Intranet 2.0 – der erzwungene Wandel?

Diese Woche fand der IOM Summit der KongressMedia statt, bei dem ich zu Gast war und eine interessante Diskussion leitete.

Der Kongress war mit LIVE-Demos von Systemen einigen Dialogelementen und mit Cases sehr interessant. Seit einigen Jahren sitze ich allerdings auf solchen Veranstaltungen und wundere mich als vielgereister Intranet-Berater über die vielen tollen Fallbeispiele.

Werden aus dem Publikum dann allerdings Fragen zu ROI oder Erfolg der Intranet 2.0 Elemente gestellt, dann werden die Redner schnell still. Und das obwohl der Sinn und Zweck jedes Unternehmens eine Erfolgsmaximierung ist. Gleich welches Ziel dabei angesteuert wird, müssen alle Aktivitäten im Unternehmens dazu einen Beitrag leisten. Alle?

Intranet-Manager und seine Rollen

 

Die Schockstarre ist eingetreten

Björn Negelmann formulierte es in seiner Eröffnung sehr passend: „Wir reden seit Jahren über Change und nichts passiert.“  Symptomatisch für die Entwicklung des Intranet 2.0.

Dabei kommt das Intranet 2.0 technisch sehr gut voran. Der Worldwide Intranet Challenge attestierte das auf dem IOM Summit: Über 40% der befragten Unternehmen setzen Sharepoint ein. Die Infrastruktur ist vorhanden und trotzdem nutzen 55% der Mitarbeiter den Sharepoint nie in der Kollaboration. Und die wenigsten nutzen ihn täglich.

Meine Thesen zum Intranet Manager 2.0

Meine persönlichen Beobachtungen und die spannende Diskussion rund um die neuen Rollen des Intranet-Managers bringen mich zu folgenden Thesen zum Unternehmenswandel im Sinne eines Kulturwandels.

  1. Der Intranet-Manager begleitet einen Unternehmenswandel – er treibt ihn nicht
    Ich halte viele Enterprise 2.0 Manager und Berater für verantwortungslos. Sie treiben einen Kulturwandel in dem sich das Unternehmen im schlimmsten Fall nicht befindet. Und es ist fraglich, ob die veränderte Kultur zum Besseren für das Unternehmen führt. Also mehr Umsatz, mehr Gewinn und gesenkte Kosten. Selbst wenn die Antwort darauf ja lautet, ist die Frage des Zeitpunkts ein kritischer Aspekt. Der Enterprise 2.0 Manager sollte diesen Prozess moderieren – nicht selbst der Treibsatz in dieser Rakete sein.
  2. Tritt der Unternehmenswandel ein, sollte der Intranet-Manager gewappnet sein.
    Die Moderationsrolle wird sich in eine Mediatorenrolle wandeln. Ist das Unternehmen bereit für den Kulturwandel wird der Intranet-Manager gefordert. Aktiv eingreifen, gestalten und im Sinne des Besseren für das Unternehmen handeln müssen. Sein Wissen wird für das Unternehmen wertvoller denn je, weil er unterschiedliche Sichten, vielleicht sogar schädliche Konflikte, ausbalanciert.

Ich bin auf Ihre Meinungen gespannt. Sind Sie Treiber oder Moderator? Sind ihre Aktivitäten gut für das Unternehmen oder Selbstzweck? Was beobachten Sie?

 

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