Videos – kometenhafter Aufstieg im Netz

Video killed …? Ja, was? Die Zahlen sind eindeutig:

  • Im April diesen Jahres haben deutsche User mehr als 9 Milliarden Videos angeschaut (im Vergleich zum Vorjahr sind das knapp 30% mehr).
  • Jeder der 44 Millionen Besucher von Online-Video-Plattformen sah durchschnittlich 214 Videos in einem Monat und verbrachte im Durchschnitt über eine halbe Stunde pro Tag mit dem Online-Video-Schauen.
  • Die aktivsten Zuschauer sind männlich und zwischen 15 und 24 Jahre alt und schauen im Schnitt mehr als eine Stunde.
  • Fast alle Videos (99,7%) wurden auf youtube geschaut – allerdings zogen andere Anbieter nach.

Online-Videos sind sicher eine starke Konkurrenz zum Fernsehen – aber ich denke, es geht hier nicht nur um Filme oder Musik-Videos. Auch Ratgeber, Dokumentations, Präsentations- und Infofilme gewinnen enorm an Akzeptanz und Attraktivität bei den deutschen Nutzern. Bei der Content-Planung muss jetzt “Video” immer als Möglichkeit für die Infovermittlung mitgedacht werden.

Blogs: Wie nenne ich mein …?

Wenn man über Anglizismen redet oder schreibt, kommt immer der Hinweis, statt der englischen lieber deutsche Wörter zu verwenden. Natürlich kann ich die Klagen über hässliches “Denglish” nachvollziehen und in vielen Fällen gibt es eine schönere deutsche Variante. Tatsache ist aber auch, dass es gerade im Online (Englisch!)-Bereich eine Menge englischer Wörter in die Umgangssprache geschafft haben.

Deutsche Wörter haben es hier sehr schwer oder wirken künstlich, wie ich schon in dem Artikel “Twitter – Wie nenne ich mein…” feststellen musste. Tweet, Twitter, follower, following, hashtag – übersetzen oder lassen? Anglizismen sind nicht sonderlich elegant, aber übersetzen klappt auch nicht immer – auch wenn einige kreative Vorschläge für eine deutsche Entsprechung gemacht wurden. Mal schauen wie’s beim Blog-Vokabular aussieht:

Der/die/das Blog
Diese Diskussion ist so alt wie das Bloggen selbst: Heißt es nun „der“ Blog oder „das“ Blog? Während die Blogger der ersten Stunde oft auf „das“ Blog beharren, kursiert in der deutschen Blogosphäre ebenso häufig auch „der“ Blog.
Mit dem ersten Eintrag im Duden, der letzten Instanz in Zweifelsfällen deutscher Sprache  wurde es 2006 offiziell: Man darf sowohl „das“ als auch „der“ Blog sagen (wobei „der“ nur Rang 2 einnimmt).
Logisch: Bei einem englischen Wort gilt der Artikel der Eindeutschung: Wer Weblog mit „Notizblock“ übersetzt statt mit „Logbuch“, der darf mit Segen des Bibliographischen Instituts in Mannheim auch „der“ Blog schreiben.

Post
Das habe ich gestern gepostet” – als Verb wird “post” oft verwendet, als Substantiv haben sich jedoch deutsche Wörter wie Beitrag, Eintrag oder Artikel durchgesetzt. Das Problem liegt hier vielleicht an der Nähe des Wortes im deutschen Sprachgebrauch zum großen gelben Briefunternehmen.

Kommentare
No comments, sondern Kommentare. In diesem seltenen Fall wird tatsächlich am deutschen Vokabular festgehalten. Das mag an der deutlichen Nähe des Wortes zu seiner englischen Übersetzung liegen.

Blogroll
Die Blogrolle. Ein Begriff, der endlich auch im Deutschen funktioniert. Die Umschreibung ist auch verständlich: öffentliche Linkliste zu anderen Weblogs. Wahrscheinlich liegt’s am cool wirkenden Klang des englischen “r”, dass das brave deutsche Wort sich nicht wirklich durchsetzen kann.

Trackback
Frei zu übersetzen am besten mit dem „gegenseitigen Zitat“. Daraus kann man im Deutschen leider kein schönes Substantiv machen. Das liegt wohl daran, dass im Deutschen hier zwei Verben stehen müssten:  “rückverfolgen” und “nachverfolgen“. Es wird wohl bei der englischen Bezeichnung bleiben, weil hier auch die Kraft des Reimes wirkt.

Tag
Tags bieten die Möglichkeit, den Inhalt eines Blogs zu kategorisieren. „Kategorien“ oder „Schlagworte“ wären demnach eine angemessene deutsche Übersetzung. Das Wort „tag“ besticht allerdings durch seine Kürze.

Bei der näheren Betrachtung finde ich sehr interessant, dass sich viele Wörter nicht nur durchsetzen, weil sie besser passen, sondern weil sie klanglich reizvoll sind. Da sich Blogs und deren Vokabular schon etabliert haben, glaube ich nicht, dass sich hier deutsche Wörter weiter durchsetzen. Aber wenn Sie bessere Vorschläge haben, fände ich die natürlich sehr interessant!

Ist Ihr Content noch frisch?

In der Serie “Auf dem Laufenden bleiben – aktueller Content“  habe ich mir ja schon einmal Gedanken gemacht über das “Ablaufdatum” von Content: Welche Art von Content altert besonders schnell? Wie kann die Online-Redaktion dafür sorgen, dass sie nur frischen Content anbietet?

Genau zu diesem Thema hat Clinton Forry von content-ment gerade einen Artikel geschrieben – mit verblüffend übereinstimmenden Ergebnissen, wie ich finde:

Interessant finde ich seine Zusammenstellungen zu besonders vom Verfall bedrohten Content: News, Events und Pressemitteilungen liegen ja nahe – aber auch Produktbeschreibungen können immer wieder Aktualisierungen brauchen.

Warum ist abgelaufener Content so schädlich? Der User kann doch sehen, dass z.B. ein Event in der Vergangenheit liegt – das ist doch nicht so schlimm. Forry sieht  “rotten content” jedoch als echte Bedrohung für ein Unternehmen. Seine Befürchtungen:

  • negativer Einfluss auf die Marke
  • User bekommt insgesamt einen schlechten Eindruck
  • verursacht Zweifel am Wahrheitsgehalt bzw. an der Gültigkeit Ihres Contents
  • bedroht das Verhältnis zu Partnern
  • rechtliche Verpflichtungen

Was gegen abgelaufenen Content hilft? Da bin ich mit Forry einer Meinung: Entscheidend ist es, die Contentherstellung nicht als Projekt, sondern als Prozess einzustufen. Und in den Prozess auch die Überarbeitung und die Prüfung des Content einzugliedern – sonst geht’s mit der Qualität der Website schnell bergab.

Produkt-Infos in Online Shops – Übersichtlichkeit ist entscheidend

Wo liegt bei Online-Shops noch viel Optimierungspotential? Hier kann es sehr klug sein, die Kunden zu fragen. Das hat Thorsten Wilhelm von e-result getan: “Bei welchen Inhalten, Funktionen und Services eines Online-Shops wünschen Sie sich deutlich Verbesserungen und Innovationen?”  Von 600 deutschen Webnutzern nannten rund zwei Drittel die Produktdetailseiten als verbesserungswürdig.

Dieses Ergebnis korreliert mit den Klagen von US-Usern (gemäß der Studie: “Online Shopping: Convenient but Risky“), die zwar gerne online einkaufen, mit den Infos  zu den Produkten aber nicht zufrieden waren:

  • 43% waren enttäuscht über die wenigen Informationen zu den Produkten.
  • 32% waren verwirrt von den Informationen, die sie zum Produkt gefunden haben.
  • 30% waren überwältig von der Menge der Informationen.

Bei den Tipps zu den Produktinformationsseiten wird immer wieder darauf hingewiesen, möglichst viele Informationen zur Verfügung zu stellen. Und klar, die User brauchen möglichst umfassende Informationen, um eine Kaufentscheidung zu fällen. Doch die Herstellerinfos mit allen Details zu Material, Größe und Ausstattung einfach 1:1 in den Shop zu stellen, macht den Eindruck von Austauschbarkeit und stiftet beim User eher Verwirrung.

Gerade bei Produkt-Infos sollten Sie die Regeln für gute Online-Texte besonders aufmerksam berücksichtigen, denn Übersichtlichkeit ist hier entscheidend.

  1. Machen Sie sich besondere Mühe mit dem ersten Abschnitt und stellen Sie die entscheidenden Informationen gleich zu Beginn des Textes.
  2. Geben Sie dem Kunden Entscheidungshilfen, in dem Sie das Alleinstellungsmerkmal des Produkts klar benennen.
  3. Fassen Sie zusammengehörige Kennzeichen zusammen, z.B. mit Bullet-Points,  in einem eigenen Kasten oder in einer Tabelle.
  4. Geben Sie dem Kunden die Chance umfassendes Info-Material in Ruhe durchzulesen. Stellen Sie z.B. PDF-Dokumente für den Druck zur Verfügung.
  5. Halten Sie die Wortzahl möglichst kurz und verzichten Sie auf Werbesprache.

Die Mühe lohnt sich, denn gute Texte steigern den Umsatz, das haben wir anhand einer A/B-Studie schon nachgewiesen.

Anglizismen: So macht man es richtig (4)

Verben

Verben sind in Bezug auf Anglizismen  eine Klasse für sich. Durch die verschiedenen Zeitformen und Konjugationen kommt es bei (d)englischen Verben oft zu großer Verwirrung. Auch hier gilt: Halten Sie sich in erster Linie an die deutschen Regeln. Konjugieren Sie wie gewohnt und setzen Sie Hilfsverben nach Gefühl ein.

  • Sollte Ihnen ein Hilfsverb einer Vergangenheitskonstruktion dennoch absolut fehl am Platz vorkommen, umgehen Sie das Hilfsverb einfach.
    Beispiel: Statt „Ich habe die Webseite gerelauncht“ oder „Die Website ist gerelauncht“ könnten Sie die Konstruktion ersetzen, indem Sie ein Nomen einsetzen: „Der Relaunch-Vorgang der Webseite ist abgeschlossen“
  • Große Fragezeichen stellen auch immer wieder die vermeintlich trennbaren Zusammensetzungen dar. Auch hierbei sollten Sie das Gefühl entscheiden lassen – oder sich für die Variante mit der besseren Verständlichkeit entscheiden.
    Beispiel: „Ich downloade die Datei“ ist  wahrscheinlich etwas eleganter als „Ich lade die Datei down“. Die beste Variante in diesem Fall „Ich lade die Datei herunter“?
  • Oft stellt sich auch die Frage, ob man ein englisches Verb im Deutschen nach englischen Regeln konjugieren sollte. Wie immer sollten Sie sich ans Deutsche halten.
    Beispiel „Gepostet“, „Recycelt“, „gesurft“, „gecancelt“
    Aber wie soll es auch anders sein – natürlich gibt es Ausnahmen. Für diese gibt es auch wie immer keine festen Regeln. Auch hier sollte eher wieder das Gefühl entscheiden.Beispiel: „getimt“ oder „getunt“ wäre kaum zu verstehen, „getimed“ und „getuned“ macht durchaus mehr Sinn.
  • Bei Verben die auf Konsonanten enden, ist meist nicht klar, ob dieser verdoppelt werden muss oder darf. Hierbei solllten Sie sich am Englischen Gerundium orientieren.
    Beispiel: „reset – resetting“ – Also auf (D)englisch: „das Resetten“, „scan – scanning“ – also auf (D)englisch: „Das Scannen“

Richtige Schreibung

  • Auch für die Groß- und Kleinschreibung gelten im Großen und Ganzen die deutschen Regeln. So werden Nomen groß geschrieben, Verben klein usw. Beispiel: „the scanner“ aber „Der Scanner“
  • Bei zusammengesetzten Substantiven sollten Sie auf Binderstriche verzichten. Dies gilt für mehrsprachige Kombinationen wie zum Beispiel  „Designschule“ „Webanwendung“ genauso wie für einsprachige Kombinationen wie „Webdesign“ und „Computerpool“.
    Dennoch ist auch hierfür keine klare Regel gegeben. Wollen Sie etwa einen Teil der Wortkombination besonders hervorheben, bietet sich der Bindestrich wiederum an. Manchmal ist er sogar unerlässlich oder kann bei langen Kombinationen die Lesefreundlichkeit und somit das Verständnis erhöhen.
    Beispiel: „PC-Raum“ „DTP-Programm“ oder „Backupverfahren“ vs. „Back-up-Verfahren“. Entscheiden Sie nach Gefühl und Ihrer Intention.

Wie aus den vorangegangenen Tipps und Beispielen hervorgeht, gibt es in den meisten Fällen keine klare Lösung. Deshalb bietet es sich tatsächlich an, die oben genannten Fehlerquellen geschickt zum umfahren und das Gefühl entscheiden zu lassen. Die eleganteste Lösung ist im  Zweifel immer, nach einer deutschen Entsprechung zu suchen – in den allermeisten Fällen funktioniert das.
Erfolgreiches Surfen, frohes Resetten und einen gechillten Arbeitstag!

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Das Intranet: Zukunftsvisionen auf dem Intranet Summit 2010

Stellen Sie sich vor, alle arbeiten mit dem Intranet und keiner merkt’s. Was klingt wie ein philosophischer Ansatz, ist die Zukunftsvision von Stephan Schillerwein, Head of Research der Infocentric Research AG (er führt mit “Intranet Matters” auch ein sehr interessantes Blog zu dem Thema) auf dem Intranet Summit 2010: „Das Intranet des Jahres 2015 wird der Workplace des Mitarbeiters sein.“ Und: „Das Intranet von heute steckt noch in den Kinderschuhen.“ Aber: „Was wir heute im Jahr 2010 entwickeln und implementieren, ist die Basis für morgen.“

Das ist nicht neu, betrachtet man die kurze Entwicklung des Intranets: Am Anfang stand die alleinige Bereitstellung von Informationen. Irgendwann entdeckte die Geschäftsleitung das Intranet als Sprachrohr für Ihre Botschaften. Heute sollen die Mitarbeiter selbst mitreden: Teilnehmen statt teilhaben ist das Prinzip. Morgen, im Jahr 2015, soll das Intranet „Workplace“ werden – der Arbeitsplatz der Mitarbeiter.

Wie sieht diese Intranet-Vision praktisch aus?

Stellen wir uns einen Mitarbeiter namens Müller in fünf Jahren vor. Herr Müller meldet sich per Single-Sign-On an seinem Rechner an. Dort findet er alles, was er braucht:

  • ein realtime Kommunikationstool
  • eine Plattform, auf der er Dokumente gleichzeitig mit einem Kollegen bearbeiten kann
  • einen Kalender, der ihm sagt, wann seine Kollegen Urlaub haben oder in Terminen stecken

Gegen Mittag wirft Herr Müller einen Blick in den Speiseplan und legt vor der Pause noch schnell eine Präsentation für sein Projektteam ab. Kurz vor 17 Uhr bekommt Herr Müller Besuch von seinem Kollegen aus der internen Kommunikation. Der fragt ihn: „Und, wie findest du das Intranet?“ Darauf Herr Müller: „Welches Intranet?“

Collaboration ist die Zukunft

Das Zauberwort heißt „Collaboration“. Dr. Jasmin Top, Managerin Corporate Messages bei der BASF Group bezeichnet den Begriff als „Buzzword“ – Schlagwort. „Collaboration“ ist das neue Trendwort der Branche. Jeder benutzt es, aber kaum einer weiß, was es bedeutet. Sie erklärt:

„Collaboration führt die verschiedenen Kommunikationsmittel wie Blog, E-Mail, Wiki etc. zusammen.“

Konkret heißt das: Die Tools im Intranet müssen zusammengeführt werden. Das ist in erster Linie ein technisches Problem. Womit wir beim Key-Learning des Intranet Summit 2010 wären: Die IT-Abteilung wird in Zukunft unser engster Verbündeter. Das bedeutet: Mit dem ITler kommunizieren, statt ignorieren.

Twitterverbot für Museum (inzwischen aufgehoben)

Heute komme ich aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Twitterverbot

Da geben sich einige Mitarbeiter bei einem städtischen Museum ein wenig Mühe und twittern ganz brav über Öffnungszeiten und Veranstaltungen. Und sie können dabei immerhin 500 Follower gewinnen. Und dann, dann kommt der Museumsdirektor? die Stadt Wuppertal oder ein Vorgesetzter? und verbietet die dienstliche Nutzung von Twitter.

Nicht wegen Erfolgslosigkeit oder weil’s nicht ins Konzept passt oder weil er Twitter dämlich findet, sondern wegen der Risiken.  Aha.

Die einzigen Risiken, die ich bei Twitter sehe, ist, dass es niemanden interessiert, was man schreibt. Oder negative PR wegen ungeschickter Äußerungen – aber das kann der oder die Verantwortliche vom Heydt-Museum schon ganz gut ohne Twitter. Freu mich schon auf die Stellungnahme.

Nachtrag 21.05:  keine Stellungnahme aber eine schnelle Entwarnung: Die Mitarbeiter vom Heydt-Museum dürfen doch weiter twittern. Somit hat diese Art von “Hilferuf” gestern doch gefruchtet (und immerhin fast 30 Follower gebracht). Gut gezwitschert!

Schreibtipp mit der Axt

Diesen Seufzer kann ich verstehen. Ich werd vermutlich keinen Roman schreiben und mein Leidensdruck als Autor wird sicher nie sechs Flaschen Bourbon groß sein. Aber die Umstände, die Zeitkolumunist Martenstein in die Verfassung versetzten, den geilsten Text seines Lebens zu schreiben, sind mir nicht ganz fremd:

Die Frau sagte, ihre Chefin habe beschlossen, dass dieses Honorar, was sie mir versprochen hätten, viel zu hoch sei, was ich denke, wer ich sei, ich sei wohl größenwahnsinnig, außerdem sei der Text nur 6100 Zeichen lang.

Größenwahnsinn wird mir zwar nicht vorgeworfen, aber unterschwellig hab ich in letzter Zeit häufiger gehört, wie teuer Texte seien, dass man sie viel viel günstiger bekommt. Und klar, Schreiben kann ja jeder, der tippen kann.  Nur ich nicht so gut wie Martenstein -  und der denkt an Papa Hemingway.

Texten für das Internet – Seminare in München und Düsseldorf

Was ich hier verstreut zum Thema Qualität von Online-Texten geschrieben habe, können Sie konzentriert an zwei Tagen lernen. Zusammen mit Management Circle gebe ich zwei Seminare zum Thema “Texten für das Internet”.

Hier bekommen Sie das wichtigste Werkzeug für gute Online-Texte zur Hand.
Sie lernen…

  • … wie wichtig es ist, die Zielgruppe und deren Vorlieben im Web zu beachten.
  • … wie Sie Ihren Texten eine klare Linie und Struktur zu geben (und warum das so wichtig ist).
  • Schreibstil, Textaufbau und Layout am Nutzerverhalten auszurichten.
  • … Ihre Zielgruppe über Moderation, Instruktionen und Teaser direkt anzusprechen.
  • … worauf es  bei Navigation, Menüs und Links ankommt.
  • … welche Tricks und Kniffe es gibt, die Qualität Ihrer Online-Texte zu sichern (wie Sie z.B. Standards festlegen oder einen Styleguide erstellen)

Interessant sind diese Intensiv-Seminare für alle die Online schreiben, also für Online-Redakteure und  für Mitarbeiter in den Bereichen Unternehmenskommunikation, Marketing sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Seminare finden in München (1. und 2.Juni) und in Düsseldorf (28. und 29. Juni) statt. Ich freue mich, Sie dort zu treffen!

Was fesselt die Digital Natives? 1.Stuttgarter Medienkongress

Verändertes Mediennutzungsverhalten und Auswirkungen auf die Märkte

Der erste Stuttgarter Medienkongress am 3. Mai 2010 beschäftigte sich mit dem Thema „Was will die Generation Internet wirklich? – Der Medienmix für die Digital Natives”. Die Digitalisierung prägt unseren Alltag und verändert zunehmend unser Mediennutzungsverhalten. Aufgrund der wachsenden Bedeutung der „Digital Natives“, der Generation, die heute mit digitalen Medien wie Computer, Internet, Handys und MP3s aufwächst, sind neue Strategien für Medienmacher entscheidend, um auch zukünftig auf dem Markt erfolgreich zu sein.

Workshops, Diskussionen und Networking

Verschiedene Experten aus der Medienbranche, wie  Verena Wiedemann (Generalsekretärin ARD), Thomas Langheinrich (Präsident LFK), Philipp Haußmann (Vorstand Klett AG) und Dr. Jürgen Weber (Senior Director Wireless Germany, Alcatel-Lucent Deutschland AG) präsentierten und diskutierten den Umgang mit der 14-29-jährigen Zielgruppe. Hier bleibt die Frage offen, ob die Experten, die eindeutig der Generation der “Digital Immigrants” angehören, wirklich Bescheid weiß über das Internet-Verhalten der jungen Generation. Immerhin kamen auch  einige „Digital Natives“ zu Wort, die von ihrer Mediennutzung im Alltag berichteten.

Fazit: Medien der „Digital Natives“

  • 30 Mio. der über 14-Jährigen sind Mitglied in mindestens einem sozialen Netzwerk.
  • Die Webseiten Google, Facebook, SchülerVZ, Wer-kennt-wen? u.a. soziale Netzwerke sind am beliebtesten.
  • 10%  aktive Nutzer, die Inhalte ins Internet einstellen –  90% nutzen diese.

Von Heidi-Vanessa Krestel