Prüfen oder Löschen? Vom Umgang mit großen Content-Mengen

Auf einer Website alle Informationen zu finden, die das Unternehmen betreffen und so User zu ermöglichen, stundenlang lesend durch die Seiten zu gondeln – Das klingt für einige Website-Betreiber verlockend. Doch früher oder später kann das zum Alptraum werden:

  • zu viele Inhalte verwirren die User, weil oft nicht klar ist, was denn jetzt noch aktuell und gültig ist
  • frustieren sie, weil die Suchergebnisse fünfzehn Seiten umfassen
  • und überfordern fasst jede vernünftige Navigation

Zu einem tragenden Website-Konzept muss also immer eine Lösung für ein solches Anwachsen gefunden werden. Das habe ich in dem Mehrteiler „Auf dem Laufenden bleiben – aktueller Content“ aus allgemeiner Sicht schon mal aufgegriffen. Interessant ist in diesem Zusammenhang vor allem:

  • derAktualisierungszyklus (Teil 2)
  • die Kriterien für „abgelaufenen“ Content (Teil 3)
  • die Überlegungen, was mit nicht mehr aktuellem Content passieren soll (Teil 4).

Zugriffszahlen als Lösch-Kriterium

Eine relativ radikalen Umgang mit (zu) viel Content zeigt das Beispiel, das Web-Content-Experte Gerry McGovern beschreibt. Ein Unternehmen hatte über 100 000 (!) Seiten auf seiner öffentlichen Website, die jetzt konzeptionell überarbeitet werden sollte. Wie sollte man hier vorgehen? Wie die Inhalte prüfen? Schnell wurde klar, dass weder die Autoren der Inhalte vernünftig über Gültigkeit oder Löschung ihres Contents entscheiden konnten, noch eine externe Prüfung in einigermaßen akzeptabler Zeit möglich war.

Das Unternehmen wählte eine sehr klare und grundlegende Lösung: Es wurden die Zugriffszahlen angeschaut und nur die Top-Seiten der Besucher durften bleiben. 97 000 Seiten wurden ohne weitere Prüfung einfach gelöscht – und wurden nie vermisst: Ein Jahr nach diesem radikalen Schnitt hatten die (überarbeiteten) 3000 Seiten mehr Besucher als die ursprüngliche Website!

Intranet-Relaunch: Qualitative Prüfung vs. auf Messzahlen basierende Löschung?

Das Beispiel zeigte den eher seltenen Fall, dass viele Autoren eine öffentliche Unternehmens-Website pflegen. Wahrscheinlich wird man solche Mega-Sites im Unternehmensumfeld im Internet eher selten finden. Dieses Problem ist aber im Intranet zentral – das zeigen unsere Beratungsprojekte deutlich. Und nicht selten scheint der oben beschriebene radikale Ansatz sehr reizvoll, einfach und kostengünstig. Auf der anderen Seite gibt es auch Inhalte mit geringen Zugriffszahlen, den die wenigen Nutzer als wertvoll einschätzen. Nicht ganz einfach, oder? Was favorisieren Sie z.B. im Falle eines Relaunches oder Umstrukturierung? Löschen oder Prüfen?

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