Tag Archiv: Motivation

Enterprise 2.0-Forum: Unternehmenskultur entscheidet

Auf dem Enterprise 2.0-Forum stehen die Potentiale und Herausforderungen des Web 2.0 für Unternehmen im Vordergrund. Für aexea hat Heidi-Vanessa Krestel das Forum besucht. Sie schreibt gerade ihre Diplomarbeit für ihr Journalistik-Studium über die Anforderungen von Web 2.0 an die Unternehmenskommunikation. Ein Projekt, das wir bei aexea unterstützen.

Hier ihre Eindrücke von dem Kongress:

Im Mittelpunkt des Enterprise 2.0 Forums am 14. und 15. April 2010 in Köln standen die Ausprägungen von  Social Software, mit Instrumenten wie Blogs, Wikis und Social Networks, die die Kommunikation von Unternehmen zunehmend verändern. Neue Herausforderungen erfordern innovative Ansätze. Erfolgsfaktoren für eine gelungene Kommunikation wurden durch praktische Beispiele aus dem Unternehmensalltag veranschaulicht.

Los ging es am 14. April mit zwei Seminaren zu „Social Messaging“ und „Wikis“, gefolgt von einem gemeinsamen Abendessen der Referenten und Teilnehmer des Enterprise 2.0 Forums.
Am nächsten Tag stellten Kommunikationsexperten verschiedener Branchen Ihre Erfahrungen zu Enterprise 2.0 vor. Dazu zählten Euan Semple (Enterprise 2.0 Experte, UK), Jamil Ouaj (Deutsche Bank), Miriam Schittkowski (HAVI Logistics IS), Rainer Warmdt (Zumtobel Group), Michael Hafner (Erste Bank Group) sowie Susanne Möhrl (Siemens).

Außerdem gab es Executive Roundtables (Diskussionen) zu den Themen User Generated Content, Governance und Business Case. Sie standen unter dem Motto „Social Software als Treiber für das Wissens- und Innovationsmanagement„.

Die Erfolgsfaktoren von Enterprise 2.0

Anforderungen an das System

  • Einfache Suche
  • Einfache und transparente Kommunikation
  • Leichte Benutzerfreundlichkeit / Usability

Anforderungen an Mitarbeiter und Management

  • Mitarbeiter aktiv miteinbeziehen, Beispiel: ein Wiki muss „leben“
  • Management sollte Enterprise 2.0-Instrumente unterstützen und genügend Ressourcen zur Verfügung stellen, z.B. Arbeitszeit der Mitarbeiter
  • „Wiki-Gärtner“ (Admins) sollten Wiki regelmäßig pflegen

Mein Fazit: konservative Unternehmenskultur als Stolperstein

Unternehmen erkennen immer stärker, wie wichtig Enterprise 2.0 für die Kommunikation ist, Tendenz steigend. In der Praxis gibt es aber noch Stolpersteine, wie zum Beispiel der Einsatz von Enterprise 2.0 in konservativen Unternehmen, in denen Mitarbeiter erst motiviert und überzeugt werden müssen, neue Technologien in die tägliche Kommunikation zu integrieren.
(Heidi-Vanessa Krestel)

Web 2.0 im Intranet – wie sieht der Web-2.0-Mitarbeiter aus?

Nicht die ungewohnte Technik ist das Problem bei der Einführung von Web-2.0-Tools in Unternehmen. Die größten Hindernisse sind fehlende Unterstützung vom Management und zu wenig Beteiligung der Mitarbeiter. Bisher wurde häufig argumentiert, dass beides zusammenhängt: Es sollte doch die obere Managementebene fleißig ihre Blogbeiträge schreiben, dann werde das Fußvolk schon nachziehen.
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Das Schreckgespenst guter Texte im Internet, Intranet und Extranet

AGABU – Alles Ganz Anders Bei Uns – das Schreckgespenst des Online-Redakteur-Trainers. Und AGABU ist auch als der größte Feind des Wissens und Lernens ausgemacht worden – in einer Studie zum „Wissenmanagement und Wissensbilanzierung“ in Baden-Württemberg : 82% der Befragten gaben an, der Grund für Widerstände bei der Neuentwicklung und Übernahme von Wissen läge vor allem darin, dass Mitarbeiter in hohem Maße an ihren Gewohnheiten und Routinen hingen.

Mit solchen Widerständen verschließen sich Menschen gut gemeinten und meist sogar bezahlten – also erwünschten – Ratschlägen. Und verpassen dabei häufig die Chance, sich neue Kompetenzen anzueignen oder die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Für das Schreiben im Internet, Intranet oder Extranet heißt das, so weiter schreiben, wie man es eben immer gemacht hat: In Briefen, auf Broschüren oder Magazinartikeln. Dabei kann man relativ leicht lernen, gute Online-Texte zu verfassen, die medienadäquat aufbereitet und leicht zu lesen sind.

Im Beratungsgeschäft ist AGABU das Killer-Argument: Der Beratene wehrt sich gegen die anstehenden Veränderungen und will jede Diskussion darüber beenden. Wahrscheinlich macht er das vor allem aus Zeitmangel oder aus Angst vor Neuem. Wie soll man damit umgehen? Der Berater muss darauf eingehen, verstehen, welche Bedenken wirklich dahinter stecken, versuchen sie auszuräumen und vor allem klar darstellen, was gute Texte auszeichnet. Bei Online-Texten hilft vor allem die Tatsache, dass jeder Autor gleichzeitig auch User ist. In diesem Sinne – ich freu’ mich auf die nächsten Seminare „Texten im Internet“.

Klein, aber oho?

Serie Motivation – Größe der Redaktion (Folge 3)
In bisher jeder Content Studie haben wir untersucht, wie viele Mitarbeiter eines Unternehmens als Online-Redakteure tätig sind. Hier die Ergebnisse der Content Studie 2007/1:
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Bildung macht den Meister

Serie Motivation – Ausbildung (Folge 2)

Nicht-Können als Motivationsfalle
Mangelnde Fähigkeiten und Fertigkeiten haben – auf den ersten Blick – mit Motivation nicht viel zu tun. Leistung wird oft als Produkt von Motivation und Fähigkeiten gehandelt: Tendiert einer der beiden Faktoren gegen Null, so ist auch das Produkt Null. Die Leistung leidet also immer. Bringt ein Mitarbeiter nicht die gewünschte Leistung, ist es an seinem Vorgesetzten, festzustellen, ob sein Mitarbeiter “nicht kann” oder “nicht will”.
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I can get (no) satisfaction

Serie Motivation – Einführung (Folge 1)
Nicht zufriedenstellend
Es liegt auf der Hand: Nur wer motiviert ist, etwas zu leisten, wird gute Leistungen erbringen. Das gilt für jede Berufsgruppe – und somit auch für Online-Redakteure. Wie drängend das Motivationsproblem in Online-Redaktionen ist, fiel mir spätestens in der ersten Content Studie im Jahr 2006 auf: Hier fanden wir heraus, dass der durchschnittliche Online-Redakteur in der Woche durchschnittlich 1,25 Artikel schreibt – eine verschwindend geringe Artikelzahl. Warum sind Online-Redakteure so unproduktiv? Meiner Meinung nach ist fehlende Motivation zumindest ein Einflussfaktor.
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Zuckerbrot und ?

Motivation von Online-Redakteuren

Motivation von Mitarbeitern und Einsatz von Anreizsystemen – in der Betriebswirtschaftslehre ein vieldiskutiertes Thema. Doch lassen sich die Konzepte auch auf Berufe übertragen, deren Arbeitserfolg schwer messbar ist, da er nicht über erwirtschafteten Gewinn oder Verkaufszahlen erhoben werden kann?

Wen ich im Blick habe, liegt auf der Hand: den Online-Redakteur. In vielen Gesprächen und Diskussionen habe ich erfahren, dass das Thema in vielen Unternehmen Brisanz hat. Die für die Bestückung der Website auserkorenen Redakteure liefern unregelmäßig und unter dem Strich zu wenige Artikel, die oftmals den gewünschten Qualitätskriterien nicht entsprechen.

Um den vielfältigen Ursachen und Lösungsansätzen gerecht zu werden, werde ich diesem Thema bei Text-Gold eine besondere Rolle einräumen: In Form einer Serie werde ich meine Überlegungen in regelmäßigen Abständen veröffentlichen – und hoffe, dass Sie sich aktiv mit eigenen Anregungen beteiligen.