Kommas – die Basis für gut lesbare Texte

Kommaregeln sind – gähn! – langweilig. Doch bei allem Verdruss über die Richtlinien der Kommasetzung wird oft vergessen, wie hilfreich Kommas sind. Kommas unterstützen nicht nur den Autor dabei, das Geschriebene sinnvoll zu ordnen, sondern sind auch für den Leser, vor allem im Internet, essentiell.

Das Auge orientiert sich beim Lesen an Satzzeichen.

Kommas verdeutlichen die Konstruktion eines Satzes, etwa indem sie einen Nebensatz von einem Hauptsatz abheben. Sie gliedern einen Satz inhaltlich und optisch. Sie sorgen also dafür, dass ein Satz leichter lesbar wird.

Was schon beim Schreiben auf Papier wichtig ist, gilt bei Web-Texten noch in verstärkter Form. Beim Überfliegen einer Seite (Scannen) überspringt das Auge meist einen Teil des Textes und liest nicht jedes Wort Buchstabe für Buchstabe. Solche Auslassungen (Saccaden) umfassen etwa 8 bis 10 Buchstaben. Darauf folgt eine Fixation, das heißt das Auge bleibt 0,2 bis 0,4 Sekunden an einer Textstelle hängen. Fixationsstellen sind oft Satzzeichen wie Kommas, Punkte oder Doppelpunkte.

Willkürlich gesetzte Kommas tragen freilich nicht zum Verständnis bei. Um Kommas an der richten Stelle setzen zu können, muss der Online-Redakteur Kenntnisse über den Satzbau bzw. die Grammatik haben. Einige wichtige Anwendungsfälle werden wir in einem separaten Blog-Post zusammenfassen.

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8 Kommentare zu “Kommas – die Basis für gut lesbare Texte”

  1. feynschliff  on Oktober 15th, 2009

    Gerade weil Kommas einen Satz INHALTLICH gliedern, sind die Regeln dazu eigentlich gar nicht so schwer. Sollte man jedenfalls meinen… Ein schönes Gegenbeispiel aus der Realität, nämlich für willkürlich gesetze Kommas, die einen Text geradezu verstümmeln können, gibt es auf meinem Blog: http://www.feynschliff.de/blog/unfeyn/bunt-gemischt/kommunikation-ohne-kommaregeln/

  2. Claus  on Oktober 17th, 2009

    Meine Rede: Kommaregeln sind wichtig für das Verständnis und somit für die Benutzungsfreundlichkeit von Texten. Leider genießt weder Grammatik (die ebenso wichtig ist) wie die Orthographie und die Interpunktion wenig Ansehen in der Gesellschaft.

    Mein Tipp: Wer bei E-Mails, Tweets, Postings und ähnlichen Textbeiträgen bereits auf die drei Punkte achtet, wird routiniert im Umgang mit den Regeln und tut sich einfacher.

  3. omahoppel  on Oktober 17th, 2009

    Dem kann ich nur zustimmen – die Kommasetzung erleichtert das Lesen von Texten, v.a. im Internet. Hier hat der User nicht die Zeit, lange Sätze und Zusammenhänge erst zu überdenken, um den Sinn zu verstehen.

    Leider ist die deutsche Grammatik in diesen Dingen nicht immer ganz eindeutig, von der neuen Rechtschreibung gar nicht zu reden. Zudem ist es vielen Online-Redakteuren nicht bewusst, was sie mit Texte ohne richtige Kommasätze „anrichten“ und warum Kommas an den richtigen Stellen gesetzt werden müssen.

    Ein generelles Umdenken tut Not – und wenn man „nur“ bei den Kommas anfängt.

  4. Mirjam  on Oktober 19th, 2009

    Seit der „neuen“ Rechtschreibung, (?) fällt mir die Kommatasetzung auch wesentlich schwerer als früher…

  5. Saim Alkan  on Oktober 19th, 2009

    Hallo Mirjam,

    dran bleiben! Ein Beitrag über die wichtigsten Kommaregeln ist in Arbeit und wird in nächster Zeit hier veröffentlicht werden.

  6. Konrad Fischer  on Oktober 28th, 2009

    Ob nicht auch bewußt eingestreute Schreibfehler und Kommaregelverstöße, vielleicht auch bewuhßt extremisierte Schlangensätse und Bleiwüßten las pefrektes Xifatief / Tifaxtion rüfs Web-Karmeting werkin kennön?

    Konrad Fischer
    Textrorist

  7. Kommas - Welche Regeln muss ein Online-Redakteur kennen? | text-gold.de  on Oktober 29th, 2009

    […] Kommas gerade bei Online-Texten eine wichtige Rolle spielen, habe ich im Post “Kommas – Basis für gut lesbare Texte” beschrieben. Bedeutet das jetzt, dass ein Online-Redakteur alle Kommaregeln auswendig […]

  8. Saim Alkan  on Oktober 30th, 2009

    Hallo Konrad,

    interessanter Vorschlag. Probiern Sie es uas udn lasen Si uns wißen, wass frü Erfrahrungne Sie machne?


Kommentare