Treffen wir uns in Texas?

Der wilde Süden fährt in den wilden Westen! Das South by Southwest Festival (SXSW) in Texas hat sich vom reinen Musikfestival zu einem bedeutenden internationalen Event entwickelt, auf dem man neuesten Trends in der Musik, Film und interaktive Medien kennen lernen kann.

Und AX Semantics ist dabei! Wir freuen uns sehr, dass wir ausgewählt wurden, die kreative Szene Baden-Württembergs auf diesem Festival zu repräsentieren. Als Teil der Baden-Württemberg-Delegation werden am 14. März zusammen mit den anderen Unternehmen unter anderem eine 120-Minuten Party im German Haus geben.

Sie sind herzlich eingeladen vorbei zu kommen!

Das Vorstellungsvideo von AX für SXSW 2015 – South by Southwest
  • Mehr Informationen zum weltgrößten Kreativfestival und den Botschaftern aus dem Südwesten finden Sie bei den Mitveranstaltern der MFG Baden-Württemberg: „Southwest goes Southwest„.
  • Wenn Sie sich in Texas anmelden wollen – hier geht’s zum Programm der SXSW

Schneller, größer, gut beraten: Die 10 besten Intranets 2015

Jedes Jahr Anfang Januar benennt die Nielsen Norman Group die „10 besten Intranets“ des Jahres und formuliert aus den Ergebnissen die wichtigsten Intranet-Trends. Große Überraschungen gibt es da nicht, die meisten Entwicklungen zeichneten sich schon im letzten Jahr ab. Das liegt aber auch daran, dass sich Neuerungen in Intranets eher langsam etablieren. Aber wenn man sich die Entwicklungen über die Jahre hin anschaut, kann man durchaus einige Trends erkennen:

Abschied von „Elefanten-Projekten“

Ein Intranet zu konzipieren, zu organisieren und zum Laufen zu bringen, das war bisher ein auf mehrere Jahre angelegtes Konzept. Das geht inzwischen schneller nur noch 1,4 Jahre von Projektstart bis zum Live-Gang hat es bei den Gewinner durchschnittlich gedauert. Im Vergleich dazu waren es 2010 3,7 und 2012 noch 4 Jahre. ganzen Artikel lesen

Roboterjournalismus und Pressekodex

Im Interview „Maschinen können keine Krimis schreiben“ für Golem hat Christoph Schön mich gefragt, was ich von dem Vorwurf halte, Roboterjournalimus könne missbraucht werden und gegen ethische Grundsätze verstoßen. In meiner Antwort habe ich auf den Pressekodex verwiesen.

Tatsächlich kann man keine Software ethisch verpflichten, wenn auch die Formulierung der Asimov’schen Robotergesetze das evozieren kann. („1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen (wissentlich) Schaden zugefügt wird.“). Eine ethische Verpflichtung haben meiner Meinung nach die Menschen, die eine Software programmieren und verwenden. Interessant ist hierfür auch die Diskussion zur Gesetzgebung in der EU: Das Fazit der europäischen Arbeitsgruppe „RoboLaw“ ist, dass eine allgemeine (restriktive) Gesetzgebung zum Thema „Roboter“ nicht sinnvoll sei, viel mehr gehe es darum, eine funktionale Perspektive einzunehmen, die sich an der Praxis orientiert. ganzen Artikel lesen

Zweite Computional Linguistics Unconference (CLUNC) mit „Mr. Robotjournalism“ Ken Schwencke!

Weil’s so schön war – gleich noch einmal: aexea veranstaltet zum zweiten Mal das Barcamp zur Computerlinguistik (CLUNC). Am 23. und 24. Januar treffen sich in Stuttgart Computerlinguisten, Redakteure, Programmierer, Datensammler, Journalisten, Experten und Begeisterte um sich auszutauschen. Bei der 2. CLUNC wird die Runde international sein. Und es wird dieses Mal gleichzeitig ein Hackathon geben –  mit einem beachtlichen Preisgeld.

Dazu ist es uns gelungen, „Mr. Robotjournalism“ Ken Schwencke als Teilnehmer zu gewinnen. Ken Schwencke ist Journalist und Programmierer und hat für die LA Times den „Quakebot“ gebaut, eine Software für automatisierte Erdbebennachrichten, der Schlagzeilen gemacht hat (u.a. haben berichtet: Zeit, TAZ, FocusOnline, Neue Zürcher Zeitung…)! Wir sind schon sehr auf die Sessions und Diskussionen gespannt! Es gibt noch freie Plätze!

Events als Content-Quellen

Wer auf der Suche nach interessanten und relevanten Themen für die Unternehmenskommunikation ist, sollte Konferenzen, Barcamps, Messen oder anderen Veranstaltungen nicht links liegen lassen, denn sie sind eine hervorragende Content-Quelle! Darauf hat Kane Jamison am Whiteboard Friday (bei moz.com) hingewiesen. Hier ein paar Hinweise, mit welchen Strategien Sie das Beste aus Veranstaltungen herausholen.

1. Wählen Sie die passenden Plattformen.

Live von Veranstaltungen zu twittern oder zu bloggen ist beliebt. Kein Wunder: Man kann einen unmittelbaren Eindruck an seine Follower vermitteln und auch Follower gewinnen. Solche Live-Inhalte sind natürlich sehr lebendig, haben aber nur eine kurze Lebensdauer. Zum einen, weil sie so stark situationsgebunden sind, dass sie ohne genaue Kenntnis der Umstände nicht mehr interessant sind. Zum anderen verschwinden sie schnell in der Timeline der Plattformen. Weitaus langlebiger (aber auch ein wenig langweiliger) sind Rückblicke und Zusammenfassung der Veranstaltungen auf Websites und Blogs. Mit den wichtigen Keywords und den passenden Links ausgestattet, wirken sie länger nach – sowohl bei den Usern als auch aus SEO-Sicht.

2. Bereiten Sie die Berichterstattung vor.

Während Jamison sich bei der Vorbereitung darauf konzentriert, Vorlagen für Blog-Posts zu schreiben, ist es für mich wichtiger, die Themen einer Veranstaltung im Vorfeld auf dem Blog anzuschneiden. Ein wichtiges Instrument dafür, (eigene) Veranstaltungen auf Content-Ebene optimal zu verwerten, ist die Themen-Anlass-Matrix . ganzen Artikel lesen

Robots vs. Journalisten 1:1 in puncto Glaubwürdigkeit

Leser vertrauen News-Artikeln, die von einer Software automatisiert erstellt wurden im gleichen Maße wie Artikeln, die von Journalisten geschrieben wurden. Allerdings bewerten Leser mit journalistischem Hintergrund die Autorenschaft anders als. Das sind die Schlüsse, die aus dem Experiment von Hille van der Kaar und Emiel Krahmer von der Tilburg Universität (Niederlande) gezogen werden können.

Vertrauenswürdigkeit und Fachkompetenz als Kernkomponenten bei der Bewertung von Texten

Bei Untersuchungen darüber, wie Leser die Qualität eines Textes bewerten, wurde die Vertrauenswürdigkeit und die Fachkompetenz des Autors als entscheidende Kriterien herausgearbeitet. Wenn kein Autor bekannt ist, übernimmt z.B. der Verlag, die Plattform, das Unternehmen oder der Website-Betreiber seine Rolle. Es ist manchmal nicht so leicht nachzuvollziehen, dass die Eigenschaften, die sich eigentlich auf die Quelle beziehen, in so großem Maß die Bewertung des Textes beeinflussen. Aber in unterschiedlichster Form angelegte Studien kommen doch immer wieder zu diesem Ergebnis. ganzen Artikel lesen

Die 5 wichtigsten Tipps zum Schreiben von intelligentem Content

Wie bereits hier in einem Beitrag beschrieben, ist intelligenter Content anpassungsfähig und flexibel: Solche Art von Content kann auf verschiedenen Ausgabekanälen publiziert, für unterschiedliche Zielgruppen oder Nutzungsmotive oder zu neuen Geschichten zusammengestellt werden.

Bisher kannte der Autor seine Zielgruppe, das Ziel des Artikels und den Ort auf der Website (die Unterseite), wo sein Artikel erscheinen soll. Aus diesen Angaben hat er den gesamten Artikel konzipiert. Die Flexibilität stellt andere Ansprüche an den Autor. Hier sind die 5 wichtigsten Tipps zum Schreiben von intelligentem Content.

1 Konzipieren Sie einen Text in Modulen

Modular schreiben heißt nicht einfach kurze Texte schreiben, die irgendwie hintereinander gehängt werden können. Vielmehr bedeutet das eine Einheit über mehrere Module hinweg zu konzipieren. Die Module selbst müssen in sich abgeschlossen sein und eine klare Aussage haben. Die Bausteine unterscheiden sich z.B. in der Detailtiefe der Informationen oder den Tonalitäten. Die Grundfragen bei dieser Art von Modularisierung könnten z.B. sein:

  1. Wie kann dieses Modul dazu beitragen, das Ziel des Contents auf der Seite zu erreichen?
  2. Was würde verloren gehen, wenn dieses Element fehlt?
  3. Welche Beziehung besteht zwischen den Modulen?

2 Formulieren Sie präzise und knapp

Das bleibt das Herzstück für alle Arten von Text, die auf Bildschirmen gelesen werden: ganzen Artikel lesen

Passende Inhalte mit intelligentem Content

Im letzten Beitrag habe ich die Chancen für ein maschinenlesbares Zeitungsarchiv beschrieben. Nicht nur für Medien-Unternehmen sind durch Meta-Tags aufgewertete Informationen nützlich, auch „normale“ Unternehmen sollten sich überlegen in (Online)-Content zu investieren, der sich leicht anpassen und gut wieder verwerten lässt.

Semantisch angereicherte Inhalte stellen den konsequenten nächsten Schritt nach der Ära der Schreibmaschine dar. Unter dem Schlagwort „Intelligent Content“ wirbt der Unternehmensberater Scott Abel für einen längst überfälligen Paradigmenwechsel in allen Branchen.

»Simply put, ‘intelligent content’ is content which is not limited to one purpose, technology or output. It’s content that is structurally rich and semantically aware, and is therefore discoverable, reusable, reconfigurable and adaptable.«

Das Einsperren von Texten in PDFs, Word-Dateien und anderen Dokumentformaten ist dabei für Abel ein Kernproblem heutiger Inhaltsproduktion. Diese Handhabung macht das Weiterverwenden und Umfunktionieren von Inhalten unmöglich. Eben dies wird aber laut Scott Abel zukünftig mehr und mehr unverzichtbar:

»Mobile device apps serve customers looking for an answer: a specific piece of content. The right piece. The one they want or need. Until we can create smaller, modular pieces of semantically-enhanced content that can be easily repurposed by machines, we will continue to waste resources on outdated content production processes.«

Passende Inhalte für alle Endgeräte

Das Internet vereint als erweiterbares Universalmedium alle bisherigen Medienformate in sich: Text, Bild, Video und Audio in interaktiver, dynamischer oder statischer Form. Es revolutioniert die Medienlandschaft durch seine flexible und breite Anwendbarkeit. Gerade deshalb sollte es nicht als Reste-Verwerter für bereits produzierte Inhalte dienen müssen. Es ist vielmehr angebracht, die Möglichkeiten des Netzes in die Content-Produktion einzubeziehen. Die großen Chancen liegen für Abel und Holovaty aber nicht in einer Anzeige gleicher Inhalte in anderer Darstellungsform, wie das beispielsweise schon längst auf Websites mit „Responsive Design“ für unterschiedliche Bildschirmgrößen passiert. Mit dieser Übertragung in ein anderes Design ist außer einer besseren Lesbarkeit und einer komfortableren Bedienung nicht viel gewonnen. Aus semantisch aufgebauten Daten können jedoch automatisiert völlig neue Inhalte entstehen: Ein Text für den Leser am Smartphone, ein eigener Text für die Website und noch ein anderer Text für den Druck.

Nutzungsmotive erkennen

Längst ist bekannt, dass wir Texte auf einem Bildschirm anders wahrnehmen, als auf Papier. Wer je unterwegs mit seinem Smartphone verzweifelt online die Durchwahl eines Geschäftspartners suchte, weiß, dass auch hier wenig Entgegenkommen von den meisten Websites zu erwarten ist. Unterschiedliche Medien verlangen unterschiedliche Inhalte. Dafür gibt es technische Lösungsansätze. Nun liegt es an den Erfahrungsträgern des Nachrichtengeschäfts, den Fokus nicht nur auf neue Geschäftsmodelle zu lenken, sondern auch den Wandel zu einer zeitgemäßen Content-Strategie zu vollziehen.

Das maschinenlesbare Zeitungsarchiv als Chance für den Journalismus

Die Zeitungshäuser werden nicht müde, uns mitzuteilen, wie schlecht es ihnen geht. Während Anzeigenerlöse und Abonnentenzahlen sinken, fällt der Fokus der Aufmerksamkeit zunächst auf die Entwicklung neuer Finanzierungskonzepte: Da werden Leser gebeten, Werbung auf der Website zu akzeptieren, Bezahlschranken werden aufgebaut, man experimentiert mit freiwilligen Bezahldiensten und bewirkt für ein Magazin eine community-basierte Vorfinanzierung. Bei aller Beschäftigung mit der Monetarisierung darf eines nicht vergessen werden: Zeitungen und News-Portale leben von ihren Lesern, nicht von ihren Werbepartnern. Leser zahlen für Inhalte, wenn sie relevant und ansprechend aufbereitet sind. Die Aussage „Content is King“ (einst durch die Erstellung von Onlinemedien geprägt) gilt für alle Medien und sollte ein zentrales Leitmotiv der Zeitungshäuser werden. Eine konsequente Rückbesinnung darauf muss aber auch auf technischer Ebene stattfinden.

Technische Möglichkeiten nutzen

Längst haben wir Schreibmaschinen und Papier als starre und lineare Werkzeuge der Texterstellung hinter uns gelassen. Artikel werden heute mit Computern verfasst – höchste Zeit, diese Computer nicht mehr nur als bessere Schreibmaschine zu benutzen. Als News-Profis müssen Zeitungshäuser endlich anfangen, Inhalte nicht mehr nur als Stories zu betrachten, sondern als verknüpfbare Zusammenstellung von Daten. Reine Artikel können bisher nur von Menschen verstanden werden. Die Informationen in den Artikeln sollten mit ihren Beziehungen zueinander in einer Datenbank hinterlegt und somit für Computer besser zugänglich gemacht werden.

Das enorme Wandlungspotential der Nachrichtenproduktion

»So much of what local journalists collect day-to-day is structured information: the type of information that can be sliced-and-diced, in an automated fashion, by computers. Yet the information gets distilled into a big blob of text — a newspaper story — that has no chance of being repurposed.«

Datenzentrierter Nachrichtenansatz

Ein Beispiel: Die Nachricht einer Bürger-Demonstration enthält Informationen über den Austragungsort, Zeitpunkt und Dauer sowie Anzahl der Teilnehmer und deren Beweggründe. Diese Bestandteile der Nachricht können intern als strukturierte, maschinenlesbare Daten abgelegt werden. Der Nutzen eines solchen Nachrichtenarchivs wäre vielfältig:

  • Zukünftige Meldungen beispielsweise über weitere Demonstrationen, können sich auf diese Daten oder Teile davon beziehen.
  • Die Pflege der „harten Fakten“ könnte an zentraler Stelle passieren und damit Zeit und Geld sparen und das Risiko von Übertragungsfehlern eliminieren.
  • Datenbanken können sich durch weitere Quellen erweitern Informationen über Sportergebnisse, Wetter, Filme oder Bücher sind bereits online in strukturierter Form verfügbar.
  • Eine automatische inhaltliche Anpassung für weitere Medien (Mobile, Tablet, Website, Print) würde unterschiedlichen Nutzungsmotiven Rechnung tragen. Leser mit einem Smartphone als Anzeigegerät könnten beispielsweise spontan zu jener Demonstration dazustoßen, oder den verursachten Stau umfahren wollen.
  • Übersetzungen in andere Sprachen können durch das Wiederverwenden von Daten günstiger und schneller durchgeführt werden.
  • Große Datenmengen können von Computern besser und schneller erfasst und ausgewertet werden als von Menschen. Es gibt keinen Grund, warum der professionelle Umgang mit großen Datenmengen einzig dem Data Journalism vorbehalten sein sollte.

Content Produktion wichtiger als SEO!

Content Creation hat 2014 die höchste Priorität im Rahmen einer digitalen Strategie. Das ist das zentrale Ergebnis der Umfrage „Digital Trends in 2014″ des CMS-Herstellers Ektron, bei der 400 Website- und Marketing-Experten sowie IT-Fachleute Fragen zu den Zielen ihrer Online-Strategie beantwortet haben.
Während die Trends der vergangenen Jahre stark auf die Entwicklungen bei den mobilen Endgeräten einzahlten, liegt  der Fokus jetzt auf der Herstellung von Content. Mit 76% der Nennungen liegt Content Creation deutlich vor der Landing Page Optimierung (58%) und SEO (50%).
Die Herausforderung ist dabei unterschiedliche Inhalte für unterschiedliche Kunden zu produzieren: Auf der To-do-Liste stehen Personalisierung und Targeting bei den Befragten ganz oben! Mich würde sehr interessieren, welche Ansatzpunkte die Teilnehmer hierfür haben – aber das wurde leider nicht gefragt.