Was sich Online-Redakteure von ihrem CMS wünschen

Für Online-Redakteure sind Content-Management-Systeme der wichtigsten Teil der Arbeitsumgebung. Und es gibt superschicke CMS auf dem Markt – die können alles außer Kaffeekochen. Doch in der Praxis zeigt sich, dass manche Features gar nicht gebraucht werden, sondern die Arbeit eher behindern.

Was brauchen die Online-Redakteure wirklich?

Hier eine Wunschliste (im Berateralltag mitgeschrieben)

  • Die Software soll die wichtigsten Usability-Grundsätze befolgen. Der Speichern-Button etwa sollte gut sichtbar sein, die Lesebreite im Editor sollte auch stimmen.
  • Ein CMS, das ein wenig mitdenkt, wäre toll. Viele Mitarbeiter sind nur in Nebenfunktion Online-Redakteure, häufig beschränkt sich ihre Tätigkeit auf einen bestimmten Bereich oder einen bestimmten Vorgang. Dann auch nur die am häufigsten genutzten Features angezeigt zu bekommen – das ist eine echte Arbeitserleicherung und verhindert Fehler.
  • Ein CMS sollte einige Funktionen selbst übernehmen oder vereinfachen. Gut ist es, wenn sich zum Beispiel Artikel in andere Verzeichnisse kopieren und verlinken lassen oder wenn automatische Anleser erstellt werden.
  • Manchmal ist weniger mehr. Komplizierte Workflows verwendendie meisten Online-Redaktionen nicht – weil sie nur schwer auf die gelebten Prozesse abzustimmen sind.
  • Unterstützung bei den wichtigsten SEO-Maßnahmen wünschen sich viele Online-Redakteure. Ein CMS, das Verlinkungsvorschläge macht und vielleicht gleich die Keyword-Dichte anzeigt, beschleunigt die Redaktionsarbeit deutlich.
  • Wenn auch externe Programme über das CMS zu erreichen sind, würden die Online-Redakteure viel Zeit sparen. Und ein Beitrag zur Qualitätssicherung ist eine Schnittstelle für z.B. ein Korrektur-Programm natürlich auch.

Und das wichtigste:  Sie wollen gefragt werden, wenn die Entscheidung für ein (neues) CMS ansteht. Sie sind ja auch die Experten.

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7 Kommentare zu “Was sich Online-Redakteure von ihrem CMS wünschen”

  1. Thorsten Wilhelm  on Januar 30th, 2010

    Vielen Dank für die wertvollen Überlegungen. Mit diesen Tipps gelingt es ganz sicher die Fülle der CMS LÖsungen einzugrenzen und so der optimalen Auswahl nahe zu kommen.

    Möchte den Punkt „gute Bedienbarkeit“ (Usability) etwas hervorheben und seine Relevanz betonen. Grad bei CMS ist die Usability ein zentraler Erfolgsfaktor, sowohl auf der Kosten als auch Ergebnisseite. Ist ein CMS leicht bedienbar, dann gehen Prozesse wie das Einpflegen von Artikeln einfach schneller, bei „alten“ Hasen, aber eben auch bei neuen Mitarbeitern / Redakteuren. Die können sich dann voll und ganz auf die Verständlichkeit und den Inhalt ihrer Texte konzentrieren und müssen sich nicht mit nicht intuitiv bedienbaren Funktionen und Prozessen „aufhalten“. Das spart Kosten und steigert die Qualität des Ergebnisses eines CMS, das ja Mittel zum Zweck ist (gute Webseiten, Intranets mit Mehrwert etc.).

    Leider habe ich in 10 Jahren Usability-Beratung und Forschung für Software-Lösungen, Websites, Intranets etc noch nie (!) eine Anfrage von einem CMS Anbieter bekommen mit der Bitte, doch mal sein CMS auf Usability zu testen und zu optimieren. Aus meiner Perspektive völlig unverständlich.

    Woran liegt das? Wieso sehen das die CMS Anbieter nicht auch, dass man durch Usability-Tests mit Anwendern ihre Lösungen und Systeme weiterentwickeln und optimieren könnte?

  2. Saim Alkan  on Januar 30th, 2010

    Bin gleich dabei. Ein CMS Hersteller müsste doch zu finden sein, der sein CMS so positioniert, dass die Redakteure unter „optimierten“ Bedingungen arbeiten….

  3. Timo  on Januar 31st, 2010

    Wir haben aus diesem Grund ein „Manöver“ mit dem CMS durchgeführt. Das Schulungs- und Rollout Team hat die Hauptanwendugnsfälle als Use Cases definiert und den Konzeptern, ITlern und Contenterstellern als Aufgaben gegeben. Damit wurde allen Beteiligten kar gemacht, woran es bei der Bedienung noch krankt. Daraus wurden die besten Verbesserungen dann umgesetzt. Einige Seiten konnte on von bis zu 640 Kilcks auf weniger als 100 pro Use Caes für sehr komplexe Seiten reduziert werden. Das spart vor allem Geld, denn die Basis für den Business Case war damit vorhanden. Allerdings muss man auch bereit sein, vorher in Automatismen und Usability zu investieren. Meine Erfahrung: erst wird am Front-end Geld ausgegeben und dann bleibt für das Back-end nichts übrig. In Zeiten von Personalabbau stellt man dann fest, dass die Website nicht mehr richtig gepflegt werden kann. Übrigens gehen alle damals Beteiligten nun mit einem anderen Blick an Projekte und schreiben neben dem Styleguide für das Front-end auch eine Spezifikation für das Back-end.
    Wie bei Aldi, sollten regelmäßig alle mal an der Kasse, also mit dem CMS, arbeiten, dann sehen auch Manager das mit anderen Augen.

  4. Timo  on Februar 1st, 2010

    Fazit: Usabilty in Stundenlohn der Editoren umrechnen, hochrechen auf die Anzahl der Editoren und deren Zeit im CMS vs. Kosten für Konzept und Umsetzung der Usabilty Optimierungen und schon steht der Business Case – genau wie bei SEO in Online-Shops.

  5. Linktipps von Thorsten Wilhelm - Lesenswertes zu den Themen CMS für Online-Redakteure, Hotelbewertungsportale und dem Schlüssel zum Erfolg bei Web-Projekten | usabilityblog.de  on Februar 19th, 2010

    […] Was sich Online-Redakteure von ihrem CMS wünschen Autor: Saim Alkan Quelle: Text-Gold Blog […]

  6. Matthias Steinforth  on März 10th, 2010

    Schöner Beitrag, dem ich inhaltlich nur zustimmen kann. Entsprechende Erfahrung haben wir auch bereits mit verschiedenen Content-Management-Systemen gemacht.

    Teilweise gehen Lösungen wie Magnolia oder Typolight den Weg, den Funktionsumfang deutlich zu reduzieren, da vermutlich 10% der Funktionen für 90% der Aufgaben vollkommen ausreichen.

    Insbesondere das Thema Workflows und SEO-Unterstützung kann ich nur unterschreiben: Häufig richten wir in Kundenprojekten komplexe Workflows ein, die nach wenigen Wochen deaktiviert und umgangen werden. Eine Unterstützung bei der Suchmaschinenoptimierung wäre ebenfalls für jedes CMS sinnvoll. Keyworddichte, Verwendung von Metadaten usw. lassen sich technisch ja problemlos prüfen und bilden für ein WCMS einen deutlichen Mehrwert.

  7. Was sich Online-Redakteure von ihrem CMS wünschen | text-gold.de | user generated quality  on Oktober 6th, 2010

    […] Was sich Online-Redakteure von ihrem CMS wünschen | text-gold.de Posted on 28. January 2010 by posterous Und das wichtigste:  Sie wollen gefragt werden, wenn die Entscheidung für ein (neues) CMS ansteht. Sie sind ja auch die Experten. via text-gold.de […]


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