Social Media Trends: Was können Unternehmen bei Pinterest tun? (4)

In Teil 2 und Teil 3 der Pinterest-Reihe haben die Auswertung des Wordings und der Themen sowie die Anlyse des Nutzerverhaltens deutlich gemacht, dass gerade im E-Commerce eine Stärke von Pinterest liegt. Hier hat sich Pinterest bereits neben – zum Teil aber schon vor anderen sozialen Plattformen etabliert.

Gleichzeitig signalisieren die Macher von Pinterest immer deutlicher, dass sie ihre Plattform nicht allein für private Boards vorgesehen haben, sondern durchaus auch eindeutige kommerzielle Belange integriert werden sollen. Welche Möglichkeiten bieten sich nun den Unternehmen bei der Nutzung von Pinterest? Und wie wird die Plattform von Unternehmen genutzt?

Bildstarke Branchen haben Vorteile

Bei Pinterest dreht sich alles um Bilder – Sie müssen wirken. Und eine gute Bildwirkung bietet für Unternehmen die Chance auf eine verstärkte Darstellung des Images, eine Ausweitung der Online-Präsenz und natürlich auf Kundengewinnung. Durch die Vorstellung des Teams oder aktueller Veranstaltungen sowie durch die Präsentation des Produkts macht sich der potentielle Kunde im wahrsten Sinne des Wortes ein „Bild“ der Marke. Das macht Pinterest für visuell geprägte Branchen besonders interessant:

  • Reisen: Hotels, Fluglinien, Reiseanbieter
  • Wohnen: Einrichtungshäuser, Möbelhersteller, Designer
  • Essen: Restaurants, Lebensmittelhandel
  • Mode, Kosmetik: Online-Shops, Beauty-Shops

Hier sind die Bildmotive einfach zu definieren und spielen auch in anderen Marketingkanälen eine große Rolle, sodass die Beschaffung von geeignetem Bildmaterial in der Regel keinen großen zusätzlichen Aufwand bedeutet. Bei weniger „bildhaften“ Zweigen muss man stärker über den Tellerrand schauen,  um geeignete Bildthemen zu finden und Bilderquellen zu eröffnen.

Tipps für einen erfolgreichen Pinterest-Auftritt

Das sind die wichtigsten Punkte, die Unternehmen beachten sollte, wenn sie die Plattform Pinterest für ihre Marketing-Aktvitäten nutzen wollen:

  • Das Bild macht es: Suchen Sie ansprechende und sprechende Bilder aus und platzieren Sie diese
  • Behalten Sie die Zielgruppe immer im Auge.
  • Legen Sie mehrere Boards mit sorgfältig ausgesuchten Board-Namen an. Dabei sollten Sie spezifische Keywords verwendet, die zum Board, den Pins und der Zielgruppe passen.
  • Seien Sie aktiv und kommunikativ. Das heißt: Pinnen Sie regelmäßig eigene Bilder, repinnen oder „liken“ Sie andere Bilder, kommentieren und folgen Sie anderen Boards und Usern (wie bei allen anderen sozialen Plattformen auch)
  • Machen Sie die eigene Website für Pinterest-User attraktiv: Veröffentlichen Sie interessante Bilder , installieren Sie „Pin it“-Buttons , entwickeln Sie passende Landing-Pages für die Pins.
  • Messen Sie Ihre Erfolge und lernen Sie aus Ihren Aktivitäten: Welche Pins und welche Boards sind besonders erfolgreich? Was machen die User, die von Pinterest kommen auf der Seite?
  • Nutzen Sie Synergien mit anderen Kanälen (wie Website, Facebook und Twitter) und stimmen Sie Ihre Strategien ab – vergessen Sie die Suchmaschinenoptimierung nicht!

Große deutsche Unternehmen sind noch zögerlich

Der Einstieg vor allem deutscher Unternehmer verläuft noch zaghaft. In den meisten Fällen machen die privaten User für die meisten Unternehmen die Arbeit – und das manchmal sehr gut, wie das Beispiel Porsche zeigt. Hier haben leidenschaftliche Fans ihre Lieblingsbilder zusammengestellt und zeigen, wie gut man ein Produkt in Szene setzen kann:

 

Der offizielle Porsche-Account hat 22 Boards, etwas mehr als 500 Pins und rund 5000 Follower. Nur zur Relation: Das Porsche Board von Tim Newman hat alleine über 34 000 Follower!

Kommerzielle Zusatzangebote („rich pins“)

Manche Unternehmen sehen aktuell keinen Nutzen darin, selbst aktiv zu werden und normale Bilder als normaler Pinterest-User zu posten. Das heißt aber nicht, dass die Plattform gar kein Betätigungsfeld für sie sein kann. Zusätzlich zu den privaten Accounts kann man bei Pinterest Geschäftsaccounts anlegen, die verifziert werden müssen und denen eine Reihe zusätzlicher features zur Verfügung stehen. Diese offizielle Bestätigung ist ein echter Mehrwert, sie gibt den Usern Sicherheit, denn nicht immer ist bei sozialen Plattformen klar, ob der Account-Inhaber mit dem Firmennamen tatsächlich mit den Inhabern etwas zu tun haben.

Um den Unternehmen Marketingmöglichkeiten zu schaffen wurden unterschiedliche Pin-Typen („rich pins„) entwickelt, die zusätzlich zu der Description mit strukturierten Informationen angereichert werden. Neben den beiden Themen-Pins zu „Rezepten“ und „Filmen„, hat Pinterest „Artikel-Pins“ entwickelt, bei denen sich die Bilder jetzt auch mit Überschrift, Link, Autor bzw. Quelle und bis zu 200 Zeichen Description versehen lassen. Der „Produkt-Pin“ ist die interessanteste Kreation für den E-Commerce:  Bei dieser Pin-Art kann der User sowohl den Preis als auch die Verfügbarkeit ablesen und wo er das favorisierte Produkt kaufen kann.

Anzeigen und promoted Pins als Zukunftsstrategien?

Im September diesen Jahres hat Pinterest-CEO Ben Silbermann die neuen Pläne für sein Unternehmen vorgestellt und angekündigt, dass Pinterest jetzt bezahlte Pins für einen „ausgewählten Kundenkreis“ zulassen wird. Dabei unterstrich er, dass es sich nicht um Banner-Werbung handelt, sondern um Pins. Diese sollten zwar auf die Themen abgestimmt und geschmackvoll integriert sein, gleichzeitig aber eindeutig als bezahlter Inhalt gekennzeichnet sein werden. Die sogenannten Promoted Pins sollen bei bestimmten Suchanfragen in der Ergebnisliste erscheinen und werden ganz oben angezeigt. Noch steckt das Projekt in den Kinderschuhen, es befindet sich gerade in einer Test-Phase – aber es wird sich wohl wie bei Facebook durchsetzen. Im besten Fall soll sich der User kaum von den beworbenen Produkten gestört fühlen, da sich die Promoted Pins optisch und inhaltlich kaum von normalen Pins unterscheidet. Eine offene Streitfrage bleibt, ob das kleine Label „promoted pin“ ausreicht, um der Kennzeichnungspflicht bei Werbung zu genügen.

 
Social Media Trends: Pinterest auf der Überholspur ? (1)
Social Media Trends: Pinterest – Nutzer und Themen (2)
Social Media Trends: Pinterest im E-Commerce (3)
 
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Ein Kommentar zu “Social Media Trends: Was können Unternehmen bei Pinterest tun? (4)”

  1. Social Media Trends: Pinterest Risiko Urheberrecht (Teil 5) | text-gold.de  on Januar 23rd, 2014

    […] (Fortsetzung folgt)   Pinterest auf der Überholspur (1) Social Media Trends: Pinterest – Nutzer und Themen (2) Social Media Trends: Pinterest im E-Commerce (3) Social Media Trends: Was können Unternehmen bei Pinterest tun? (4) […]


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