Social Media Monitoring auf semantischer Basis. Live auf der DMEXCO 2011

Live auf der DMEXCO in Köln ist unser Social Media Monitoring Tool, der analygator, zu sehen.

Fünf Vorteile sind einen Besuch an unserem Stand wert…

  1. Wir monitoren semantisch. Annotationen wie Firmen, markante Phrasen, Schlagwörter oder Sprachen der Treffer werden automatisch ermittelt.
  2. Wir monitoren die Relevanz. Semantische Technologien erlauben eine Echtzeitpriorisierung der Treffer.
  3. Wir monitoren Stakeholder-Typen. Damit können wir die Trefferrelevanz einzelnen Unternehmensbereichen zuordnen.
  4. Wir monitoren die Reichweite einzelner Beiträge. Messwerte wie “Unique Visitor”, “Likes” oder “Tweetcount” werden zur Bewertung herangezogen.
  5. Wir monitoren jede beliebige Website. Das gelingt durch den Einsatz spezifischer Konnektoren.
Der analygator ist ein Kooperationsprojekt von aexea und interface:projects und kann entweder käuflich erworben oder als SAAS gemietet werden. Wir erläutern Ihnen gerne die Funktionsweise und Vorteile an unserem Stand: Halle: 8.1  am Stand Nr: 060.

 

Streitthema SEO-Texte

Ich bin es leid. Ermüdende, eindimensionale Betrachtungen und Kommentare, die nicht besser sind.

Christian Jakubetz schreibt in seinem FAZ-Blog zum Thema SEO-Texte. Als wären alle Inhalte die SEO-Ansprüche erfüllen wertlos oder wie in den Kommentaren zu lesen “ohne Gehalt”. Na, prima.

Ich lade hier ein, die Links aller Kommentarschreiber näher zu betrachten – die Damen und Herren, die dort am lautesten schreien und in das Lied der SEO-Gegner einstimmen, nutzen suchmaschinenoptimierte Texte auf Ihren Websites und holen sich gleich noch den passenden Link aus einem FAZ-Blog dazu. Sehr schön – vorne hui und hinten pfui.

Konstruktiv wäre eine Auseinandersetzung mit Schreibmethoden, die ähnlich wie journalisitische Darstellungsmethoden gelernt werden und dann, von Autoren angewendet, Lesern und Verlagen nutzen. Mein Semantisches Lückenmodell versucht diese Balance zwischen Leser und SEO zu erreichen.

Wäre eine differenzierte Betrachtung nicht eher hilfreich, um die Grenzen für SEO-Texte zu definieren – übrigens: Bereits 2006 hat Steve Lohr von der NYT zu diesem Thema geschrieben und ich halte den Beitrag wirklich für lesenswert. Also, liebe SEO-Text-Laien – mal drüber nachdenken… Ohne Reichweite macht das Schreiben bestimmt viel mehr Spaß.

Nielsen: Intranet-Trends abseits vom Mainstream (2)

Im ersten Teil der Analyse der Nielsen Intranet-Trends standen die Themen Mobiles Intranet und Portalmanagement im Fokus. Heute geht es um das Intranet als Arbeitsplattform: Kann man mit einem Intranet Geld sparen? Und muss jedes Unternehmen bei der Zusammenarbeit auf Social Media setzen?

Die ROI-Erfolgsformel (nach Nielsen)

Für die Verbesserung von Management und Design eines Intranet-Portals hat Jakob Nielsen eine einfache Formel gefunden. Die jährliche Einsparungen durch eine Abkürzung einer Aufgabe lässt sich leicht berechnen:

t * e*n*s = Kosten der Aufgabe

  • t= Dauer der Aufgabe in Minuten
  • e= Zahl der Mitarbeiter, die diese Aufgabe ausführen
  • n= Häufigkeit der Ausführung der Aufgabe pro Jahr
  • s= durchschnittliches Gehalt der betroffenen Mitarbeiter pro Minute.

Hier kann man – gerade bei großen Unternehmen schnell auf sehr große Beträge kommen.

Personalsierung: eine harte Nuß

Das grundlegende Problem von großen Intranet-Portalen ist der nicht auflösbare Gegensatz zwischen dem Anspruch an Vollständigkeit (sehr häufig ist das Ziel solcher Portal, das zentrale Arbeitsmittel für die Mitarbeiter zu sein) und dem der Überforderung der Mitarbeiter durch die Fülle an Informationen.  Hier kann eine abgestimmte Informationsarchitektur entlastend wirken, um eine Personalsierungsstrategie kommt man bei großen Intranets kaum herum. Und die gut umzusetzen, hält Nielsen nach Sichtung der Analysen für eine harte Nuß. Was seiner Ansicht nach nicht funktioniert ist die Customization, hierbei werden dem User nicht wie bei der Personalisierung die Inhalte nach einem Rollenkonzept zugewiesen,  vielmehr kann sich der User seine Bereiche selbst zusammenstellen. Selbst das vereinfachte Customization-Konzept der persönlichen Seite (“Meine Seite”) werde, so Nielsen, von den Mitarbeitern nicht angenommen.

Jenseits des Social Media Hypes: das Portal als Plattform der Zusammenarbeit

Interssante Beobachtungen hat Nielsen auch für das Intranet-Thema der letzten Jahre gemacht. Sie können sich sicher an die zahlreichen Diskussionen und Analysen erinnern, ob Web 2.0-Anwendungen im Intranet erfolgreich sein können, warum sie nicht funktionren und wie man sie dem Mitarbeiter schmackhaft macht.

Zentral für die Unternehmen, so Nielsen, ist das Portal als Collaboration-Plattform: Hier sollen die Mitarbeiter sollen Informationen teilen, Projekte organsieren, über Abteilungen hinweg zusammenarbeiten. Dabei interessieren die Unternehmen sich weniger für das Attribut “Web 2.0″ oder “Social Media” als für das Funktionieren der Zusammenarbeit. Die Unterscheidung machen sie eher zwischen einer formellen und einer informellen Collaboration oder Intranet-Bereiche. So werden formelle Bereiche häufig zentral gesteuert, während die informellen Bereiche nur von den Usern gepflegt werden.

Das halte ich für einen sehr interessanten und diskussionswürdigen Ansatz, der die hohen Erwartungshaltungen aus dem “Intranet 2.0″ herausnimmt und die Perspektive auf das machbare öffnet.

Nielsen: Intranet-Trends abseits vom Mainstream (1): Mobiles Intranet und Portalmanagement

Nielsens aktuelle Portalstudie hat sehr interessante Themenbereiche aufgegriffen, für die er  die Unternehmensportale von 19 Unternehmen aus der ganzen Welt analysiert. Seine Ergebnisse wirken auf den ersten  Blick erstaunlich und ein wenig gegen die allgemeinen Trends, wie sie oft auf Vorträgen zu hören sind. Sie decken sich aber ziemlich genau mit den Erfahrungen, die ich in der Beraterpraxis gemacht habe – Grund genug sie mal genauer anzuschauen:

Thema: mobiles Intranet

Dieses Thema ist seit längerer Zeit aktuell – und die meisten Prognosen sind sehr positiv: Jakob Nielsen selbst hatte noch im Februar das Wachstum des mobilen Intranets verkündet. Die aexea-Umfrage 2009 zu diesem Thema hatte ein vorsichtigeres Fazit:

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen eine ausgesprochene Übergangsphase: Von Unternehmensseite wird der Einsatz eines mobilen Intranet im Augenblick nicht als essentiell bewertet – auch wenn es für Geschäftsprozesse von Vorteil sein kann und eine schnelle Verbreitung relevanter Information unterstützt. Gleichzeitig nutzen immer mehr Mitarbeiter privat das Handy als Informationstool.

In der aktuellen Studie erkennt Jakob Nielsen auch ein eher abwartendes Verhalten bei den mobilen Portalen: Man habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und plane zwar eine mobile Variante, warte aber liebe ab, bis man es richtig machen könne. Vorreiter bei dem Einsatz mobiler Portale – das deckt sich mit unserern Erfahrungen und Empfehlungen – sind die Informationen und Applikationen für den Vertriebsmitarbeiter, die ja oft vor Ort bei Kunden Zugriff auf die Infos brauchen.

Thema: Problem Intranet-Leitung und -steuerung

Eines der wichtigsten und schwierigsten Bereiche der größeren Intranet-Lösungen ist die Steuerung – das stellt auch Nielsen fest: Sehr viele Unternehmen sind händeringend auf der Suche nach einer funktionierenden Steuerung und das Ergebnis seiner Analysen ist: Es gibt keine perfekten Lösungen für die Steuerung der Intranet-Portal. Diese Erfahrung machen wir bei den Beratungen auch: Ein Intranet-Portal muss immer organisatorisch und inhaltlich in die Unternehmensstruktur eingepasst sein und gleichzeitig müssen die passenden Kompetenzen und Zuständigkeiten in der Verantwortung des Portalmanagers liegen. Die Steuerung beschränkt sich auch nicht allein auf die Portalmanager, vielmehr können mehrer Gremien dafür notwendig sein. Das zeigt Nielsen auch am Fall “Duke Energy”: Hier sind fünf Bereiche eingebunden:

  1. New Media Team” ( Portalteam, Webcontent-Team, Online-Redaktion): zuständig für die Einarbeitung neuer Autoren, die Qualitätssicherung (Entwicklung einer Konzeption + Prüfung der Inhalte), Einbindung der User-Erfahrung in die Portal-Konzeption.
  2. Site Manager (Fachautoren): sitzen in den Fachbereichen und sind inhaltlich für die Inhalte Ihrer Websites-Bereiches verantwortlich.
  3. Internal Communication Department (Chefredaktion, zentrale Online-Redaktion): steuert den Inhalt der Startseite.
  4. Portal Steering Team (Portalteam Qualitätssicherung) setzt sich zusammen aus führenden Mitarbeitern der Abteilungen Kommunikation, Personal, IT und Marketing und trifft sich monatlich: Hier wird diskutiert, was und mit welchen Mitteln das Portal verbessert werden kann.
  5. Portal Executive council (Portalteam Strategie)  setzt sich aus den Köpfen der Abteilungen Personal, Kommunikation und IT zusammen und steckt die großen Linien der Intranet-Konzeption ab – trifft sich quartalsweise oder nach Bedarf.

Das klingt kompliziert und es gibt viele Unternehmen, die sicher mit weniger Gremien und Organisationseinheiten auskommen, die Aufgaben, die aber hier verteilt sind, fallen für jedes Intranet-Portal an. In der Beratungspraxis ist es besonders schwierig von der Bedeutung auch der übergeordneten Aufgaben zu überzeugen. Dass die Planung der Steuerungsstrukturen ein wichtiger Teil der Projektplanung ist – das ist das Hauptergebnis der aktuellen Analyse. Pointiert hat es Jakob Nielsen so formuliert:

Success doesn’t come from buying a software package!

Nielsen stellte – genau wie wir in den Content Studien – die Frage,  wo die Verantwortung für die Website (Internet und Intranet) im Unternehmen eingeordnet ist. Sein Ergebnis ist, dass das Marketing, die IT-Abteilung und die Personalabteilung am häufigsten verantwortlich sind und dass aber die Kommunikationsabteilungen im Kommen sind. Das stimmt ziemlich genau mit den Entwicklungen überein, die wir in der Content Studie 2009/2010 verzeichnen konnten: Je größer das Unternehmen, desto wichtiger wird die Kommunikationsabteilung.

(Fortsetzung folgt)

ARD-ZDF-Onlinestudie 2011 – wie war’s eigentlich noch vor zehn Jahren?

Es ist wieder Zeit für die wichtigste Untersuchung des Online-Verhaltens der Deutschen: Gerade wurde die Onlinestudie von ARD und ZDF 2011 veröffentlicht. Seit 1997  wird durch eine repräsentative Umfrage unter Personen ab 14 Jahren die Entwicklung der Internetnutzung in Deutschland dargestellt.

Was mich ziemlich erstaunt hat: Die Rentner holen weiter auf: Mittlerweile sind 34,5% der Über-60-Jährigen online! Das ist eine Steigerungsrate von sage und schreibe 23% gegenüber 2010. Das Internet ist aus unser aller Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber wie war das noch vor zehn Jahren? Können Sie sich noch erinnern?

Werfen wir doch mal einen Blick zurück in die Vergangenheit. Wie sah unser Internet-Alltag im Jahr 2001 aus?

2001 waren nur 38,8% der Deutschen online. Im Verlauf der letzten zehn Jahre hat sich das Verhältnis nahezu umgedreht: 2011 sind 73,3% online. Der hauptsächliche Grund für die Nutzung des Internets ist und bleibt der E-Mail-Versand.

Nicht mehr nur für die Jugend interessant

  • Unter den 14- bis 19-Jährigen sind mittlerweile tatsächlich 100% online. 2001 kam diese Altersgruppe noch auf 67,4%.
  • Aber auch die Altersgruppen 20 bis 29 und 30 bis 39 Jahre sind nahezu vollständig online (98,2% und 94,4%). Vor zehn Jahren waren dies gerade mal 65,5% bzw. 50,3%.

Web 2.0 – eine Erfindung des letzten Jahrzehntes

Bezüglich der Angebote des Web 2.0 gab es 2001 noch keine Erhebungen. Communities, Twitter oder Wikipedia haben sich erst ab dem Jahre 2001 nennenswert entwickelt.

  • Das Internet wird heutzutage mehr als Nachrichtenquelle genutzt, 2001 waren es insgesamt gerade mal 34%. Inhaltlich geht es den Nutzern vor allem um aktuelle Nachrichten aus dem In- und Ausland (58%), Wetter- oder Verkehrsinformationen (51%) oder Freizeittipps (49%).
  • 73% der Deutschen nutzen Wikipedia heute gelegentlich und 31% regelmäßig.
  • Videoportale wie YouTube werden gelegentlich von 58% und regelmäßig von 30% der User genutzt. Der Trend zu Videos setzt sich allerdings weiter fort. Laut comscore.com ist Deutschland weiterhin einer der am stärksten wachsenden Onlinevideo-Märkte in Europa.
  • Twitter ist in Deutschland jedoch nicht sehr verbreitet: Nur 3% nutzen Twitter laut der ARD-ZDF-Onlinestudie gelegentlich und 1% wöchentlich. Wenn man die Angaben von statista.com betrachtet, hat sich die Twitternutzung allerdings innerhalb eines Jahres schon um ca. 200 000 Nutzer erhöht. Ich bin gespannt, wie die Zahlen sich im kommenden Jahr entwickeln werden!
  • Facebook hat im letzten Jahr immer mehr an Beliebtheit gewonnen, insbesondere in der Altersgruppe 13 bis 24 Jahre gab es einen überproportionalen Zuwachs laut allfacebook.de. Interessant ist in diesem Zusammenhang allerdings, dass auch die 45- bis 54-Jährigen großes Interesse an Facebook gefunden haben (2010: knapp 326.000 User, 2011: fast 1,1 Mio. User).

Frauen und Männer – weiterhin unterschiedliches Nutzungsverhalten

  • Männer sind nach wie vor mehr am Internet interessiert als Frauen. 2001 waren 48,3% der gelegentlichen Onlinenutzer Männer und nur 30,1% Frauen. 2011 liegt der Anteil der Männer bei 78,3%, der Frauenanteil bei 68,5%.
  • Auch im Hinblick auf die Nutzung des Web 2.0 liegen die Männer vorn: Wikipedia (46 76% Männer, 70% Frauen) und Videoportale (66% Männer, 50% Frauen) sind weiterhin in männlicher Hand.
  • Nur wenn es um private Netzwerke und Communities geht, sind die Frauen laut der ARD-ZDF-Onlinestudie deutlich aktiver als die Männer: 43% der Frauen sind in Communities aktiv, während es nur 35% der Männer sind. Allfacebook.de gibt allerdings an, dass sich im letzten Jahr das Nutzerverhalten der Männer bei Facebook dem der Frauen angepasst hat.

Wenn man sich die Zahlen so ansieht, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Nutzungsdauer des Internets stark gestiegen ist: 136 Minuten pro Tag im Jahr 2010 gegenüber 107 Minuten 2001.

Eine positive Entwicklung muss ich allerdings auch noch unterstreichen. Ich hätte es fast selbst vergessen, wie anstrengenddas Internetsurfen noch vor einigen Jahren war: Während 2001 noch ausgewertet wurde, welche Probleme bei einer Internetsitzung auftauchen, wurde dies 2011 gar nicht mehr erhoben. 2001 sagten 61% der deutschen Internetnutzer, dass sie der langsame Seitenaufbau am meisten störe. Heutzutage kommt dies dank immer leistungsstärkerer Internetverbindungen immer seltener vor. Aber wer weiß, was sich bis zum Jahre 2021 noch alles verbessern wird. Wir dürfen gespannt bleiben!

Content Studie 2011: Erste Trends – Nehmen Sie noch teil!

Die ersten Trends der aktuellen Content Studie 2011 lassen sich an den Antworten ablesen. Interessant finde ich die Antworten zu den Redaktionskonferenzen. Regelmäßige Redaktionskonferenzen sind meiner Meinung nach eines  der wichtigsten Instrumente für die Qualitätssicherung in den Online-Redaktionen.

Schon in der ersten Content Studie 2006/1 hatten wir nach regelmäßigen Konferenzen gefragt. Damals gaben nur 41% der Befragten an, regelmäßig Redaktionskonferenzen durchzuführen. Im Jahr 2011 sind des 65% – ein deutlicher Anstieg. Die Häufigkeit dabei ist sehr unterschiedlich: Täglich treffen sich nur 8% der Internet-Redaktionen, bei den Intranet-Redaktionen kommt eine so hohe Frequenz gar nicht vor.  Konferenzen werden in der Regel in größeren Zeiträumen (mehr als eine Woche) abgehalten.

Die Content Studie 2011 hat bisher schon eine erfreuliche Beteiligung – aber je mehr von Ihnen mitmachen, desto differenzierter wird das Bild von den Online-Redaktionen. Deswegen noch zwei Bitten: Falls Sie noch nicht mitgemacht haben, nehmen Sie sich jetzt fünf Minuten Zeit für unseren Fragebogen. Und wenn Sie schon mitgemacht haben, dann geben Sie doch bitte Ihren Kollegen und Kontakten den Link weiter. Vielen Dank schon mal! Ich halte Sie auf dem Laufenden über die neuen Trends der Content Studie 2011.

Online-Texte: Wie zu einem guten Ende bringen?

Die Formulierung der Überschrift fiel mir schon schwer, weil es im Deutschen kein gutes Wort für das Ende eines Textes gibt. Haben Sie einen Vorschlag für das Pendant zum Wort “Texteinstieg“? Ich freu mich über Ihre Ideen.

Für das Online-Schreiben und vor allem für die Darstellungsform der Nachricht gibt es klare Vorstellungen, wie der Anfang eines Textes aussehen soll: Zuerst kommt ein Lead mit allen wichtigen Informationen, danach kommen die weniger wichtigen Details und zum Schluss die Hintergrundinformationen. Ist das alles? Reicht es wirklich aus, mit einem relativ beiläufigen Detail einfach zu enden? Oder braucht man am Schluss noch einen Knaller?

Bei Erzählungen steht das Ende stärker im Fokus: Der Schluss einer Geschichte ist viel wichtiger, denn nicht selten bringt das Ende die entscheidende Pointe oder eine Auflösung. Bei nicht-erzählenden Darstellungsformen ist das schon schwieriger. Extrem ist das bei Online-Texten, die sehr häufig nur überflogen werden und gar nicht bis zum Ende gelesen werden. Das wäre natürlich ein Argument dafür, dass man sich über das Ende eines Online-Textes nicht unbedingt zu viele Gedanken machen muss.

Auf der anderen Seite erscheint mir das als Autor etwas unbefriedigend, einen Text ohne echten Abschluss zu lassen. Deswegen wollte ich an dieser Stelle ein paar Möglichkeiten sammeln, wie man das Ende eines Textes gestalten kann:

  • eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen (etwas weniger faktenorientiert) in einem Satz.
  • Call-to-Action: Das soll der Leser als nächstes tun (allerdings sollte bei einem echten Verkaufstext die Call-to-Action etwas prominenter platziert sein als am Ende des Fließtextes).
  • Rückgriff auf den Lead: Eine Art “Echo” des Texteinstiegs (“Write endings to lock the box” meint hierzu Roy Peter Clark in seinen Writing Tools). Hier beginnt die hohe Kunst der Textkomposition – da werde ich mich in nächster Zeit umschauen, um Beispiele dafür zu finden.
  • Ausblick” eine der favorisierten Schlüsse bei Erörterungen oder Schulaufsätzen. Hier wird die Frage beantwortet: Wie geht’s weiter? (Wie kann es weitergehen?).

Und mein Schluss bei diesem Text? Ich entscheide mich für die Call-to-Action an meine Leser: Haben Sie noch Vorschläge, wie man einen Online-Text zu einem guten Ende bringen kann? Oder kennen Sie besonders schöne Beispiele, dafür wie man es sehr gut macht bzw. besser nicht machen sollte?

Lektorat Fehlanzeige?

Natürlich kann es immer passieren – aber trotzdem sollte es nicht vorkommen. Das Beispiel zeigt, dass ein gutes Lektorat auch die Korrektur von Bildern umfasst. Und es bestärkt mich darin, meine Kunden zu hinreichenden Freigabeprozessen zu raten. Ich frage mich, wie viele Augen hier vor der Freigabe draufgeschaut haben?

Informationsarchitektur: Wie lege ich ein gutes Fundament?

Warum die Informationsarchitektur so wichtig ist.

Klingt zwar ein wenig abgedroschen, hat aber nichts von seinem Wahrheitsgehalt eingebüßt: Die Benutzerfreundlichkeit einer Website ist das Kernelement des Erfolgs – ganz gleich ob es sich um einen Internetauftritt oder ein Intranet handelt. Entscheidend ist, ob der User sich zurechtfindet und ohne Schwierigkeiten an die Informationen kommt, die ihn interessieren oder die er braucht.

In diesem Zusammenhang spielen Informationsarchitekturen und Navigationsstrukturen eine im wahrsten Sinne tragende Rolle. Sie stellen das Fundament der gesamten Website. Und was für den Bau eines Hauses gilt, gilt auch für den Bau von Informationsarchitekturen. Ohne gutes Fundament steht das Konstrukt auf wackeligen Beinen und wird über Kurz oder Lang zusammenfallen.

Zuviel Hintergrundwissen verstellt den Blick für die richtige Struktur.

Daher ist es für Webseiten-Betreiber essentiell, in den Bau einer guten Informationsarchitektur und Navigationsstruktur zu investieren. Doch ähnlich wie beim Hausbau bedarf der Bau von Informationsarchitekturen das passende Handwerkszeug. Es ist nicht immer leicht zu entscheiden, wie die Informationen auf einer Website so strukturiert werden können,  dass der Zugang für die meisten User logisch und einfach erscheint. Vor allem der Blick eines Insiders, der etwa die Hintergründe einer Organisation gut kennt, fachlich versiert ist oder andere wichtige Hintergrundinformatinen hat, die dem User vielleicht fehlen, ist kein guter Ratgeber bei der Erarbeitung einer Info-Struktur.

Zwei userzentrierte Methoden für den Aufbau einer Informationsarchitektur.

In der Praxis erweisen sich die folgende Tools immer wieder als sehr hilfreich, um den Grundstein für ein gutes Webseiten-Fundament v. a. im Intranet legen zu können:

1. Card Sorting

In der Entwicklung- und Konzeptionsphase eines Web-/Intranet-Projektes ist das Card Sorting eine häufig angewandte Methode, um benutzerfreundliche Navigations- und Menüstrukturen zu entwickeln. Bei diesem recht zeit- und kostenaufwändigen Verfahren fassen mindesten 15 repräsentative Testpersonen Kärtchen mit Begriffen (Untermenüpunkte) zu sinnvollen Gruppen bzw. Obermenüpunkten zusammen.
Dabei wird grundsätzlich zwischen zwei Methoden unterschieden: Beim geschlossenen Card-Sorting ordnen die Testpersonen die Begriffe vorgegebenen Kategorien zu, beim offenen Card-Sorting bilden die Testpersonen eigene Kategorien, welche die späteren Hauptnavigationspunkte darstellen sollen. Solche Card-Sortings können sowohl offline als auch online ablaufen. Beim Offline-Card-Sorting gruppieren die Nutzer die Kärtchen vor Ort unter Anwesenheit eines Moderators, beim Online-Card-Sorting geschieht dies am PC mithilfe eines Tools.

2. Content Analyse und Identifikation der Hauptanwendungsfälle (Use Cases)

Eine Methode, die sich bei besonders engem Zeitplan sowie  Kostenspielraum bewährt hat, ist die Herangehensweise über die Hauptanwendungsfälle des Intranets. In der Konzeptionsphase wird zunächst eine Content Analyse durchgeführt. Im Anschluss daran ermittelt ein Moderator bei mindestens zehn repräsentativen Testpersonen die häufigsten Bedarfs- bzw. Anwendungsfälle des Intranets. Diese Use Cases werden über die täglichen Arbeitsprozesse der Testpersonen, Betrachtung der Inhalte, Zielgruppen und der verschiedenen Informationskanäle identifiziert. Die Informationen werden gebündelt und thematisch in die Struktur zugeordnet. Dabei müssen die Anwendungsfälle in der Informationsarchitektur optimal abgebildet werden.
Um dem engen Zeitrahmen gerecht zu werden, liegt bei dieser Methode der Fokus auf den wichtigsten Anwenderbedürfnissen.  So wird mit geringem Aufwand der größtmögliche Nutzen erzielt. Dieses Modell basiert auf dem Pareto-Prinzip.

Intranet: Die Anforderungen an den digitalen Arbeitsplatz

Wie soll das Intranet der Zukunft aussehen? Welche Aspekte erachten Intranet-Verantwortliche für die nächsten Jahre als relevant? Jane McConnells “Digital Workplace Trends survey” hat die Entwicklungen der Intranets für die nächste Zeit fest ins Visier genommen. Die Umfrage wird in den nächsten Tagen starten – aber bereits die Vorstudie, die die Themenfelder der Studie bestimmen sollte bringt einige aufschlussreiche und diskussionswürdige Ergebnisse zu tage.

Das sind die Top-Themen der Intranetmanager für die Zukunft:

  1. Das Abstecken des Arbeitsbereiches. Was gehört zum digitalen Workplace?
  2. Das Startseitenmanagement: Wie findet man die Balance zwischen der Notwendigkeit der breiten Streuung von Informationen und der Einbindung persönlicher Vorlieben?
  3. Das Intranet und die Geschäftsprozesse: Wie kann das Intranet die wesentlichen Geschäftsprozesse unterstützen? Bis zu welchem Grad müssen wichtige Geschäftsdaten (z.B. Marketing- und Geschäftszahlen) im Intranet integriert sein?
  4. Die interne Suche: Strategien und Bewertungen. Wie kann die Qualität der Suche bewertet und verbessert werden? Gibt es Vorgaben für die Aufbereitung der Inhalte für die interne Suche?
  5. Social Media – bietet eine ganze Bandbreite von Herausfoderungen: Welchen Nutzen bringen Social Media Tools? Wie können die Mitarbeiter motiviert werden?

Weniger wichtig sind die Themen: externe Nutzung von Social Media, die Strategie für mehrsprachige Intranets und die Einbindung von Applikationen in die Plattformen.