Web 2.0 im Intranet – wie sieht der Web-2.0-Mitarbeiter aus?

Nicht die ungewohnte Technik ist das Problem bei der Einführung von Web-2.0-Tools in Unternehmen. Die größten Hindernisse sind fehlende Unterstützung vom Management und zu wenig Beteiligung der Mitarbeiter. Bisher wurde häufig argumentiert, dass beides zusammenhängt: Es sollte doch die obere Managementebene fleißig ihre Blogbeiträge schreiben, dann werde das Fußvolk schon nachziehen.

Nicht immer klappt das so problemlos: Selbst wenn Geschäftsführung und Management voll hinter dem Web-2.0-Modell stehen, bleibt es für sie eine Herausforderung, die Mitarbeiter dazu zu bringen, die neuen Tools zu nutzen. Was können sie tun, um die Mitarbeiter zu motivieren?

Andrew McAfee – Professor für Technologiemanagement an der Harvard Business School – hat sich vom American Football und seinen passer ratings inspirieren lassen. Er schlägt vor:

  1. Die Beteiligung an Web-2.0-Angeboten zu messen.
  2. Bei der Messung die Beteiligung auf einzelne Aktivitäten herunterzubrechen.

Er teilt die Aktivitäten im Web 2.0 ein in:

  • Schreiben – etwa Blogbeiträge, Wikieinträge
  • Redigieren/Überarbeiten – bei Wikis
  • Interagieren – Teilnahme an Foren oder Diskussionsboards
  • Tagging – Content mit Schlagworten versehen und so anderen leichter zugänglich machen
  • Hochladen – Inhalte anderen Mitarbeitern zur Verfügung stellen
  • positives Feedback – hat der Mitarbeiter per Umfrage oder Kommentar posivites Feedback erhalten?

Und so könnten die Web-2.0-Aktivitäten eines Mitarbeiters dargestellt werden:

Web 2.0 Aktivitäten als Netzdiagramm

Ob die Messungen wirklich motivierend sind? Das ist nicht unumstritten, wie die Diskussion im Anschluss an seinen Artikel zeigt.

Doch mich hat die Grafik bei etwas anderem aufmerken lassen. Wenn man das Netz-Schaubild betrachtet, wird deutlich, wie sehr sich die Tätigkeiten eines „einfachen“ Web-2.0-Mitarbeiter und eines Online-Redakteurs in Web-2.0-Umgebung überschneiden. Schreiben, redigieren, Inhalte für andere aufbereiten und interagieren – das trifft auf beide zu.

Werden jetzt alle Mitarbeiter zu Online-Redakteuren? Und was bedeutet das für die Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern? Ist das das Ende des klassischen Online-Redakteurs im Unternehmen oder verschiebt sich sein Aufgabenfeld nur?

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