Archiv für 'Prozesse in Online-Redaktionen'

Social Media ROI

Ob sich ein Engagement eines Unternehmens in den Social Media lohnt? Das kann man messen, wie Don Bartholomew in zwei Beiträgen zeigt (”Social Media ROI Part 1: Framework” und “Social Media ROI Part 2: Research Approaches“).

Hier ein paar von ihm vorgeschlagene Messgrößen, die sich mit bestimmten Social-Media-Maßnahmen beinflussen lassen:

  • Kundenbetreung: Reaktionszeit, Anteil der gelösten Anfragen, Loyalität.
  • Marketing: Bekanntheit, Kaufabsicht, Markenbewusstsein, Zahl der Leads, Markenverbundenheit.
  • Kommunikation/PR:  Reichweite, Wahrnehmung, Net Promoter.
  • Produktentwicklung: umsetzbare Ideen, Produkteinführungszeit.

Wer sich in das komplexe Thema tiefer hineinarbeiten will, der kann von dem Überblick “Aktuelle Beiträge zu Social Media ROI” bei communicationscontrolling.de starten (über diese Website bin ich auch auf Don Bartholomews Beträge gekommen).

Was sich Online-Redakteure von ihrem CMS wünschen

Für Online-Redakteure sind Content-Management-Systeme der wichtigsten Teil der Arbeitsumgebung. Und es gibt superschicke CMS auf dem Markt – die können alles außer Kaffeekochen. Doch in der Praxis zeigt sich, dass manche Features gar nicht gebraucht werden, sondern die Arbeit eher behindern.

Was brauchen die Online-Redakteure wirklich?

Hier eine Wunschliste (im Berateralltag mitgeschrieben)

  • Die Software soll die wichtigsten Usability-Grundsätze befolgen. Der Speichern-Button etwa sollte gut sichtbar sein, die Lesebreite im Editor sollte auch stimmen.
  • Ein CMS, das ein wenig mitdenkt, wäre toll. Viele Mitarbeiter sind nur in Nebenfunktion Online-Redakteure, häufig beschränkt sich ihre Tätigkeit auf einen bestimmten Bereich oder einen bestimmten Vorgang. Dann auch nur die am häufigsten genutzten Features angezeigt zu bekommen – das ist eine echte Arbeitserleicherung und verhindert Fehler.
  • Ein CMS sollte einige Funktionen selbst übernehmen oder vereinfachen. Gut ist es, wenn sich zum Beispiel Artikel in andere Verzeichnisse kopieren und verlinken lassen oder wenn automatische Anleser erstellt werden.
  • Manchmal ist weniger mehr. Komplizierte Workflows verwendendie meisten Online-Redaktionen nicht - weil sie nur schwer auf die gelebten Prozesse abzustimmen sind.
  • Unterstützung bei den wichtigsten SEO-Maßnahmen wünschen sich viele Online-Redakteure. Ein CMS, das Verlinkungsvorschläge macht und vielleicht gleich die Keyword-Dichte anzeigt, beschleunigt die Redaktionsarbeit deutlich.
  • Wenn auch externe Programme über das CMS zu erreichen sind, würden die Online-Redakteure viel Zeit sparen. Und ein Beitrag zur Qualitätssicherung ist eine Schnittstelle für z.B. ein Korrektur-Programm natürlich auch.

Und das wichtigste:  Sie wollen gefragt werden, wenn die Entscheidung für ein (neues) CMS ansteht. Sie sind ja auch die Experten.

Social Media Redakteur – ein neues Arbeitsfeld für Online-Redakteure (3)

Kein Twitter-Korrespondent.  Für Alex Gubbay, der im Januar seine neue Stelle als Social Media Editor bei der BBC antritt, ist Microbloggin nur ein Social Media Dienst unter vielen. Das hat er in einem Interview mit dem Guardian unterstrichen.

Social Media sieht er sowohl als Recherche- als auch als Distributionskanal und leitet aus diesen beiden Funktionen seine Rolle als Social Media Editor ab. Journalisten sollten die Inhalte der Social Media im Auge behalten, weil viele Geschichten heute dort als erstes zu fassen seien.  Das Team von Redakteuren dabei zu unterstützen, sei seine Aufgabe.

Unmittelbar wird Alex Gubbay bei der Verbreitung der BBC-News und Artikel in den Social Media beteiligt sein. Er werde dort Themen platzieren, damit sie von den Lesern diskutiert werden.

In der Presseerklärung zu ihrem neuen Social Media Editor unterstreicht die BBC die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Leserschaft und weist Gubbay die Aufgabe zu, diese Verbindung zu stärken. Konkret heißt das, die Zugangswege auch technisch zu erleichtern, so dass die BBC Leser ihre Bilder, Kommentare, Texte und Videos möglichst einfach auf der Website veröffentlichen können.

Während bei der New York Times der Eindruck entsteht, Jennfier Prestons Aufgabe läge darin, die Aktivitäten ihrer Kollegen auf den Social Media ein wenig zu kontrollieren, verfolgt die BBC eine andere Strategie: Sie möchte Ihre Themen in den Social Media platzieren.

Zwei unterschiedliche Ansätze mit zwei unterschiedlichen Menschen – die Rolle des Social Media Redakteurs ist (noch) nicht definiert.

Teil 1 von Social Media Redakteur – ein neues Arbeitsfeld für Online-Redakteure

Teil 2 von Social Media Redakteur – ein neues Arbeitsfeld für Online-Redakteure

Teil 2 von Social Media Redakteur – ein neues Arbeitsfeld für Online-Redakteure

Social Media Redakteur – ein neues Arbeitsfeld für Online-Redakteure (1)

Es war ein wichtiges Thema der Eröffnungstages des World Newspaper Congress, der vor einigen Tagen in Hyderabad stattfand:

Welchen Einfluss haben Social Media auf die journalistische Arbeit und wie beziehen die Journalisten sie in ihre Arbeit mit ein? Gibt es in den Redakteuren schon Spezialisten mit dem besonderen Arbeitsauftrag “Social Media?”

Es gab einige eifrige Befürworter für die Einbeziehung von Social Media in die Redaktionsarbeit. Die Stichprobe unter den anwesenden Redakteuren zeigte allerdings, dass in den wenigsten Redaktionen spezielle Social-Media-Redakteure sitzen.

Doch einige große Medienhäuser aus dem englischsprachigen Raum haben ihren “Social Media Editor” mit einiger Medienaufmersamkeit eingestellt.

Für die New York Times besetzt Jennifer Preston seit Juni 2009 diese Stelle.  Bei ihrem Eintritt gab es vor allem Diskussionen darüber, ob ein Social Media Redakteur einen Twitter-Account haben sollte. Preston hatte zu diesem Zeitpunkt keinen und ihr wurde vorgeworfen, sie könne keine Social Media Redakteurin sein, wenn sie keine Affinität zu Facebook, Twitter & Co habe.  Inzwischen hat  Preston über 1000 Tweets und 17 000 Follower – sie hat also aufgeholt.

Im Herbst hat auch die BBC eine Stelle für einen Social Media Redakteur geschaffen, seit Ende November ist Alex Gubbay der erste Spezialist bei der BBC – tritt seine Stelle aber erst im Januar 2010 an. Anders als bei seiner Kollegin, deren Qualifikation für diesen Job darin bestand, eine gute journalistische Ausbildung zu haben, hat Alex Gubbay das Sportblog der BBC betreut. Kein Neuling in Social Media also.

Doch wozu brauchen diese Medien einen Social Media Editor? Mary Hockaday, Chefin des BBC-Newsroom, sieht in erster Linie die Beziehung zu den Lesern als Kerngeschäft:

The way audiences consume and interact with news is changing. New social media platforms allow audiences to get, share and comment on the news, and are becoming distribution channels in their own right.  Alex will lead our work in this area to build an open relationship with our audience, and make sure our distinctive journalism reaches as many people as possible.

Hört sich gut an – doch was heißt das im Arbeitsalltag? Wie schätzen die beiden neugebackenen Social Media Redakteure ihre Rolle und ihre Aufgaben ein?

(Fortsetzung folgt)

Interview mit Oliver Gassner

Immer mittwochs gibt es den Blog Check.  Da nimmt Oliver Gassner ein Weblog genau unter Lupe. Er selbst bloggt schon seit 2000 – sonst konzipiert, berät und schult er in den Bereichen Social Management und Selbstmanagement. In diesem Interview verrät er uns seine 5 Top-Tipps für gute Unternehmensblogs!

text-gold: Sie bieten auf Ihrem Blog einen Gratis Blog Check an und haben sich so einige Blogs genauer angesehen. Wie ist Ihr Gesamteindruck? Wo liegen die größten Schwächen?

Oliver Gassner: Ich glaube, dass die meisten Blogger sich nicht im Klaren sind, was für ein weitreichendes Tool sie da in der Hand haben. Ein Weblog ist wie ein ganzer Werkzeugkasten, mit dem man die verschiedensten Dinge anfangen kann, wenn alle Werkzeuge in Ordnung sind und wenn sie auch effizient eingesetzt werden. Ein Beispiel: Dass eine Webseite ein Blog ist merkt man oft erst daran, dass Einzelbeiträge kommentierbar sind.
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Social Media – eine chancenreiche Invasion!

“Ich frage mich, wen interessiert das denn?” und: “Ich habe dazu einfach keine Zeit!”  Damit zitiere ich sehr viele Menschen aus meinem Umfeld und auch mich - bevor ich mich infiziert habe – denen ich begeistert von Twitter und allen ”Wasserstands-Meldungstools” berichte.

Heute nutzen doppelt so viele Social Media Plattformen als in 2006
Genauso wie bei jeder erfolgreichen Produkteinführung sind es erst die Frühadopter, die sich infizieren und irgendwann die späte Mehrheit. Und wie war das noch gleich? Sind die Frühadopter nicht auch Meinungsbilder? Die Plattformen haben also nicht nur großen Einfluss, Social Media ist regelrecht eine schnell ausbreitende Invasion: laut einer McCann Studie, wave.3, waren es weltweit 2006 27,3 %, die sich ein Profil auf einer Plattform angelegt haben, 2009 sind es mehr als doppelt so viele: 57,6 %.
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Web 2.0 im Intranet – wie sieht der Web-2.0-Mitarbeiter aus?

Nicht die ungewohnte Technik ist das Problem bei der Einführung von Web-2.0-Tools in Unternehmen. Die größten Hindernisse sind fehlende Unterstützung vom Management und zu wenig Beteiligung der Mitarbeiter. Bisher wurde häufig argumentiert, dass beides zusammenhängt: Es sollte doch die obere Managementebene fleißig ihre Blogbeiträge schreiben, dann werde das Fußvolk schon nachziehen.
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Das Extranet als Schlüssel für Vertriebserfolge in der Krise

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet in der heutigen Ausgabe über eine große Unzufriedenheit der ERGO-Versicherungsgruppe mit den Krankenversicherungs-Töchtern DKV und Victoria.
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Ein Intranet strukturieren: Card Sorting schafft Informationsarchitektur

Seit einigen Wochen arbeiten wir bei aexea mit dem Sharepoint-Server von Microsoft. Unser Intranet ist damit gestartet. Jetzt geht es darum in den nächsten Tagen eine Struktur zu entwickeln, die die Informationsbedürfnisse der Mitarbeiter in Stuttgart und Leipzig abbildet.


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Der Online-Redakteur – ein Alleskönner?

Mit Stift, Fotokamera, Aufnahmegerät, Videokamera und Laptop – so arbeitet der moderne multimediale Online-Redakteur. So der Idealfall. Mit einem solchen Online-Redaktionsmodell wird bei der Welt-Gruppe gearbeitet. Das habe ich im Beitrag “Verlage 3.0? Neue Geschäftsfelder für Content – ein Veranstaltungsfazit” bereits beschrieben. Einen Eindruck davon kann man bei den Welt Debatte-Weblogs gewinnen.
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