Intranet: Personalisierung – 4 grundlegende Fragen

Die Menge an relevantem Content in einem Intranet ist ein wichtigtes Kriterium für die Qualität eines Intranet. Je mehr Informationen dort zu finden sind, desto besser. Gleichzeitig sind die Informationsmengen ein Problem – zu viele Inhalte machen die Navigation komplex und verwirren die Mitarbeiter.

Eine Ausweg aus diesem Dilemma kann die Personalisierung des Intranet sein. Das Ideal: Jeder findet nur das, was ihn interessiert. Gleichzeitig findet jeder alles, was ihn interessiert.

Um sich an dieses Ideal anzunähern, ist es sinnvoll, sich ein paar grundlegende Fragen zu stellen:

1 Welche Zielgruppen gibt es?

Wie sollen die Mitarbeiter eingeteilt werden? Hier sind nur einige Ideen:

  • nach Fachbereichen
  • nach Hierarchieebenen
  • nach Länderzugehörigkeit
  • nach Ausbildungststand: Auszubildende und ausgelernte Mitarbeiter
  • nach Erfahrungshorizont: neue vs. erfahrene Mitarbeiter
  • nach Standort

2 Was ist das Ziel der Personalisierung?

  • Intranet kann besser auf die Bedürfnisse einzelner Zielgruppen zugeschnitten werden.
  • Vertrauliche Informationen können gut gesteuert werden.
  • Fachspezifische und detaillierte Informationen können für die jeweilige Zielgruppe angeboten werden.

3 Welche inhaltlichen Konzepte für die Personalisierung gibt es?

  • Alle sehen alles – die Inhalte werden aber für die jeweilige Zielgruppe aufbereitet
  • Jede Zielgruppe sieht nur die für sie „freigeschalteten“ Inhalte:
    – ab einer bestimmter Navigationsebene
    – Personalisierung nur in bestimmten Fachbereichen
  • Benutzer können sich Startseite nach ihren Wünschen gestalten und Inhalte abonnieren

4 Was bedeutet die Personalisierung für die Intranet-Redaktion (Prozesse, Strukturen)?

  • Instanz notwendig, die entscheidet, welche Inhalte für wen sichtbar sind
  • Fachbezogene Personalisierung: Mehr Expertenwissen in den Intranet-Redaktionen benötigt

Gerade wenn das Intranet sich vom reinen Informationsmedium zum Arbeitsmittel entwickelt, kann man kaum auf eine stärkere Segregation der Inhalte auch in Form der Personalisierung verzichten. Sie muss für jedes Unternehmen aber genau abgestimmt werden. Und den Verantwortlichen muss klar sein, dass jede Personalisierung das  „Wir-Gefühl“ eines Unternehmens schwächen und den „Burgenbau“ der einzelnen Bereiche stärken kann.

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3 Kommentare zu “Intranet: Personalisierung – 4 grundlegende Fragen”

  1. Intranets 2009 – Jakob Nielsens Fazit (3) | text-gold.de  on Januar 21st, 2010

    […] Langzeitrends, die schon in den vergangen Jahren aufgetreten sind:  der Einsazt von SharePoint, Personalisierung, eindeutiger Workflow, Verbesserung der Suche, Card-Sorting zur Strukturierung des Intranet und der […]

  2. Intranet-Relaunch - Teil 2: Personalisierung und/oder Customization? | usabilityblog.de  on Februar 25th, 2010

    […] In einem großen Unternehmen brauchen die Mitarbeiter meist nur einen kleinen Teil der im Intranet verfügbaren Informationen. Die rollenbasierte Personalisierung hat das Ziel, dem Nutzer, die für ihn notwendigen Informationen direkt zugänglich zu machen. Die größten Schwierigkeiten bestehen darin zu entscheiden, wer welche Informationen benötigt und stringente Regeln für alle Abteilungen und Positionen zu schaffen. Hierfür bedarf es einer Datenbank zur Verwaltung der Zugriffsrechte. Eine ganz wichtige Anforderung in diesem Zusammenhang ist die Möglichkeit der schnellen Anpassung bei Änderung der Position oder einem Abteilungswechsel. Einen sehr guten Beitrag zum Thema Personalisierung findet sich im Blog Text-Gold.de. Hier wird aufgelistet, welche Fragen sich ein Unternehmen stellen sollte, wenn es eine Personalisierung der Intranet-Inhalte plant: Intranet: Personalisierung – 4 grundlegende Fragen. […]

  3. Intranet: Die Anforderungen an den digitalen Arbeitsplatz | text-gold.de  on Juni 16th, 2011

    […] Das Startseitenmanagement: Wie findet man die Balance zwischen der Notwendigkeit der breiten Streuung von Informationen und der Einbindung persönlicher Vorlieben? […]


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