Schreiben für das Web 2.0 – Von der Kunst des Widersprechens (Teil2)

Vor einiger Zeit habe ich Ihnen im Beitrag  „Von der Kunst des Widersprechens“  Paul Grahams Hierarchie des Widerspruchs vorgestellt.  In seinem Modell hat er Stufen der Argumentation vorgestellt, von der Beleidigung als unterste Kategorie bis hin zum expliziten Widerlegen des zentralen Punktes – sozusagen die Kür des Widersprechens.

Doch was bringt es, wenn man weiß, auf welcher Argumentebene ein Kommentar unter einem Beitrag einzustufen ist? Oder wenn man seine eigene  Art zu argumentieren jetzt einordnen kann?

Dem Online-Redakteur kann ein solches System helfen

… die Nerven zu bewahren, falls sich Kommentare auf Beschimpfungsniveau befinden. Statt Schimpftiraden persönlich zu nehmen, ist es besser, sie als Argument auf der Ebene 0 zu bezeichnen.

… das Niveau seiner eigenen Argumentation zu heben. Natürlich wird kein Online-Redakteur mit Beleidigungen reagieren – aber nicht selten hat man doch den Impuls, den Kommentator anzugehen. Doch eine Argumentation auf den beiden unteren Ebenen ist immer verkehrt.

Ideen für die Beantwortung der Kommentare liefern. Soll er auf den Ton eingehen, dem Kommentar als Ganzes widersprechen oder den entscheidenden Argumentationspunkt suchen? Oder gelingt es sogar, den zentralen Punkt mit Gegenargumenten, Fakten und Zitaten zu widerlegen? Ein Blick auf die Form öffnet oft die Augen für inhaltliche Aspekte.

Paul Graham selbst sieht den größten Nutzen des kunstvollen Widersprechens darin, dass es die Menschen zufriedener macht:

“ But the greatest benefit of disagreeing well is not just that it will make conversations better, but that it will make the people who have them happier. (…) You don’t have to be mean when you have a real point to make. In fact, you don’t want to. If you have something real to say, being mean just gets in the way. If moving up the disagreement hierarchy makes people less mean, that will make most of them happier. Most people don’t really enjoy being mean; they do it because they can’t help it.“

Und welcher Online-Redakteur möchte keine zufriedenen User? Da fällt mir gleich die nächste Übung ein: „Von der Kunst des Zustimmens„. Hört sich einfach an. Aber wenn ich genauer darüber nachdenke….

Teil 1

http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/twitter_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/google_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/stumbleupon_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/delicious_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/digg_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/reddit_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/dzone_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/blinklist_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/blogmarks_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/furl_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/newsvine_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/technorati_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/magnolia_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/myspace_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/facebook_48.png http://www.text-gold.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/yahoobuzz_48.png

Kommentare