Zweiundvierzig

Zahlen in Online-Texten – besser ausschreiben?

Zweiundvierzig. Die Antwort ist einfach, aber die Entscheidung, wie sie richtig geschrieben wird, ist es nicht. Wäre 42 richtig gewesen? Tatsächlich finde ich die Antwort nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest bei Wikipedia unter dem Stichwort “42 (Antwort)”.

Gibt es eine Regel, wann man Zahlen ausschreibt und wann nicht?

In meinem Gedächtnis hatte ich verankert, dass Zahlen von eins bis zwölf ausgeschrieben werden und ab 13 dann Zahlzeichen verwendet werden müssen. Das stimmt nicht, denn tatsächlich schreibt der Duden nur vor, dass Zahlen vor Abkürzungen als Ziffern erscheinen müssen. 2 Euro ist richtig, zwei Euro auch, aber zwei € ist falsch. Der Duden lässt den Autoren also weitgehend freie Hand.

Allerdings hat die Typographie komplexe Orientierungshilfen für den Druck entwickelt, nach denen die unterschiedlichsten Faktoren dafür hinzuziehen sind, ob besser eine Ziffer verwenden oder ein Wort verwendet wird. So kann es eine Rolle spielen, wie viele Silben das Wort hat, welche Bedeutung die Zahl für den Text hat oder wie viele Zahlen in dem Satz vorkommen und welche wichtiger ist.

Je länger ich darüber nachdenke, desto interessanter finde ich das Phänomen. Jakob Nielsen hat – ähnlich wie Douglas Adams – eine ganz einfache Antwort. Sie lautet: 23.

It´s better to use „23“ than „twenty-three“ to catch users’ eyes when they scan web pages for facts, according to eyetracking data.

Und er liefert eine interessante Begründung dafür: Zahlen stoppen den wandernden Blick beim Scannen! Zahlen werden eher fixiert als Worte, weil sie aus der Masse der Worte hervorstechen. Klar, 2415 sieht anders aus als vier, auch wenn beide aus vier Elementen bestehen, und zieht deswegen den Blick des Users auf sich.

Auf diese Art von Aufmerksamkeit und Lesbarkeit haben sich die Typographen auch schon konzentriert. Nielsen bringt aber ein neues Argument ins Spiel: Zahlen repräsentieren Fakten und werden deswegen als kompakte Information höher bewertet als Beschreibungen. Und eine Zahl numerisch zu schreiben unterstreicht dieses Attribut also noch und erhöht – nach Nielsen – die Glaubwürdigkeit eines Textes.

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