Zeitreise in den jetzt.de-Kosmos – ein Interview mit Dirk von Gehlen (Teil 4)
Im vierten und letzten Teil des Interviews wirft der Chefredakteur von jetzt.de einen Blick in die Zukunft.
text-gold.de: Wohin geht die Reise?
Dirk von Gehlen: Ich glaube, dass es dahin geht, dass man Medienmarken haben wird, die auf unterschiedlichen Distributionswegen ihre Glaubwürdigkeit oder ihre Verlässlichkeit transportieren. Wie etwa die Süddeutsche Zeitung. Die vielleicht auch eine Gestaltungsform hat die auf ein jüngeres leben ausgerichtet ist: Jünger heißt stärker digital ausgerichtet oder auf das Ausgehen ausgerichtet. Mit aktiver Freitzeitgestaltung verbunden ist. Das wäre eine schöne Perspektive.
text-gold.de: Was passiert mit jetzt.de-Lesern, die 25 werden?
Dirk von Gehlen: Man bleibt dabei? Das ist keine Alterfrage, sondern eine Frage der Lebensgestaltung. Die rein demographische Zielgruppenbeschreibung ist überhaupt nicht ziel führend. Ich habe auf Festivals 40-Jährige gesehen, die neben 17-jährigen ihr Zelt aufgeschlagen haben sie haben eine gemeinsame Art der Freizeitgestaltung haben. Es gibt aber auch 20.Järige, die sich in der Welt ihrer Eltern eingerichtet haben.
text-gold.de: Was heißt für Sie Web 2.0 im jetzt.de Kosmos?
Dirk von Gehlen: So problematisch ich das Schlagwort finde, so klar ist es für mich, dass es auf Dialog orientiert ist. Es geht darum mit dem aktiven Nutzer umgehen zu können. Die Zeit des Frontalunterrichts ist zwar nicht vorbei, aber er verändert sich. Und wir müssen darauf Antworten finden. Es ist die Frage, wie man einen Dialog führen kann mit den Lesern und wie man den Dialog nicht lediglich als Belastung empfindet, sondern wie man wiederum neue Kreativität und neue Themen schöpfen kann.
Lesen Sie auch Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

















