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	<title>text-gold.de &#187; Glaubwürdigkeit</title>
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	<description>Online-Redaktionen, Online-Redakteure, Online-Texte</description>
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		<title>Zeitreise in den jetzt.de-Kosmos &#8211; ein Interview mit Dirk von Gehlen (Teil1)</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 08:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozesse in Online-Redaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[journalistische Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[usergenerated content]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich freue mich sehr, Ihnen ein ganz besonderes Adventsspecial auf text-gold anbieten zu k&#246;nnen: Ein ausf&#252;hrliches Interview mit Dirk von Gehlen, Chefredakteur von jetzt.de &#8211; eine der aktivsten und erfolgreichsten Online-Communities f&#252;r junge Menschen. Dirk von Gehlen spricht &#252;ber Glaubw&#252;rdigkeit und journalistischen Kompetenzen und dar&#252;ber, wie die Grenzen zwischen Usern und Redakteuren unscharf werden. F&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>I</strong><strong>ch freue mich sehr, Ihnen ein ganz besonderes Adventsspecial auf text-gold anbieten zu k&#246;nnen: Ein ausf&#252;hrliches Interview mit <a title="Dirk von Gehlen - Digitale Notizen" href="www.dirkvongehlen.de?phpMyAdmin=bsbRWkUc8q-qniVfZa3xhc5Eja8" target="_blank">Dirk von Gehlen</a>, Chefredakteur von <a title="jetzt.de" href="www.jetzt.de?phpMyAdmin=bsbRWkUc8q-qniVfZa3xhc5Eja8" target="_blank">jetzt.de</a> &#8211; eine der aktivsten und erfolgreichsten Online-Communities f&#252;r junge Menschen. Dirk von Gehlen spricht &#252;ber Glaubw&#252;rdigkeit und journalistischen Kompetenzen und dar&#252;ber, wie die Grenzen zwischen Usern und Redakteuren unscharf werden.</strong></p>
<p>F&#252;r die Recherchen zum &#8220;<a title="www.aexea.de: " href="http://www.aexea.de/Wissen/Fachbuecher/Saim-Alkan-Handbuch-Online-Redaktion-a95.html" target="_blank">Handbuch Online-Redaktion</a>&#8220;  hatten wir 2002 zum ersten Mal mit Dirk von Gehlen gesprochen. Das war als &#8220;jetzt&#8221;, das Jugendmagazin der S&#252;ddeutschen Zeitung, an einem Wendepunkt stand: Die Printausgabe wurde eingestellt &#8211; ab diesem Zeitpunkt musste das Onlineangebot jetzt.de, das es auch schon seit 1995 gab, seinen Weg alleine machen. Jetzt.de setzte schon immer ganz auf die Beteiligung der Leser &#8211; noch bevor das Mitmachnetz angesagt war. Und ist damit sehr erfolgreich: jetzt.de erhielt <a title="Grimme Preistr&#228;ger 2006" href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=164" target="_blank">2006 den Grimme Online Preis</a> im Bereich Information &#8211; <a title="Presseportal: Axel-Springer-Preis f&#252;r junge Journalisten" href="http://www.presseportal.de/pm/6338/987059/axel_springer_ag" target="_blank">2007 den Axel-Springer Sonderpreis</a> &#8220;Internetjournalismus&#8221;.</p>
<p>Lesen Sie hier den 1. Teil des Interviews (Das Interview f&#252;hrte Adela Schneider)</p>
<p><em><strong>text-gold.de</strong>: Wir haben vor sechs Jahren bereits ein Interview gef&#252;hrt. Bei der Vorbereitung zu diesem Gespr&#228;ch habe ich es gelesen und bin &#252;berrascht, wie aktuell die dort angesprochenen Themen heute sind. Damals war User-generated Content eher eine diskutierte Randerscheinung &#8211; und geh&#246;rt heute zum Alltag im Netz. </em></p>
<p><em>Hat sich in den letzten Jahren etwas ver&#228;ndert oder ist nur jetzt etwas allt&#228;glicher geworden, was vorher ungew&#246;hnlich war?</em><span id="more-268"></span></p>
<p><strong>Dirk von Gehlen</strong>: Das, was damals das Besondere war, ist jetzt sehr viel normaler geworden. Es w&#228;re aber falsch anzunehmen, aktive User-Beteiligung sei heute normal. Es wird sehr viel von User-generated Content gesprochen und davon, den Nutzer ernst zu nehmen. Trotzdem dominiert das klassische Modell, w&#228;hrend sich dieses andere Modell, das den vernetzen Leser ernst nimmt, eher selten findet.</p>
<p>Die Leser ernst zu nehmen und in die redaktionelle Arbeit einzubinden ist ein wenig normaler geworden. Aber trotzdem wachsen nicht wahnsinnig viele Journalisten nach, die genau dieses Profil mitbringen.</p>
<p>In den Journalistenschulen stellt sich immer noch die Frage, ob die Betreuung von Leserkommentaren tats&#228;chlich zur journalistischen Arbeit geh&#246;rt.</p>
<p><em><strong>text-gold:</strong> Wenn Sie sich Ihre Antworten von 2002 anschauen,  sehen Sie Unterschiede in der redaktionellen Ausrichtung?</em></p>
<p><strong>Dirk von Gehlen</strong>: Ich bin etwas &#252;ber den Punkt gestolpert, dass wir keine klassischen journalistischen Regeln br&#228;uchten. Ich finde die klassischen Regeln gelten heute noch, aber ihre Auslegung und die Fokussierung &#228;ndern sich. F&#252;r eine eindimensionale Sicht auf den Journalismus halte ich die klassische journalistische Herangehensweise mit der Haltung: „Ich bin kl&#252;ger als mein Leser und ich teile ihm etwas mit und mache den Leser auch etwas kl&#252;ger.&#8221; Heute kommt die klassische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_(Nachrichtenforschung)" target="_blank">Gatekeeper</a>-Funktion mit dem Fokus auf die Auswahlkompetenz st&#228;rker zum Tragen. Die Haltung zum Leser definiere ich eher mit dem Satz: „Ich kann dir einen Hinweis geben in einem un&#252;bersichtlichen Umfeld. Das halte ich aus deiner Perspektive f&#252;r relevant.&#8221;</p>
<p><em><strong>text-gold: </strong></em><em>Genau das machen Sie bei jetzt.de. Sie geben Redaktionsempfehlungen f&#252;r die User. </em></p>
<p><strong>Dirk von Gehlen</strong>: Ja, wir w&#228;hlen jeden Tag aus der S&#252;ddeutschen Zeitung des Folgetages die unserer Meinung nach relevantesten, spannendsten Texte f&#252;r junge Leser aus. Ich halte die Auswahlleistung f&#252;r grundlegend im Online-Journalismus.</p>
<p>Das zweite ist die Glaubw&#252;rdigkeit. Die Leute sind auf der Suche nach glaubw&#252;rdiger Information. Die S&#252;ddeutsche Zeitung ist eine verl&#228;ssliche Quelle. Das hat auch f&#252;r j&#252;ngere Leser einen hohen Wert. Einzelne Journalisten stehen f&#252;r das Vertrauen und b&#252;ndeln sozusagen Auswahlkompetenz und Glaubw&#252;rdigkeit. Ich halte beispielsweise Google-News durchaus nicht f&#252;r ein schlechtes Angebot. Wenn ich aber jetzt wirklich wissen will, wie ist das jetzt mit Clinton und Obama, dann gehe ich auf die sueddeutsche.de. Denn da wei&#223; ich, sie haben eigen Korrespondenten vor Ort, die direkt Informationen sammeln und an der Situation n&#228;her dran sind.</p>
<p>Die dritte wichtige journalistische Kompetenz ist meiner Meinung nach die Dialogf&#228;higkeit. Dazu geh&#246;rt auch z.B, Fehler einzugestehen. Glaubw&#252;rdigkeit entsteht sicher nicht dadurch, dass man so tut, als ob man per se kl&#252;ger sei. Kl&#252;ger ist es vielmehr, seine eigenen Schw&#228;chen nicht zu verbergen und vor allem den Entstehungsprozess des Produktes transparent zu halten.</p>
<p>Lesen Sie auch <a href="../organisation-von-online-redaktionen/zeitreise-in-den-jetztde-kosmos-ein-interview-mit-dirk-von-gehlen-teil-2/" target="_blank">Teil 2</a>, <a href="../internes/dirk-von-gehlen-chefredakteur-von-jetztde-im-interview-teil-3/" target="_blank">Teil 3</a> und <a href="zeitreise-in-den-jetztde-kosmos-ein-interview-mit-dirk-von-gehlen-teil-4" target="_blank">Teil 4</a></p>
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		</item>
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		<title>Glaubw&#252;rdigkeit im Netz &#8211; Theorie und Praxis</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 05:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internes]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktualität]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Neben Aufmerksamkeit, ist Glaubw&#252;rdigkeit die gro&#223;e Herausforderung im Netz. Jeder kann Inhalte einstellen, doch wem kann man glauben? Ein Thema mit vielen Facetten und Standpunkten, das ich umso spannender finde, je mehr ich mich damit besch&#228;ftige. Madlen Manteufel wird es hoffentlich ebenso gehen, denn sie wird sich in n&#228;chster Zeit sehr intensiv wissenschaftlich mit dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben Aufmerksamkeit, ist Glaubw&#252;rdigkeit die gro&#223;e Herausforderung im Netz. Jeder kann Inhalte einstellen, doch wem kann man glauben? Ein Thema mit vielen Facetten und Standpunkten, das ich umso spannender finde, je mehr ich mich damit besch&#228;ftige. <a href="http://www.communicationmanagement.de/index.php?id=1304" target="_blank">Madlen Manteufel</a> wird es hoffentlich ebenso gehen, denn sie wird sich in n&#228;chster Zeit sehr intensiv wissenschaftlich mit dem Thema befassen. &#8220;<strong>Glaubw&#252;rdigkeit in der Online-Kommunikation</strong>&#8221; &#8211; das ist der Arbeitstitel ihrer Dissertation und des Seminars, das sie in diesem Semester im <a href="http://www.kmw.uni-leipzig.de/" target="_blank">Institut f&#252;r Kommunikations-und Medienwissenschaft</a> der Uni Leipzig anbietet.  In diesem Rahmen habe ich einen <strong>kleinen Gastvortrag &#252;ber &#8220;Glaubw&#252;rdigkeit aus Sicht von Organisationen&#8221; gehalten</strong>.<span id="more-204"></span> Und bin auf ein echtes Fachauditorium gesto&#223;en, das sich tiefergehend mit dem Ph&#228;nomen Glaubw&#252;rdigkeit in den Medien auseinandergesetzt hat und das in den n&#228;chsten Wochen  auch noch tun wird. Klar, dass an der Uni die <strong>theoretischen Grundlagen</strong> wichtig sind. Es werden&#8230;</p>
<ul>
<li>&#8230; unterschiedliche <strong>Konzepte</strong> von Glaubw&#252;rdigkeit vorgestellt.</li>
<li>&#8230; der Faktor Glaubw&#252;rdigket in der <strong>Unternehmenskommunikation</strong> bewertet.</li>
<li>&#8230; die Traditionen der <strong>Glaubw&#252;rdigkeitsforschung</strong> vorgestellt.</li>
</ul>
<p>Doch die Studenten sollen auch die Praxis kennen lernen. Und daf&#252;r kam ich nach Leipzig. Tats&#228;chlich hat sich nach dem Vortrag eine interessante Diskussion entsponnen, wie sich die <strong>Ergebnisse der Konzepte und Analysen in die Praxis umsetzen lassen</strong>. Viele theoretische Erkenntnisse klingen sehr einleuchtend und in vielen Online-Redaktionen ist man sehr bestrebt sie auch zu leben. Denn ob eine Web-Site den Usern glaubw&#252;rdig erscheint, <a href="http://www.contentmanager.de/magazin/artikel_1129_erfolg_website_glaubwuerdigkeit.html" target="_blank">entscheidet meiner Meinung nach &#252;ber den Erfolg der Web-Site</a>.</p>
<p>Doch im Alltag von Online-Redaktionen gibt es eine Menge kleiner Stolperfallen, die sich in der Summe auch auf die Glaubw&#252;rdigkeit auswirken k&#246;nnen:</p>
<ul>
<li>Texte, die einen Tick zu werblich sind &#8211; aber ein Projektleiter m&#246;chte ihn unbedingt so haben</li>
<li>uneinheitliche Rechtschreibung &#8211; weil der Style Guide wegen zu hohem Arbeitspensum nicht auf dem Laufenden gehalten wird.</li>
<li>bei sehr vielen Texten ist es sehr aufwendig, alle Quellenangaben zu recherchieren und zu &#252;berpr&#252;fen.</li>
<li>Und nicht selten stehen akribischen Quellenangaben Usability-Aspekte entgegen.</li>
</ul>
<p>Nicht selten sind <strong>Aktualit&#228;tsdruck</strong> und <strong>personelle Unterbesetzung</strong> die Gr&#252;nde &#8211; warum im Redaktionsalltag den Kleinigkeiten, die nicht selten &#252;ber den Eindruck von Glaubw&#252;rdigkeit entscheiden k&#246;nnen, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.</p>
<p>Die Studenten werden in Sachen Theorie und Praxis auch selbst noch t&#228;tig werden, denn als <strong>Projektarbeit sind empirische Untersuchungen</strong> geplant. Auf die Ergebnisse der Web-Site-Analysen und der User-Befragungen bin ich sehr gespannt.</p>
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		<title>Transparenz erzeugt Glaubw&#252;rdigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 07:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem die Recherche im Netz bei alten Journalisten-Hasen nicht unumstritten ist und Glaubw&#252;rdigkeit im Netz wirklich ein Problem darstellt, stelle ich Ihnen zur Abwechslung mal ein Musterbeispiel an Transparenz vor: Quelle: politiFact.com Jedem Artikel ist ein Kasten &#8220;About this story&#8221; zugeordnet, wo die Quellen aufgef&#252;hrt und &#228;hnliche Artikel verlinkt sind und die Namen der Rechercheure [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die <a href="http://www.text-gold.de/prozesse-in-online-redaktionen/netzrecherche-immer-mit-doppeltem-boden/" target="_blank">Recherche im Netz bei alten Journalisten-Hasen nicht unumstritten ist</a> und Glaubw&#252;rdigkeit im Netz wirklich ein Problem darstellt, stelle ich Ihnen zur Abwechslung mal ein <strong>Musterbeispiel an Transparenz</strong> vor:</p>
<p><a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/article/2008/feb/26/unpacking-home-mortgage-plans/" target="_blank"><img src="http://www.text-gold.de/wp-content/politifact.jpg" alt="politifact.jpg" /></a></p>
<p>Quelle: <a href="http://www.politFact.com" target="_blank">politiFact.com</a></p>
<p>Jedem Artikel ist ein Kasten &#8220;<strong>About this story</strong>&#8221; zugeordnet, wo die Quellen aufgef&#252;hrt und &#228;hnliche Artikel verlinkt sind und die Namen der Rechercheure erscheinen (die Autoren sind unter den &#220;berschriften genannt). Jeder Name kann angeklickt werden &#8211; man kommt auf eine Seite, wo alle Artikel und eine kurze T&#228;tigkeitsbeschreibung des Autors zusammengestellt sind.</p>
<p><strong>Soviel Transparenz macht glaubw&#252;rdig</strong>. Leider ist diese Web-Site keine Dauereinrichtung, sondern nur ein <a href="http://www.politifact.com/truth-o-meter/about/" target="_blank">Projekt</a> zweier amerikanischer Zeitungen (&#8220;<a href="http://www.sptimes.com/home.shtml" target="_blank">The St. Petersburg Times of Florida</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.cq.com/corp/corplogin.do" target="_blank">Congressional Quarterly of Washington, D.C.</a>&#8220;) um den W&#228;hlern zu helfen, den Wahrheitsgehalt der Meldungen im Wahlkampf um das Amt des U.S.-Pr&#228;sidenten einzusch&#228;tzen.</p>
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		<title>Netzrecherche &#8211; immer mit doppeltem Boden</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 06:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Prozesse in Online-Redaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Prüfung]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>

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		<description><![CDATA[Ohne das Netz kommt heute bei der Recherche niemand mehr aus &#8211; doch ungepr&#252;ft sollte man die Informationen nicht &#252;bernehmen. Es geh&#246;rte eine zeitlang zum guten Ton, sich &#252;ber den &#8220;Google-Journalismus&#8221; zu mokieren und auch heute noch werden einige Autoren nicht m&#252;de, vor den Gefahren des Internets f&#252;r Journalisten zu warnen. Hans Leyendecker etwa stellte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ohne das Netz kommt heute bei der Recherche niemand mehr aus &#8211; doch ungepr&#252;ft sollte man die Informationen nicht &#252;bernehmen.</strong></p>
<p>Es geh&#246;rte eine zeitlang zum guten Ton, sich &#252;ber den &#8220;Google-Journalismus&#8221; zu mokieren und auch heute noch werden einige Autoren nicht m&#252;de, vor den Gefahren des Internets f&#252;r Journalisten zu warnen. Hans Leyendecker etwa <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/244/150869/" target="_blank">stellte vor kurzem fest</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;(&#8230;) auf eine schnelle Recherche in Suchmaschinen zur&#252;ckzugreifen, geh&#246;rt zu den neuen S&#252;nden des Journalismus. (&#8230;) Internet-Recherchen f&#252;hren deshalb auch Journalisten in die Irre.&#8221;<span id="more-139"></span></p></blockquote>
<p>Ja, das Netz ist &#8211; nicht nur f&#252;r Journalisten &#8211; ein schwer durchschaubarer Dschungel. Doch es ist gleichzeitig auch eine <strong>unerl&#228;ssliche Recherchequelle</strong>, wie <a href="http://www.medienrauschen.de/archiv/google-journalismus/" target="_blank">Umfragen</a> und <a href="http://www.media-perspektiven.de/261.html?&amp;tx_mppublications_pi1[showUid]=510&amp;cHash=c1f8c7dcbb" target="_blank">Studien</a> zeigen. Und so s&#252;ndigen Journalisten und Online-Redakteure sehr h&#228;ufig. Denn das Netz bietet aktuelle Informationen rund um die Uhr. So schnell an Texte, Bilder, Nachrichten oder Berichte zu kommen, war vor Anbruch des Internet-Zeitalters nicht m&#246;glich. Auf dieses einzigartige Rechercheinstrument zu verzichten, kommt nicht in Frage &#8211; aber in die Irre f&#252;hren sollte man sich auch nicht lassen.</p>
<p>Worauf man achten muss, um keinen <strong>falschen Online-Informationen</strong> aufzusitzen hat Albrecht Ude in seinem Artikel &#8220;<a href="http://www.zeit.de/2008/06/C-Internetwahrheit?page=all" target="_blank">L&#252;gen im Netz</a>&#8221; zusammengetragen. Vieles klingt selbstverst&#228;ndlich &#8211; kann aber nicht oft genug wiederholt werden:</p>
<ul>
<li>Wer schreibt?</li>
<li>In welchem Umfeld steht die Web-Site?</li>
<li>Wie hei&#223;t die Domain und wer steht dahinter? Sind Passagen geklaut?</li>
<li>Was schreiben andere &#252;ber den Text?</li>
<li>Wer verlinkt auf die Site?</li>
</ul>
<p>Und nat&#252;rlich gilt auch im Netz die goldene Rechercheregel: <strong>Nie ohne zweite Quelle!</strong> Ob die dann aus einem gedruckten Lexikon, einem Experten oder einer anderen Web-Site stammt?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Qualit&#228;tss&#252;&#223;speisen</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 08:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Saim Alkan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Qualität für Online-Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Aktualität]]></category>
		<category><![CDATA[Dimensionen von Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubwürdigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Messbarkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Relevanz]]></category>
		<category><![CDATA[Richtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vermittlung]]></category>
		<category><![CDATA[Weblesbarkeitsindex]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephan Schillerwein hat in seinem Blog-Beitrag &#8220;Keine Diskussionen mehr um die Qualit&#228;t von Content&#8221; meine Vorliebe f&#252;r Stephan Russ-Mohls Satz vom Pudding an der Wand geoutet. Und nat&#252;rlich kommt ein negativer Kommentar: &#8220;Aber immer, wenn einer keine Lust hat, sich dem Thema Qualit&#228;t im Journalismus zu stellen, dann zitiert er den Ur-alt-Satz von Stephan Ru&#223;-Mohl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stephan Schillerwein hat in seinem Blog-Beitrag &#8220;<a target="_blank" href="http://www.intranet-matters.de/node/324">Keine Diskussionen mehr um die Qualit&#228;t von Content</a>&#8221; meine Vorliebe f&#252;r <a target="_blank" href="http://www.ejo.ch/index.php?option=com_contact&amp;task=view&amp;contact_id=2&amp;Itemid=68">Stephan Russ-Mohls</a> Satz vom Pudding an der Wand geoutet. Und nat&#252;rlich kommt ein negativer Kommentar:</p>
<blockquote><p>&#8220;Aber immer, wenn einer keine Lust hat, sich dem Thema Qualit&#228;t im Journalismus zu stellen, dann zitiert er den Ur-alt-Satz von Stephan Ru&#223;-Mohl, der ihn schon damals anders gemeint hat&#8221; (anonym)</p></blockquote>
<p>Da ich sehr wohl Lust habe, mich dem Thema Qualit&#228;t im Journalismus zu stellen und mich zumindest mit der Frage der Qualit&#228;t f&#252;r Online-Texte oder der Qualit&#228;tssicherung in Online-Redaktionen t&#228;glich auseinandersetze, hier ein sehr kurzer Abriss meiner Eckpunkte in Sachen Qualit&#228;t.<span id="more-136"></span></p>
<p>Angelehnt an <a target="_blank" href="http://www.journalistik-dortmund.de/prof.-dr.-rer.-soc.-prof.-hc-gunther-rager.html">G&#252;nter Rager</a> die 4 Dimensonen von Qualit&#228;t:</p>
<p>1. <strong>Relevanz</strong>: Inwiefern vermittle ich Informationen, die f&#252;r meinen Leser relevant sind?</p>
<p>2. <strong>Aktualit&#228;t</strong>: Wie schnell will ich sein? Was passiert mit &#252;berholten Informationen?</p>
<p>3. <strong>Richtigkeit</strong>: gute Recherche, eindeutige Reviewprozesse und professioneller Umgang mit Fehlern.</p>
<p>4. <strong>Vermittlung</strong>: Hier geht es darum, eine Beziehung zum User aufzubauen und sein Interesse zu wecken.</p>
<p>Und dazu meine 5. Dimension: <strong>Glaubw&#252;rdigkeit</strong> &#8211; das Hauptproblem im Netz.</p>
<p>Und keine Redaktion kann in allen Bereichen top sein, weil es sich in Teilen einfach ausschlie&#223;t. Wer gro&#223;en Wert auf Richtigkeit der Informationen legt, wird nicht minutengenau reagieren k&#246;nnen. Und in der Praxis kommt das Erarbeiten und Austarieren verschiedener Quali&#228;tskriterien dem Puddingnageln schon sehr nahe &#8211; deswegen habe ich den Satz auch so h&#228;ufig auf den Lippen.</p>
<p>Tats&#228;chlich hat sich Stephan Ru&#223;-Mohl von seinem sich von seinem Puddingsatz distanziert und <a target="_blank" href="http://www.ejo.ch/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=433&amp;Itemid=100">erkl&#228;rt</a>,</p>
<p>&#8220;(&#8230;) da&#223; sich journalistische Qualit&#228;tskriterien im Gegensatz zu Wackelpeter eben doch „festpinnen“ und damit <strong>&#252;berpr&#252;fen</strong> lassen. Man braucht dazu allerdings eine Menge Hirnschmalz als „Klebstoff“.&#8221;</p>
<p>Und hier steigt er aus der Diskussion um die <strong>Definition</strong> der Qualit&#228;t aus &#8211; in diesem Zusammenhang war der Originalsatz gefallen &#8211; und in die Welt der <strong>Mesbarkeit</strong> ein. Genau an dieser Stelle setzt der <a target="_blank" href="http://www.text-gold.de/organisation-von-online-redaktionen/ihr-online-text-hat-die-note-25/">Weblesbarkeitsindex</a> an.</p>
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