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Social Media Trends: Pinterest auf der Überholspur ? (1)

Pinterest –  nur eine persönliche virtuelle Pinwand für schöne Fotos oder ein echtes soziales Netzwerk, in dem auch Unternehmen ihren Platz haben?  Um die Dimensionen des kalifornischen Bilderdienstes ein wenig auszuloten, habe ich eine kleine – zugegebenermaßen etwas zahlenlastige – Serie zusammengestellt.

Unglaubliche Zahlen waren im Sommer diesen Jahres über Pinterest zu lesen: Um 181% sind die Besucherzahlen von April 2012 bis April 2013 in Deutschland gestiegen – auf 864000 Besucher. Eine völlig marginale Zahl im Gegensatz zu den rund 25 Millionen regelmäßigen Facebook Nutzern aus Deutschland. Facebook hat ganz klar eine Monopostellung in der Social Media Welt.

Doch trotzdem lohnt sich ein genauer Blick auf die Statistiken,denn es gibt einige Indizien dafür, dass Pinterest nicht nur bei den Usern, sondern vor allem im E-Commerce deutlich an Bedeutung gewonnen hat.

Der Erfolg einer Social Media Plattform lässt sich sicher an den Userzahlen ablesen, doch für Website-Betreiber gibt es eine dringendere Frage als die Zahl der Facebook-Nutzer. In erster Linie wollen sie wissen: Welche Social Media-Plattformen bringen wirklich Traffic auf meine Website?

Social Media etablieren sich als Einstiegspunkt im Netz – Pinterest mit dem stärksten Wachstum

Und hier gibt es eine echte Überraschung, wie die Klick-Zahlen zeigen, die Shareaholics in seinem Social Media Report für den Zeitraum von September 2012 bis September 2013 auflistet. Der Marktführer bei den Online Social Sharing-Anbietern kann auf eine breite Datenbasis von über 200 000 getrackten (internationalen) Websites zurückgreifen.

Die erste Erkenntnis: User nutzen Social Media als Ausgangspunkt für ihre Internet-Aktivitäten. Über 16% der Besucher kamen per Klick von einer sozialen Plattform auf die Websites.

Facebook ist und bleibt als Sprungbrett auf die Websites unbestritten Nummer 1. Von hier kamen über 8% der Besucher mit starker Entwicklung nach oben, denn es war ein deutliches Wachstum von 58% zu erkennen. Auf dem zweiten Platz hat sich Pinterest etabliert, im September 2013 lag die Bildersammelstelle mit über 3% noch vor Twitter mit etwas über 1%. Auffallend ist vor allem die Entwicklung – hier hat Pinterest stärker zugelegt als alle anderen.

Als Plattform für geteilte Inhalte liegt Pinterest direkt hinter Facebook und Twitter

Auch wenn man den Fokus auf die Inhalte legt, schafft es Pinterest sehr weit nach vorne, wie die im Juli veröffentlichten Zahlen des Community- und Datenmanagementsservices Gigya ergeben. Demnach wird die Hälfte der Inhalte auf Facebook geteilt, ungefähr ein Viertel auf Twitter und 16% auf Pinterest. Andere soziale Plattformen spielen da kaum eine Rolle.

Pinterest auf Platz 4 von allen Traffic-Quellen

Um die Zahlen in einen größeren Zusammenhang einzubetten und beurteilen zu können, ist es interessant, alle unterschiedlichen Traffic-Quellen im Überblick zu betrachten. Hier hat Sharaholic für das letzte Jahr Zahlen vorgelegt. Der größte Besucher-Lieferant ist natürlich eindeutig Google, aber  Pinterest hat sich hier vor viele Mitbewerber gesetzt.

Woher kommen die Besucher?

  1. Google organische Suche (knapp 40%)
  2. direkter Einstieg (ca 20%)
  3. Facebook (ca 6%)
  4. Pinterest (ca 2%)

Pinterest die führende Social Media Plattform im E-Commerce

Bei aller Freude über das Wachstum und die Entwicklung, der Einwand, dass es Pinterest nur ein sehr schmales Stück vom Traffic-Kuchen liefert, ist für diese allgemeinen Zahlen nicht von der Hand zu weisen. Doch filtert man die Daten nach Geschäftsfelder, kommt man zu sehr interessanten Ergebnissen: Pinterest hat Facebook als Plattform für geteilte Inhalte im E-Commerce überholt! 41% der E-Commerce Inhalte werden an die Boards bei Pinterest gepinnt, Facebook (37%) und Twitter (17%) wurden auf die Plätze verwiesen.

Quelle: gigya.com

 

 

(Fortsetzung folgt)

 

 
Social Media Trends: Pinterest – Nutzer und Themen (2)
Social Media Trends: Pinterest im E-Commerce (3)
Social Media Trends: Was können Unternehmen bei Pinterest tun? (4)

Social Media – so agieren die großen Unternehmen

Wie machen’s denn die Großen? Wie nutzen die umsatzstärksten Unternehmen der Welt  (Fortune Global 100) Twitter, Facebook, Youtube und Corporate Blogs? Das ist die Grundfrage des „The Global Social Media Check-up 2011“ von der Public Relation Agentur Burson-Marsteller, die die Aktivitäten der Unternehmen in den Social Media analysiert haben.  Die Ergebnisse sind aufschlussreich, vor allem im Vergleich mit dem Jahr 2010.

Unternehmen sind stärker auf die einzelnen Zielgruppen ausgerichtet

Die Zahl der Accounts in den Social Media pro Unternehmen ist signifikant angestiegen: Die Unternehmen haben im Schnitt  5,8 (2010: 4,2) unterschiedliche Twitteraccounts, 4,2 (2010: 2,1) Unternehmensseiten auf Facebook und 6,8 (2010: 4,2) verschieden Corporate Blogs. Damit können sie die Inhalte auf die jeweilige Zielgruppen besser ausrichten.

Twitter: Dialog und Austausch wird wichtiger

Darauf deutet zumindest der Anstieg der Tweets mit „@“-Zeichen sowie die Anzahl der Retweets hin. In Europa ist der Anstieg am höchstens: um 148% (@-Zeichen) bzw. 117% (Retweets) mehr als im Vorjahr.  Auch die höheren Follower-Zahlen deuten auf ein gestiegenes Interesse von Kundenseite.

Stakeholder zeigen Interesse

Über 80% (Europa 74%)  der Unternehmen wird auf Twitter geredet, besonders interessant ist hier der Vergleich zum Vorjahr. Da waren es nur 42% (Europa 36%) der Unternehmen, die auf Twitter Erwähnung fanden. Die durchschnittliche Zahl der Facebook-Fans ist genauso gestiegen, wie die Follower-Zahlen und die Facebook-„Like-Klicks“.

Unis im Social Web

Auch Universitäten kennen den Trend des Web 2.0 und nutzen Social Media immer mehr zur Kommunikation mit Studienbewerbern und ihren Studenten. Immerhin ist ihre Zielgruppe auch diejenige, in der Web 2.0 am häufigsten genutzt wird (siehe ARD/ZDF-Onlinestudie).

Oft reichen die Informationen der offiziellen Homepage Studienbewerbern und Studenten nicht mehr aus.  Um diese zu ergänzen, haben viele Universitäten mittlerweile die Chance ergriffen, dafür neue Plattformen zu suchen.

Ein Beispiel für ein sehr umfassendes und gut aufbereitetes Angebot im Web 2.0 bietet die Martin Luther Universität Halle-Wittenberg.

  • Über Twitter verbreitet sie aktuelle Informationen, die nach Themeninteressen wie Studienangebote, Weiterbildungsmöglichkeiten, Veranstaltungstipps etc. abonniert werden können.
  • Zusätzlich dazu stehen auf dem Blog iSeeYou@ UniHalle aktuelle Informationen zum Leben rund um die Universität bereit.
  • StudiVZ, Facebook und FriendFeed werden zum Austausch genutzt. Studienbewerber und Studenten können Fotos von Veranstaltungen angucken, diskutieren und sich mit Fragen und Problemen direkt an die entsprechenden Ansprechpartner wenden.
  • Die Universität auf Videos zur Universität bei Youtube.
  • Viele 2.0 Aktivitäten sind miteinander verknüpft und ergänzen sich gegenseitig. Auf Lifestream.fm können die Studienbewerber alle auf einen Blick nachverfolgen.

Die Uni Halle hat einen eigenen Youtube-Kanal

Wie das Beispiel zeigt, müssen Angebote im  Social Web systematisch geplant und konsequent umgesetzt werden. Das gelingt aber noch nicht sehr vielen deutschen Unis: Viele Beiträge sind nur bedingt auf die Zielgruppe ausgerichtet, unübersichtlich und wenig aktuell. Oft ist auch undurchsichtig, ob das Angebot direkt von der Universität stammt oder z.B. von Fachschaften oder anderen studentischen Gruppen.

Gleichzeitig stoßen solche Angebote bei den Studenten nicht immer auf die erhoffte Resonanz. Nur wenige Studienbewerber und Studenten diskutieren und kommentieren in den angebotenen sozialen Netzwerken. Videos und Fotos werden nicht besonders häufig angesehen. Vielleicht weil die Angebote noch nicht entsprechend aufbereitet sind oder von Studienbewerbern und Studenten noch nicht entdeckt wurden.

Universitäre Aktivitäten im Social Web hat noch einiges an Entwicklungspotenzial – auf beiden Seiten.

Trend im b2b: Facebook wird für Unternehmen immer attraktiver (Teil 2)

Wie im ersten Teil meiner kleinen Facebook-Analyse deutlich wurde, sind Facebook-Seiten von Unternehmen im b2b-Bereich gar nicht so schlecht aufgestellt. Doch wie sieht das bei den  einzelnen Branchen aus?

Hier habe ich vier Sektoren genauer unter die Lupe genommen: Pharmahersteller, Bauunternehmer, Messeveranstalter und IT-Dienstleister.

Über all diese Branchen hinweg stellt man fest, dass für die meisten Unternehmen zwar Seiten angelegt sind, diese aber bis auf wenige Ausnahmen überhaupt nicht gepflegt werden. Kommentareinträge von Fans lassen darauf schließen, dass von Nutzerseite schon Interesse besteht. Allerdings scheinen diese Kommentare nicht auf eine Resonanz beim jeweiligen Unternehmen zu stoßen.

Doch immer wieder finden sich Unternehmen, die diesen Aufwärtstrend sehr wohl erkennen und anfangen diesen Vorteil für sich zu nutzen.

So auch die Messe München:

Seit dem 07.07.2010 betreibt das Unternehmen, das zu den größten deutschen Messeveranstaltern gehört, aktiv eine Seite bei Facebook. Die Fans dieser Seite werden mit Informationen rund um die Messe versorgt. Hierzu gehören Themen wie beispielsweise Ausstellungsfläche, Termine, Impressionen, Sondertarife oder auch Nachhaltigkeit. Die Messe München bestätigt damit den bereits festgestellten Aufwärtstrend und es bleibt abzuwarten, wie sich diese „junge“ Seite in Zukunft entwickelt.

Facebook-Gruppe Messe München

Beim getätigten Branchenvergleich ist festzustellen, dass von allen untersuchten Branchen die IT-Dienstleister die aktivsten sind. Hierbei darf man aber nicht vergessen, dass sich bei IT-Dienstleistern die Orientierung b2b mit b2c stark vermischt. Sie richten sich mit ihren Dienstleistungen sowohl an Geschäftspartner, als auch an Endkunden.

Fazit: Auch der Branchenvergleich bestätigt den Aufwärtstrend der Integration von Facebook-Gruppen in die Unternehmenskommunikation. Einige Unternehmen haben die Chancen für den b2b-Bereich erkannt und nutzen diese bereits für sich.

Nach wie vor bleibt abzuwarten, wie sich dieser Trend weiter entwickelt und ob er sich dauerhaft durchsetzen wird. Raus aus den Kinderschuhen und rein in die Unternehmenskommunikation? Oder doch wieder zurück zu Bewährtem? Man darf gespannt sein!

Trend im b2b: Facebook wird für Unternehmen immer attraktiver (Teil 1)

Der klassische Facebook-Nutzer ist eher privat unterwegs. Doch immer mehr Unternehmen positionieren sich mit Seiten bei Facebook und nutzen diese intensiv für die Unternehmenskommunikation.
Meist orientieren sich die Gruppen bislang am Endkunden und dienen als Medium mit diesem in den Dialog zu treten. Die Bezugsgruppe des Unternehmens wird dabei direkt angesprochen und identifiziert sich somit noch besser mit dem Produkt.
Im b2b-Bereich hingegen ist dies bislang noch wenig verbreitet, ein deutlicher Aufwärtstrend ist jedoch erkennbar. Unternehmen erkennen zunehmend das Potential und schöpfen dies mehr oder weniger aus.
Insgesamt steckt die Kommunikation über b2b-Gruppen noch in den Kinderschuhen und nur wenige deutsche Unternehmen nutzen diese Art der Unternehmenskommunikation aktiv. Unter den bei Facebook verzeichneten Gruppen finden sich zudem wenige, die diesen Bereich kontinuierlich und regelmäßig pflegen.

Ein Beispiel für die aktive Nutzung einer Facebook-Gruppe ist die manroland AG, ein großer deutscher Maschinenhersteller:

Facebook-Gruppe der manroland AG

Im Gegensatz zu Gruppen im b2c-Bereich haben die Inhalte von b2b-Gruppen vorwiegend Informationscharakter und sind daher auch weniger auf Dialoge mit Usern ausgelegt.

Die Krones AG, ein weltweit führender Hersteller von Getränkeabfüllanlagen, verknüpft beispielsweise geschickt informative mit allgemeinen Inhalten, die zum Dialog auffordern:

Facebook-Gruppe der Krones AG

Unternehmen nutzen Facebook-Gruppen im b2b-Bereich um:
•    Unternehmensmeldungen zu verbreiten
•    Traffic für die eigene Website zu generieren
•    Veranstaltungshinweise, wie zum Beispiel Messetermine
•    Informationen zu Ausbildung und Studium

Eine Interaktion mit der Bezugsgruppe spielt dabei eine eher untergordnete Rolle und die Gruppenansprachen sind insgesamt weniger persönlich gehalten als im b2c-Bereich.

Fazit:
Facebook-Gruppen im b2b-Bereich sind (noch) ein absolutes Novum und wenig verbreitet. Ob sie sich als feste Größe in die Unternehmenskommunikation integrieren werden bleibt abzuwarten.

Weiter geht’s mit Teil 2.

3. text-gold-Adventskalender: Tür 8

Manchmal geschehen schon Zeichen und Wunder:  Die führenden News-Agenturen haben gemeinsam (!) eine Facebook-Seite angelegt, die den Klimagipfel in Kopenhagen begleiten soll.  Ziel des Experiments: Interaktion mit den Usern. Wirklich spannende Sache.

Tür 8 öffnen.

Facebook in neuem Design – übersichtlich oder überflüssig?

Facebook hat ein neues Design! Die Änderungen betreffen vorrangig die Anzeige von Inhalten und Aktionen aus den Netzwerken der User. Hier die Änderungen auf einem Blick:

Ergänzend zu dem aktuellen Realtime-Life Stream bekommt der Leser im neuen Design eine Top News Liste angezeigt.  Beim Login sieht der User zuerst eine Liste der wichtigsten Neuigkeiten, die sich während seiner Abwesenheit in seinem Netzwerk ereignet haben. Bisher wurden diese Neuigkeiten in der Highlights Liste in der rechten Spalte der Seite angezeigt.

fbnewsfeed2

Zusätzlich bleibt auch der Realtime-Lifestream bestehen, in dem die neusten Ereignisse in Echtzeit angezeigt werden. Auch die Ladezeit soll sich im neuen Design verschnellern.
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Social Media Guidelines in Unternehmen – ja oder nein? Session auf dem 2. Stuttgarter Barcamp

Zahlreiche Teilnehmer bei meiner Session zum Thema Social Media Guidelines

Die Diskussion ist in vollem Gange.

Die Internet High Society traf sich am Wochenende beim zweiten Stuttgarter BarCamp (bcs2) zum „Face-to-Face“ Austausch und aexea war mitten drin. Spannende Themen standen zur Diskussion.

Kleine Lobeshymne als Einschub: Eine rundum gute Veranstaltung. Das Drumherum war großartig: Top-Auswahl von Caterer, Organisation und Location.

Meist genannter Tag bei der Vorstellungsrunde der Teilnehmer war „Web 2.0„. Also stand dieses BarCamp ganz im Zeichen von Facebook, Twitter und Co..

Mich beschäftigte eine Sache ganz besonders: Wie sieht es aus mit Social Media Guidelines in Unternehmen? Muss ein Unternehmen seinen Mitarbeitern eine Vorgabe an die Hand geben, um sich im Web im Sinne des Unternehmens zu verhalten? Notwendig oder schon längst überflüssig? Was steht drin und was nicht? Restriktion oder Aufklärung?

Ich habe also am Samstag zur Session : Social Media Guidelines in Unternehmen eingeladen. Hier eine kleine Zusammenfassung.

Gibt es denn schon Unternehmen, die Social Media Guidelines einsetzen?

  • Air Force entwickelte ein ausführliches Paper (25-30 Seiten)  und erklärt zu jeder Plattform, was vermieden werden soll. Die Mitarbeiter sollen die Notwendigkeit einer Richtlinie erkennen.
  • Daimler veröffentlicht Verhaltensrichtlinien, in denen das Öffentliche Auftreten des einzelnen Mitarbeiter thematisiert wird.
  • Core Media apelliert an den Verstand seiner Mitarbeiter mit dem Satz: „Don’t write anything stupid“.
  • ABB verlässt sich auf drei „Goldene Regeln“.

Greifen Web 2.0 Richtlinien in das Recht der freien Meinungsäußerung ein?

Egal ob auf dem Grillfest oder im Web 2.0, Internas ausplaudern is nich – so stehts zumindest im Arbeitsvertrag. Was aber mit kritischeren Äußerungen wie dieses Beispiel: „Sitze hier schwitzend daheim vor dem Rechner und muss arbeiten trotz Kurzarbeit“? Interna – nein. Unternehmenskritisch – ja.

Darf ein Unternehmen diesen Post verbieten? Bisher war doch auch keine Extra-Regelung notwendig, um solche Ausplaudereien zu vermeiden. Warum jetzt? Problem: Web 2.0 ist gefährlicher als eine Grillparty! Schriftlich, schnelle Verbreitung, nachvollziehbar. Facebook und Co werden schlichtweg unterschätzt.

Fazit: Social Media Guidelines wären besser für ein Unternehmen, was jedoch im Einzelfall erlaubt ist und was nicht, muss rechtlich geklärt werden. Wahrscheinlich ist es dann eh schon zu spät, denn im Zweifel steht da der Post, ob rechtens oder nicht. Deshalb bleibt offen, ob eine Art Aufklärung anstatt Vorschrift nicht dienlicher ist.

Wer definiert Web 2.0 Regeln im Unternehmen?

Dank Rechtsanwalt 2.0 Dr. Carsten Ulbricht konnten wir in die Rechtsfragen tiefer eintauchen. Er sagt, um eine Leitlinie rechtskräftig zu machen, müsse sie in „Rechtssprache“ ausformuliert werden, und ob sie dann beim Mitarbeiter ankomme, sei  fraglich.

  • Arbeitsrechtler
  • Social Media Experte und
  • PR-ler

Schriftrolle, Video oder Wiki – Welche Form eignet sich?

In welcher Form die Richtlinien dem Mitarbeiter zugänglich gemacht hängt ganz davon ab, ob es dem Unternehmen darum geht bei seinen Mitarbeitern ein Bewusstein zu schaffen, ihnen eine Leitplanke zu geben oder ob die Richtlinien restritiv sein sollen.  Ein Video, möglicherweise à la Klaus dem Gabelstaplerfahrer, bewirkt vielleicht mehr als eine Paragrafen bestückte Vorschrift. Die Form hängt daher wohl stark von der Unternehmenskultur ab.

Brauchen wir Richtlinien für all unsere Äußerungen – im Web und in der Nicht-Virtualität?

Wie wir uns mit einem Gesprächspartner verhalten sollen, haben wir wohl schon gelernt. Zumindest sind die Folgen absehbar. Das große Problem im Web 2.0 ist die Unterschätzung der Folgen, die Äußerungen in diesem Medium haben können. Deshalb soll es Richtlinien geben, die für Aufklärung sorgen. So das Fazit der Session.