;rgerkriegs</strong> (1861-1865) waren die <strong>Telegrafenverbindungen</strong> noch so st&#246;ranf&#228;llig, dass oft nur der Anfang eines Gefechtsberichts die Redaktionen erreichte. War der Bericht chronologisch aufgebaut, so kam das Wesentliche, n&#228;mlich der Ausgang des Vorgangs, nicht beim Adressaten an. Deshalb gingen die Reporter &#252;ber, die Nachricht in zwei Abschnitten zu &#252;bermitteln: Zun&#228;chst den <strong>Lead</strong>, in dem das Wichtigste zusammengefasst wurde, daran schloss der <strong>Nachrichtenk&#246;rper</strong> an, der detailliertere Zusatzinformationen enthielt. Das ist eine sch&#246;ne Geschichte, die auch ganz nachvollziehbar ist. Und tats&#228;chlich ist sie Wasser auf den M&#252;hlen der Kritiker, denn die Qualit&#228;t der Telegrafenverbindungen spielt heute keine Rolle mehr.</p>
<p>Doch wie viele sch&#246;ne Geschichten hat sie einen Haken: <strong>Sie stimmt nicht</strong>. Wie <a href="http://www.scripps.ohiou.edu/mediahistory/mhmjour1-1.htm" target="_blank">Marcus Errico</a> nachgewiesen hat, hat sich der Pyramidenstil erst zwischen 1875 und1895 durchgesetzt &#8211; zu dieser Zeit hatte die Telegrafentechnik l&#228;ngst schon die ihre Kinderkrankheiten hinter sich.</p>
<p>Was waren dann die Gr&#252;nde f&#252;r die Entstehung? <a href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-phil.-horst-pottker-5.html" target="_blank">Horst P&#246;ttker</a> hat die Umst&#228;nde n&#228;her untersucht und <a href="http://www.nzz.ch/2005/07/29/em/articleCOITP.html" target="_blank">kommt zu einem interessanten Schluss</a>: Die Entstehung der Pyramide f&#228;llt in diesselbe Zeit, in der in den amerikanischen Redaktionen das <strong>Publikum entdeckt</strong> wurde. Die Texte wurden nach Ressorts sortiert, Textumfang und Satzl&#228;nge gingen zur&#252;ck, Zeichnungen zur Illustration eingesetzt und &#220;berschriften verwendet. Alles Ma&#223;nahmen, die dazu dienen sollten, die Zeitungen <strong>leserfreundlicher</strong> zu gestalten:</p>
<blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Nachrichten in Pyramidenform zu schreiben dient (&#8230;)  der kommunikativen Qualit&#228;t des journalistischen Produkts, indem es auch bei fl&#252;chtigem Lesen die Aufnahme der wichtigsten Informationen erlaubt. Es ist daher nicht &#252;berraschend, dass sich diese Nachrichtenform gleichzeitig mit anderen rezeptionsanregenden Gestaltungsmitteln im amerikanischen Journalismus verbreitet hat.&#8221; (P&#246;ttker)</p></blockquote>
</blockquote>
<p>Hellh&#246;rig macht mich hier, dass bei der Entstehung der umgekehrten Pyramide sowohl die Ausrichtung auf den Rezipienten als auch das &#8220;fl&#252;chtige&#8221; Lesen ein Rolle gespielt hat. Das sind Faktoren die f&#252;r den Online-Bereich von besonderem Belang sind.</p>
<p>(Fortsetzung folgt &#8211; <a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-1/" target="_blank">hier Teil 1</a>)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Auf die Spitze getrieben (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 05:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
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		<description><![CDATA[Die umgekehrte Pyramide ist ein wichtiges Strukturierungsprinzip f&#252;r Nachrichten und f&#252;r Online-Texte &#8211; es ist aber nicht unumstritten. Das erste Gebot f&#252;r den (Nachrichten-)Redakteur lautet &#8220;Das Wichtigste geh&#246;rt an den Anfang&#8221;. Der weitere Aufbau folgt dann dem Prinzip der umgekehrten Pyramide: Darstellung angelehnt an Thomas Kropf &#8220;Nachrichten-Aufbau&#8220;. Im Mittelpunkt steht der Leadsatz, der die Fakten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die umgekehrte Pyramide ist ein wichtiges Strukturierungsprinzip f&#252;r Nachrichten und f&#252;r Online-Texte &#8211; es ist aber nicht unumstritten</strong>.</p>
<p>Das erste Gebot f&#252;r den (Nachrichten-)Redakteur lautet &#8220;Das Wichtigste geh&#246;rt an den Anfang&#8221;. Der weitere Aufbau folgt dann dem Prinzip der umgekehrten Pyramide:<span id="more-72"></span></p>
<p><img src="http://www.text-gold.de/wp-content/klassischepyramide.jpg" alt="klassischepyramide.jpg" /></p>
<p><em>Darstellung angelehnt an Thomas Kropf &#8220;</em><em><a href="http://homepage.hispeed.ch/thomas.kropf/Texte/Artikel%20Publizistik.pdf" target="_blank">Nachrichten-Aufbau</a></em><em>&#8220;.</em></p>
<p>Im Mittelpunkt steht der <strong>Leadsatz</strong>, der die Fakten erh&#228;lt und den wichtigsten Informationsinhalt an den Anfang setzt. So kann der Leser, H&#246;rer oder Zuschauer anhand der Fakten entscheiden, ob ihn die Nachricht interessiert und er dranbleibt oder weiterliest. Dieses g&#228;ngige Prinzip passt aus diesem Grund f&#252;r das Schreiben von Online-Texten &#8211; der Leser braucht nur den Anfang zu &#252;berfliegen um zu entscheiden, er muss nicht scrollen, um an die wichtigsten Informationen zu kommen.</p>
<p>Klingt gut, einfach und einleuchtend. Doch nicht f&#252;r alle, denn f&#252;r die Kritiker ist es die &#8220;Anti-Story&#8221; schlechthin. Die Kontra-Seite vertritt u. a. <a href="http://www.poynter.org/profile/profile.asp?user=2677" target="_blank">Don Fry vom Poynter Institute</a> vehement. Er hat die umkehrte Pyramide <a href="http://www.poynter.org/content/content_view.asp?id=67169" target="_blank">bezeichnet</a> als, &#8220;(&#8230;) die schlechteste Form, die jemals geschaffen wurde, um etwas einer anderen Person mit Worten zu erkl&#228;ren.&#8221; Und so stellt sie sich ihm in etwa dar:</p>
<p><img src="http://www.text-gold.de/wp-content/umgekehrtepyramideklein.jpg" alt="umgekehrtepyramideklein.jpg" /><a href="http://www.poynter.org/column.asp?id=78&amp;aid=132803"></a></p>
<p>Sieht nicht gut aus, nicht wahr? Es deutet alles darauf hin, dass niemand die Geschichte bis zum Ende liest, denn sie hat &#8211; anders als die herk&#246;mmlichen Geschichten &#8211; zwar einen starken Anfang, aber weder eine Mitte geschweige denn ein Ende. Das seien die tradierten Elemente des Geschichten-Aufbaus, die der Leser erwarte, bei ihm Interesse wecken und ihm das Verst&#228;ndnis erleichtern, so Don Fry in seinem Tipp &#8220;<a href="http://www.asne.org/index.cfm?ID=2137" target="_blank">Writers should avoid the <em>perverted</em> pyramid</a>&#8220;. Der Pyramidenaufbau erschwere das Verst&#228;ndnis, weil der Leser Hintergrund-Informationen brauche, um die Fakten einordnen zu k&#246;nnen.</p>
<p>Auch <a href="http://www.nieman.harvard.edu/narrative/digest/resources/bios/desilva-b.html" target="_blank">Bruce deSilva</a> &#8211; Schreibtrainer bei &#8220;The Associated Press&#8221; &#8211; <a href="http://www.ocregister.com/nww/speakers_sked.shtml#desilva" target="_blank">ruft zum Boykott auf</a>: &#8221; Stop using the inverted pyramid structure. We’re training readers to not read all the way to the end because there’s nothing for them there.&#8221;</p>
<p>Und Artikel, die nicht zu Ende gelesen werden, k&#246;nnen ja kein Ziel f&#252;r den Autor sein. Sollen wir jetzt also die umgekehrte Pyramide verabschieden und uns nach Alternativen umsehen?</p>
<p>(Fortsetzung folgt)</p>
<ul>
<li><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a>: Die Geschichte der Entstehung der umgekehrten Pyramide bietet einige &#220;berraschungen.</li>
<li><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-3/" target="_blank">Teil 3</a>: Das Prinzip der “umgekehrten Pyramide” bietet sich f&#252;r Online-Texte an</li>
<li><a href="http://www.text-gold.de/qualitaet-fuer-online-texte/auf-die-spitze-getrieben-teil-4/" target="_blank">Teil 4</a>: Langeweile vermeiden &#8211; so schreiben Sie eine “gute Pyramide”.</li>
</ul>
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