Navigationsstrukturen: ausmisten, wegwerfen und anbauen

Weder Ihre Besucher noch Suchmaschinen finden den relevanten Content auf Ihrer Website? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit gewachsenen Navigationsstrukturen und unüberschaubaren Informationsmengen auf Websites umzugehen.

Im Blogpost “Informationsarchitektur – wie lege ich ein gutes Fundament?” habe ich bereits einen Überblick über verschiedene Herangehensweisen zum Aufbau einer userfreundlichen Informationsarchitektur gegeben. Heute will ich auf häufige Probleme mit gewachsenen Informationsstrukturen und großen Inhaltsmengen eingehen und elegante Lösungswege aufzeigen.

Gewachsene Navigationsstrukturen

Oftmals haben sich Navigationsbereiche einer Website, die schon mehrere Jahre existitiert, unterschiedlich entwickelt. Während ein Bereich eher verwahrlost, ist die Informationsmenge eines anderen Bereichs kaum noch sinnvoll unterzubringen. Klar, eine Website bietet erstmal unendlich viel “Platz” und ist beliebig erweiterbar.  Wer sich jedoch an der Millerschen Zahl orientiert, also maximal 7±2 Navigationspunkte pro Ebene verwendet, kommt schnell an die Grenzen.

Liegt die Lösung also in einem stark hierarchischen Aufbau? Eine Website mit einer Struktur, die sehr in die Tiefe geht, ist aus Suchmaschinensicht wenig sinnvoll. Viele Suchmaschinen indexieren nur bis zur 2. oder 3. Navigationsebene. Fehlen interne Verlinkungen, entgehen die in der Tiefe liegenden Seiten den Blicken von Google & Co. komplett. Ähnlich sieht es mit der Geduld der Besucher aus: Auf dem Weg in die 15. Navigationsebene klinken sich höchstwahrscheinlich die meisten User aus.

 

Ein zu breiter oder zu tiefer Aufbau der Navigation führt zu Problemen.

Ein zu breiter oder zu tiefer Aufbau der Navigation führt zu Problemen.

 

Welche Herangehensweise führt also zum Ziel? Wir haben unsere Ideen unter den Begriffen Ausmisten, Wegwerfen und Anbauen zusammengefasst.

Ausmisten

Jeder Umstrukturierung geht zunächst eine Begutachtung und Bewertung der vorhandenen Inhalte voran. Eine eingehende Prüfung des Contents beinhaltet folgende Aspekte:

  • Welche Inhalte sind relevant für die Zielgruppe?
  • Welche Inhalte sind strategisch wichtig für das Unternehmen/den Betreiber der Website?
  • Gibt es Inhalte, die aus rechtlichen Gründen auf der Website verbleiben müssen?
  • Was sind Oberthemen, was Unterthemen?
  • Gibt es doppelte Inhalte?
  • Welche Inhalte können zusammengelegt werden?
  • Sind die Inhalte aktuell und korrekt?

Wegwerfen

Wie bei einem Umzug folgt auch bei der Neustrukturierung einer Website auf die erste Analyse der schwierigste Teil: das Wegwerfen von Liebgewonnenem. Es gilt, veraltete und doppelte Informationen auszusortieren. So weit der einfache Teil. Viel schwieriger: Die Informationen, die nicht relevant für die Ziegruppe und nicht von strategischer Bedeutung für das Unternehmen sind, müssen  in den Papierkorb wandern. Und zwar auch dann, wenn Sie unendlich viel Zeit in die Aufbereitung des Inhalts gesteckt haben.

Anbauen

Sie haben begutachtet, ausgemistet und weggeworfen und sitzen immer noch vor einem riesigen Berg an Informationen? Dann ist vielleicht der Anbau die geeignete Lösung. Schaffen Sie neuen Raum – etwa mit einer weiteren Domain. Identifizieren Sie klar abgrenzbare Themenkomplexe, zum Beispiel Ihren Presse- oder Produktbereich, und lagern Sie diesen auf eine separate Domain aus (Bsp: www.beispiel-presse.de). Auf dieser neuen Domain bauen Sie die Navigationsstruktur neu auf.

Und nicht vergessen: Die “Umzugskisten” mit den Informationen gut beschriften, so dass die Besucher und die Suchmaschinen die Inhalte auch finden!

Informationsarchitekturen im Intranet sind Thema des kommenden Arbeitskreises Intranet am 18. April 2012 in Frankfurt/Main – Anmeldungen sind noch möglich.

Dos and Don’ts beim Texten für das Internet

Eigentlich kennen wir sie ja: die Regeln, die beim Texten für das Internet gelten. Und doch bleiben sie in der täglichen Hektik gerne mal auf der Strecke.

Deshalb haben wir die 7 wichtigsten Dos and Don’ts für das Webtexten in Form einer Checkliste zusammengestellt. Einfach herunterladen, ausdrucken und die wichtigsten Empfehlungen für das Texten im Internet immer im Blick haben.

Bleibt Inhalt der Erfolgsfaktor Nr. 1?

2006 und 2009 wurde auf contentmanager.de die Frage nach dem wichtigsten Erfolgsfaktor einer Website gestellt. In beiden Umfragen kristallisierte sich der Inhalt mit großem Abstand als wichtigstes Erfolgsfaktor heraus, wenn auch bei der letzten Umfrage die Communities zulegten.

Um dieses wichtige Thema weiterhin zu verfolgen, greifen wir die Frage nun, drei Jahre nach der letzten Befragung, wieder auf.

Wir sind schon ganz gespannt auf die Ergebnisse dieser Mini-Umfrage – ob sich wohl ein neuer Trend abzeichnen wird? Also, auf geht’s und abstimmen!

 

Ein Tweet genügt: Content Studie kostenlos downloaden

Für einen Tweet oder Post auf Facebook bzw. Google+ bieten wir den Studienbericht zur aktuellen Content Studie jetzt kostenlos zum Download an.

Einfach auf www.content-studie.de gehen, auf einen der Buttons (Twitter, Facebook oder Google+) klicken und  einen Tweet oder Post zur Content Studie absetzen. Ist das geschehen, erhalten Sie das PDF des Studienberichts zum Download.

Sparen Sie 39,95 Euro, die der Studienbericht normalerweise kostet, und nutzen Sie die Möglichkeit des “Pay per Tweet”. Das Angebot ist begrenzt und gilt für die ersten 500 Downloads.

aexea Open Day 2012: Das Video

Ein kleine Zusammenfassung unseres open day 2012.

Vielen Dank an unsere Gäste für das Interesse, an unsere Freunde und an das ganze TEAM für die tolle Unterstützung.

 

Beispieltext (beta) vom text-automat

Bämm!

Panik machen gilt nicht!

Bei der heftig geführten Diskussion um Sinn und Unsinn des Einsatz sozialer Medien in der Unternehmenskommunikation erlebe ich augenblicklich einen zum Teil panisch anmutenden Aktionismus in den Chefetagen deutscher Unternehmen.

Meine Tochter ist auf Facebook

Eine ganze Reihe meiner Beratungsgespräche beginnen im Augenblick mit solchen Aussagen. Natürlich klingt das zum Teil lächerlich und hilflos, wenn mittleres oder oberes Management sich so äußern. Vermutlich ist es unreflektiert und man könnte einem gestandenen Manager daraus einen Vorwurf machen. Soll er doch wieder zu Aufwand-Nutzen-Betrachtungen zurückkehren und bewusst entscheiden was zu tun ist….

Ich möchte dabei durchaus auf die vielfältigen Schwierigkeiten um die ROI-Fragen rund um Social-Media hinweisen, die eine monetäre wie eine nicht-monetäre Bewertung der Unternehmensaktivitäten im Zusammenhang mit Social Media kaum möglich machen. Und obwohl dies in anderen Kommunikations-Maßnahmen vergleichbar schwer ist, sind die dort weniger hitzig geführten Bartungsgespräche durchaus eine Grundlage über Aufwand und Nutzen nachzudenken und dann zu entscheiden.

Das sich der Einsatz von Social Media lohnen kann, bezweifle ich nicht. Ich glaube nur, viele Firmen sind falsch beraten.

Panik überall . Nachdenken nicht erlaubt.

Ein weiteres Zitat… “Mein Telefon steht nicht mehr still – ein Social Media Berater nach dem anderen ruft hier an.”

Die Inhalte der daraus resultierenden Gespräche sind einseitig gefärbt – das ist der Eindruck, den ich bekomme, wenn ich zuhöre. Es werden Branchenvergleiche zitiert. Der unvermeidliche Blick in die USA darf auch nicht fehlen. Und dann werden die größtenteils unwirksamen Aktionen der direkten Mitbewerber dargestellt. Einseitig und unverantwortlich, was Menschen in Verantwortungsposition als Entscheidungsgrundlage durch “Berater” vorgelegt bekommen.

Panik machen gilt nicht

Ich gebe mein Wissen gerne weiter und ich gebe es im Bewusstsein einer großen Verantwortung weiter. Mein Rat bewirkt in den Unternehmen zum Teil grundlegende Veränderungen.

Panik machen gehört nicht zu meinen Aufgaben.

Ich hoffe wir kehren zu einer ruhigen Betrachtung des Für und Wider von Social Media für Unternehmen zurück. Gerade vor den aktuellen Ereignissen. Facebook und Google machen sich mit Ihren AGBs und den Datenschutzrichtlinien zu unberechenbaren Partnern. Wenn ein Lieferant mit solchen AGBs Zulieferer werden will, muss er offensichtlich Facebook heißen, denn  jeder andere würde des Hauses verwiesen.

Also kehren wir zurück, zu einer reflektierten und ruhigen Diskussion und suchen nach erfolgversprechenden Ideen für Unternehmen für die Nutzung von Social Media.

 

Handbuch Online-PR ist erschienen

Das Handbuch Online-PR von Ansgar Zerfaß und Thomas Pleil ist fertig. Mark-Steffen Buchele und Saim Alkan haben das Kapitel “Websites als Basis der Unternehmenskommunikation im Internet” dazu beigesteuert. Der Beitrag informiert über die technischen Grundlagen und Arten von Websites, skizziert den Prozess der Inhaltserstellung und beleuchtet unterschiedliche Erfolgsfaktoren für Websites.

Das Handbuch Online-PR ist im UVK-Verlag unter der ISBN 978-3-89669-582-6 erschienen.

 

 

Ergebnisse der Content Studie 2011 liegen vor

Die Auswertung der Content Studie 2011 ist abgeschlossen und zeigt: Online-Redaktionen unterscheiden sich zunehmend – je nachdem, ob sie für ein Intranet oder eine Internet-Website zuständig sind. Der Titel der aktuellen Content Studie “Emanzipation des Intranets – Collaboration liegt im Trend” bringt diese Entwicklung auf den Punkt.

Das Zuständigkeitenprofil eines Online-Redakteurs wird immer umfangreicher. Neben den “üblichen” Tätigkeiten wie Texterstellung und -überarbeitung kommt vor allem der Konzeption einer Website eine immer größere Bedeutung zu. Insgesamt wird von Online-Redakteuren zunehmend Multitasking gefragt. Diese Mehrfachbelastung kann sich negativ auf die Qualität des Contents auswirken.

Unterschiede zeigen sich beim Vergleich der Zuständigkeiten von Internet- und Intranet-Redakteuren. Während im Internet Text- und Suchmaschinenkompetenz groß geschrieben werden, sind Intranet-Redakteure hauptsächlich mit konzeptionellen Aufgaben betraut.

Die Content Studie verdeutlich einmal mehr, dass sich das Berufsbild des Online-Redakteurs sich im Wandel befindet und dass die Anforderungen an Online-Redakteure steigen.

Zum ersten Mal widmete sich eine Content Studie der Collaboration Software Microsoft SharePoint, auf interessante Ergebnisse haben wir bereits hingewiesen.

Der Studienbericht ist ab sofort bestellbar.

Interview mit Saim Alkan zum Text-Automat

Tanja Gabler von der InternetWorld hat mich zum Thema Text-Automat interviewt.

Wie ich finde hat sie sehr gut erfasst wie das System funktioniert und auch verständlich zu Papier gebracht.

Keine langen Worte mehr…. das Text-Automat-Interview