Glaubwürdigkeit im Netz – Theorie und Praxis

Neben Aufmerksamkeit, ist Glaubwürdigkeit die große Herausforderung im Netz. Jeder kann Inhalte einstellen, doch wem kann man glauben? Ein Thema mit vielen Facetten und Standpunkten, das ich umso spannender finde, je mehr ich mich damit beschäftige. Madlen Manteufel wird es hoffentlich ebenso gehen, denn sie wird sich in nächster Zeit sehr intensiv wissenschaftlich mit dem Thema befassen. „Glaubwürdigkeit in der Online-Kommunikation“ – das ist der Arbeitstitel ihrer Dissertation und des Seminars, das sie in diesem Semester im Institut für Kommunikations-und Medienwissenschaft der Uni Leipzig anbietet. In diesem Rahmen habe ich einen kleinen Gastvortrag über „Glaubwürdigkeit aus Sicht von Organisationen“ gehalten. Und bin auf ein echtes Fachauditorium gestoßen, das sich tiefergehend mit dem Phänomen Glaubwürdigkeit in den Medien auseinandergesetzt hat und das in den nächsten Wochen auch noch tun wird. Klar, dass an der Uni die theoretischen Grundlagen wichtig sind. Es werden…

  • … unterschiedliche Konzepte von Glaubwürdigkeit vorgestellt.
  • … der Faktor Glaubwürdigket in der Unternehmenskommunikation bewertet.
  • … die Traditionen der Glaubwürdigkeitsforschung vorgestellt.

Doch die Studenten sollen auch die Praxis kennen lernen. Und dafür kam ich nach Leipzig. Tatsächlich hat sich nach dem Vortrag eine interessante Diskussion entsponnen, wie sich die Ergebnisse der Konzepte und Analysen in die Praxis umsetzen lassen. Viele theoretische Erkenntnisse klingen sehr einleuchtend und in vielen Online-Redaktionen ist man sehr bestrebt sie auch zu leben. Denn ob eine Web-Site den Usern glaubwürdig erscheint, entscheidet meiner Meinung nach über den Erfolg der Web-Site.

Doch im Alltag von Online-Redaktionen gibt es eine Menge kleiner Stolperfallen, die sich in der Summe auch auf die Glaubwürdigkeit auswirken können:

  • Texte, die einen Tick zu werblich sind – aber ein Projektleiter möchte ihn unbedingt so haben
  • uneinheitliche Rechtschreibung – weil der Style Guide wegen zu hohem Arbeitspensum nicht auf dem Laufenden gehalten wird.
  • bei sehr vielen Texten ist es sehr aufwendig, alle Quellenangaben zu recherchieren und zu überprüfen.
  • Und nicht selten stehen akribischen Quellenangaben Usability-Aspekte entgegen.

Nicht selten sind Aktualitätsdruck und personelle Unterbesetzung die Gründe – warum im Redaktionsalltag den Kleinigkeiten, die nicht selten über den Eindruck von Glaubwürdigkeit entscheiden können, zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Die Studenten werden in Sachen Theorie und Praxis auch selbst noch tätig werden, denn als Projektarbeit sind empirische Untersuchungen geplant. Auf die Ergebnisse der Web-Site-Analysen und der User-Befragungen bin ich sehr gespannt.

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Ein Kommentar zu “Glaubwürdigkeit im Netz – Theorie und Praxis”

  1. Korrekturlesen: So viel Zeit muss sein | text-gold.de  on Dezember 11th, 2012

    […] Das Korrekturlesen bezeichnet das Lesen eines Textes im Hinblick auf Fehler – oftmals ist die Fehlersuche auf grammatikalische und orthografische Fehler beschränkt. Sprachliche Fehler in Online-Texten aufzuspüren ist wichtig, denn sie beeinflussen, wie glaubwürdig wir eine Website empfinden. […]


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