Archiv für 'Praxistipps für Online-Redakteure'

Linkstrategie: Was Sie wissen müssen, um Ihre Links richtig zu setzen (2)

Im ersten Teil der Mini-Serie zum Thema „Verlinkung“ habe ich unterstrichen, wie wichtig die richtige Darstellung und Benennung von Links ist und dazu ermahnt, die Links als Versprechen an die Leser auch zu halten. In diesem Teil gibt es Hinweise zur richtigen Link-Strategie und ich stelle Ihnen ein interessanten neuen Ansatz einer Medien-Website vor.

Grundsätzliche Entscheidungen bei der Verlinkung

Aus eigener Beratungserfahrung merke ich, dass viele Website-Betreiber sich über Links nur noch wenige Gedanken machen. Dabei hat die Link-Strategie großen Einfluss darauf, wie sich der Leser auf der Website verhält. Dafür müssen Sie einiges entscheiden:
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Linkstrategie: Was Sie wissen müssen, um Ihre Links richtig zu setzen (1)

Die Bewertung von Links ist zur Zeit etwas paradox: Lange Zeit galten Hyperlinks als das Prinzip des Internets. Man machte sich viele Gedanken über die richtige interne und externe Verlinkung der eigenen Website. Diese Debatte ist weitgehend verstummt. Heute sind sie in erster Linie die beste Währung bei der Suchmaschinenoptimierung. Erfolgreich sind die Websites, auf die möglichst viele Links landen! Link-Usability spielt in den Diskussionen über Links nur noch am Rande eine Rolle.

Link-Usability: Noch nicht alles im Griff!

Doch sind da tatsächlich alle Fragen beantwortet? Gibt es überzeugende Standards, an die sich alle halten können? Dass es hier noch Reflexionsbedarf gibt, zeigen zum einen Fehler, die immer noch gemacht werden. Und zum anderen erhellt ein neuer Verlinkungs-Ansatz, den die Betreiber der niederländischen Journalisten-Plattform „De Correspondent“ erarbeitet haben, dass es noch viel Spielraum gibt für kreative Ideen: Abgeleitet von dem Ziel der Plattform und der Auseinandersetzung mit dem Leseverhalten am Bildschirm haben sie z.T. neue Lösungen erarbeitet.

Halten Sie die Versprechen, die Ihre Links den Lesern geben ein.

„Ein Link ist ein Versprechen“ – so überschreibt Usability-Expertin Kara Pernice
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Events als Content-Quellen

Wer auf der Suche nach interessanten und relevanten Themen für die Unternehmenskommunikation ist, sollte Konferenzen, Barcamps, Messen oder anderen Veranstaltungen nicht links liegen lassen, denn sie sind eine hervorragende Content-Quelle! Darauf hat Kane Jamison am Whiteboard Friday (bei moz.com) hingewiesen. Hier ein paar Hinweise, mit welchen Strategien Sie das Beste aus Veranstaltungen herausholen.

1. Wählen Sie die passenden Plattformen.

Live von Veranstaltungen zu twittern oder zu bloggen ist beliebt. Kein Wunder: Man kann einen unmittelbaren Eindruck an seine Follower vermitteln und auch Follower gewinnen. Solche Live-Inhalte sind natürlich sehr lebendig, haben aber nur eine kurze Lebensdauer. Zum einen, weil sie so stark situationsgebunden sind, dass sie ohne genaue Kenntnis der Umstände nicht mehr interessant sind. Zum anderen verschwinden sie schnell in der Timeline der Plattformen. Weitaus langlebiger (aber auch ein wenig langweiliger) sind Rückblicke und Zusammenfassung der Veranstaltungen auf Websites und Blogs. Mit den wichtigen Keywords und den passenden Links ausgestattet, wirken sie länger nach – sowohl bei den Usern als auch aus SEO-Sicht.

2. Bereiten Sie die Berichterstattung vor.

Während Jamison sich bei der Vorbereitung darauf konzentriert, Vorlagen für Blog-Posts zu schreiben, ist es für mich wichtiger, die Themen einer Veranstaltung im Vorfeld auf dem Blog anzuschneiden. Ein wichtiges Instrument dafür, (eigene) Veranstaltungen auf Content-Ebene optimal zu verwerten, ist die Themen-Anlass-Matrix .
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Leseverhalten am Bildschirm – Gibt es etwas Neues? (1)

Das T-Shirt können alle Internet-Surfer tragen, denn es zeigt den  Kernsatz für das Leserverhalten am Bildschirm: User lesen keine langen Texte.  Das galt seit Erfindung des Computers – aber hat  sich bis heute etwas verändert? Vor zwei Jahren gab es Hinweise, dass das Lesen am Tablet und Kindle etwas störungsfreier verläuft als am normalen Computerbildschirm.

Neue User-Generation bevorzugt den Bildschirm

Und tatsächlich scheint sich ein Generationenwechsel anzubahnen: Die Ergebnisse einer Studie  in Großbritannien, bei denen fast 35 000 acht bis 16-jährige teilnahmen, zeigen, dass die junge Generation lieber am Bildschirm liest als Gedrucktes. 52% zogen den Bildschirm vor, 32% lieber gedruckte Texte, der Rest war unentschieden. Die Vorliebe ergibt sich aus dem Alltag der Kinder: 39% lesen täglich am Computer und nur 28% lesen täglich gedruckte Texte. Ein anderes Ergebnis der Studie bringt mich zum ersten Posts dieses Blogs zurück: Die neue Mode aus Japan, Romane auf dem Handy zu lesen,  konnte ich nur mit den Unterschieden in den Schriftzeichen erklären. Heute gaben  23%  der Kinder an, Romane auf dem Handy zu lesen!

Kleine Bildschirme ermüden Augen stärker – E-Ink und Gedrucktes sind schonender

Man starrt auf den Bildschirm und blinzelt weniger häufig – was schneller zur Ermüdung der Augen führt. Das ist schon länger bekannt. Allerdings zeigen sich deutliche Unterschiede  zwischen normalen Bildschirmen und e-Ink-Geräten. Beim Lesen auf dem Kindle und auf Papier blinzelten die Leser etwa gleich häufig, während beim Bildschirm-Lesen die Blinzfrequenz wesentlich geringer ist, wie eine Vergleichsstudie zeigt. Und am anstrengendsten ist es, auf dem Smartphone zu lesen. Hier kommt dazu, dass die Smartphones so nah ans Gesicht gehalten werden, dass die Ermüdung noch schneller eintritt.  Alles keine guten Voraussetzungen, um sich auf die Inhalte zu konzentrieren.

(Fortsetzung folgt)

 

Lesbarkeit mobiler Presseseiten

Bereits in einem früheren Artikel verglich ich 2 Meldungen im Hinblick auf die Lesbarkeit der Mobile Seiten der FAZ und des Spiegels. Heute will ich diesen Vergleich etwas erweitern. Neben einem Blick auf die Meldung im Spiegel – dem Sieger des letzten Vergleichs – untersuche ich weitere Kandidaten:

  • Zeit
  • Welt
  • Focus
  • Süddeutsche Zeitung


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Ein Mythos: Der Mitarbeiter muss täglich ins Intranet

In den vielen Gesprächen zu Intranet und Co. fordern Intranet-Manager wieder und wieder den täglichen Besuch im Intranet. Ich frage dann gerne zurück: Wofür? Warum? Ist ihr Intranet nicht auch eines der Intranets, das nicht täglich für jede Fachabteilung oder aus jeder Fachabteilung Informationen bereit stellt?

Nimmt man die Sicht der potenziellen Leser ein, lauten die Fragen etwa so: Was ist so spannend, dass es sich lohnt? Welche Information macht mich heute zum besseren Mitarbeiter? Und die Antworten auf diese Fragen, wenn sie ehrlich beantwortet werden, sind ernüchternd. Ich möchte die oft diskutierten Argumente nicht wiederholen, in denen es um persönlichen Nutzwert geht, um Klicks zu generieren.

Stattdessen möchte ich die Bedenken der Intranet-Manager ausräumen, andere Wege zu gehen, um wichtigen Content Mitarbeitern zugänglich zu machen. 4 Wege zum Leser stelle ich zur Diskussion:

1. Nehmen Sie den Druck raus
Was halten Sie von der Idee, die Veröffentlichung von Dokumenten für bestimmte Lesergruppen auf einen Tag zu konzentrieren? Vielleicht gibt es dann einen Vertriebsdienstag oder den Servicemittwoch im Intranet. Das nimmt den Druck raus und steigert möglicherweise die Effizienz in der Informationsbeschaffung und steigert den Qualitätseindruck im Intranet. Ein Besuch in der Woche bei dem viele neue Infos warten statt täglicher Enttäuschungen.

2. Newsletter für Lesergruppen
Diese Möglichkeit ist eine Fortführung der ersten Idee.  Die veröffentlichten Informationen und Dokumente werden regelmäßig in einem Newsletter durch kurze Teaser dargestellt und mit Links ins Intranet ergänzt. Spannende Inhalte kommen so in die Inbox der Leser. Das ist keine Lesegarantie. Aber selten kommen Sie Teilen der Belegschaft näher.

3. Suchen Sie die Nähe anderer Systeme
Geben Sie Ihren Lesern die Chance Inhalte in andere zentrale Systeme zu teilen. Was spricht gegen eine Verlinkung von Intranet-Content aus beispielsweise dem CRM? So verknüpfen Ihre Kollegen Kundenprofile mit relevanten Dokumenten im Intranet. Übrigens kommen Sie auf diese Art einem Intranet 2.0 deutlich näher, denn „Teilen ist das neue Liken“.

4. Machen Sie es mobil
Was halten die Kollegen aus dieser einen Fachabteilung, die nie ins Intranet geht, immer in der Hand? Ein Smartphone. Auch ein guter Weg näher an Kollegen und Leser zu kommen. Die Mobilisierung bestimmter Inhalte – vielleicht muss es gar nicht das ganze Intranet sein. Eine bestimmte Formularsammlung oder die News sind für diese Fachabteilung ausreichend.

Vermutlich fallen Ihnen gleich weitere Wege in die Nähe Ihrer Leser ein. Nur Mut. Probieren Sie es aus.

Tooltip gleich ALT-Tag?

„Halt! Stop!“, ruft es aus der einen Ecke. „Was ist das eigentlich?“, schallt es aus der anderen durch den Raum.

„Das ist doch das, was am Mauszeiger erscheint, wenn man über ein Bild fährt, oder?

Nein? Jetzt bin ich verwirrt …“ Fragende Blicke im gesamten Raum. Was war passiert?

Rückblick: 15 Teilnehmer versammeln sich für eine Schulung. Es geht um On-Page-Suchmaschinenoptimierung. Die Teilnehmer kennen sich gut aus, sind sehr interessiert am Thema und lauschen genau hin. Gerade kommt der Referent beim Thema „Bilder“ an, als im Nebensatz das Wörtchen „ALT-Tag“ fällt.

Was ist der ALT-Tag, was nicht?

„ALT“ steht für „alternativ“ – der ALT-Tag soll ein Bild adäquat ersetzen, wenn dieses nicht sichtbar ist. Ein großes „Aha“ geht durch die Runde. Doch die Frage bleibt: Was ist das, was am Mauszeiger erscheint, wenn man über ein Bild fährt? Oder anders gesagt: Was ist mit dem Tooltip? Ist dafür nicht der ALT-Tag zuständig?

Nein. Oder besser gesagt: Das sollte er nicht sein! Das Problem: Der Internet Explorer zeigt den im ALT-Tag beinhalteten Text tatsächlich als Tooltip von Bildern an. Dafür ist der ALT-Tag standardmäßig jedoch nicht vorgesehen. Das Zauberwort für den Tooltip lautet: „title-Tag“.

title-Tag ist für Tooltip zuständig

Sowohl ALT-Tag als auch title-Tag sind Attribute des IMG-Tags (IMG = image). Ein grundlegender Unterschied: Der ALT-Tag ist Pflicht, der title-Tag als Universalattribut nicht. Wie nun also ein Bild mit Tooltip in HTML auszeichnen? Ein Beispiel:

<img src=“http://www.seite.de/bagger.gif“ alt=“Der Bagger gräbt ein 5 Meter tiefes Loch.“ title=“Bagger in der Grube“>

Als Tooltip des Bildes „bagger.gif“ auf der Website „www.seite.de“ erschiene nun der Text „Bagger in der Grube“.

Tooltip im Internet Explorer

Und im Internet Explorer? Erschiene dann trotzdem der ALT-Tag als Tooltip? Nein, glücklicherweise nicht: Für die Tooltip-Anzeige im Internet Explorer hat das title-Attribut Vorrang vor dem ALT-Attribut.

Nicht immer ist allerdings ein Tooltip erwünscht. Da das ALT-Attribut jedoch Pflicht ist und der Internet Explorer dieses automatisch als Tooltip anzeigt, muss der Tooltip explizit ausgeschaltet werden – mit einem leeren title-Attribut im IMG-Tag:

<img src=“http://www.seite.de/rose.gif“ alt=“geschlossene gelbe Rose.“ title=“ “>

Fazit

Auch wenn der Internet Explorer den ALT-Tag als Tooltip anzeigt, ist dieser nicht für diese Funktion gedacht. Nutzen Sie immer beide Attribute: Das ALT-Attribut für Alternativtext, das title-Attribut für den Tooltip – sollte dieser auch leer sein.

P.S.: Der Mouseover-Effekt

Der Mouseover-Effekt hat übrigens nichts mit dem Tooltip zu tun. Der CSS- bzw. Javascript-Befehl zeigt sich darin, dass ein Element sein Erscheinungsbild ändert, wenn der Mauszeiger auf dieses Element zeigt. Ein Beispiel wäre ein Button, der bei Berührung mit dem Mauszeiger seine Farbe ändert.

 

Der ALT-Tag bei Bildern: viel Effekt mit wenig Aufwand

Stellen Sie sich vor, Sie sind etwas in Eile und suchen im Internet nach einem Märchen. Sie rufen eine vielversprechende Seite auf und sehen Folgendes:

bild1.gif (245 Byte) s war einmal …

bild1.gif (245 Byte)? Welch Information! Was werden Sie damit anfangen?

Vermutlich nicht viel – sehr wahrscheinlich verlassen Sie die Seite und suchen sich eine andere.

Ähnlich würde es wohl beim nächsten Fall ausgehen: Sie rufen eine wissenschaftliche Arbeit auf und Ihnen bietet sich folgendes Textbild:

kleines blaues Quadrat Einleitung

kleines blaues Quadrat Problemstellung

kleines blaues Quadrat Versuchsdesign

Was ist denn da los? Auch das macht keinen professionellen Eindruck und verwirrt.

Beispiele wie diese sind Folge eines falschen Gebrauchs des ALT-Tags bei Bildern. Der ALT-Tag hat seinen Namen von der Alternative: Er soll das Bild adäquat durch Text ersetzen, falls der Nutzer dieses nicht ansehen kann. Dass ein Ersatz bei den oben aufgezeigten Beispielen nicht geglückt ist, ist leicht zu erkennen. Aber: Wie macht man’s richtig?

In HTML codiert der IMG-Tag ein Bild. „IMG“ steht dabei für „Image“. Zunächst einmal ist es wichtig, jedem Bild bzw. jedem IMG-Tag ein ALT-Attribut zu verpassen. Beim ersten Beispiel ist das nicht passiert. Deshalb steht hier der Dateiname „bild1.gif“. Dieser ersetzt das Bild nicht adäquat, denn: Das Bild zeigt malerisch den Buchstaben „E“. Dementsprechend sollte im IMG-Tag sinnvollerweise ALT=“E“ stehen. So wäre das Wort „Es“ trotzdem lesbar.

Im zweiten Beispiel gibt es einen ALT-Tag, allerdings keinen mit Mehrwert: ALT=“kleines blaues Quadrat“. Das zugehörige Bild zeigt, was der ALT-Tag beinhaltet: ein kleines und blaues Quadrat. Ersetzt diese Information aber das Bild? Nein, denn das Bild hat als Aufzählungspunkt keine inhaltliche Relevanz, sondern nur eine funktionale. Eine Funktion kann das Medium Text nicht sinnvoll ersetzen. Ebenso steht es mit Bildern, die lediglich schmückend sind. Was also tun?

Wie gesagt, das ALT-Attribut gehört zu jedem IMG-Tag. Bei Bildern ohne inhaltliche Aussagekraft macht eine textliche Beschreibung keinen Sinn und verwirrt. Deshalb wird solchen Bildern ein leerer ALT-Tag hinzugefügt: ALT=“ “. Wenn der Nutzer so ein Bild nicht anschauen kann, wird es ihm in keinerlei Form wiedergegeben.

Doch wann passiert es schon, dass der Nutzer ein Bild auf einer Website nicht sieht? Öfter, als man auf Anhieb denken mag. Es treten vier Fälle auf:

  1. Der Browser zeigt das Bild aus technischen Gründen nicht an.
  2. Der Benutzer hat das automatische Laden von Bildern deaktiviert.
  3. Der Benutzer ist sehbehindert und lässt sich den Inhalt in Braille-Schrift übersetzen oder per Voicebrowser vorlesen.
  4. Der „Benutzer“ ist eine Suchmaschine – diese versteht keine Bilder. Stattdessen nimmt sie ALT-Tags in Ihre Datenbank auf, sie dienen somit als SEO-Maßnahme.

Usability und SEO sind heutzutage die entscheidenden Marktvorteile. Dementsprechend unsere Empfehlung: Tun Sie sich und den Nutzern Ihrer Website etwas Gutes und fügen Sie jedem Bild einen sinnvollen ALT-Tag hinzu – mag dieser auch leer sein. Der Aufwand ist kaum nennenswert, die Wirkung dagegen groß!

Neben dem ALT-Tag gibt es noch andere Attribute, die für Bilder Sinn machen. Mehr dazu folgt in Kürze im zweiten Teil.

 

Was unterscheidet Title-Tag und Meta-Title?

Wer für das Web schreibt, trifft schnell auf die Fragen: Was setze ich als Title-Tag? Brauche ich einen Meta-Title? Aber worin liegt hier eigentlich der Unterschied? Gerade im Hinblick auf Suchmaschinenoptimierung (SEO) sind dies brennende Fragen.

Die meisten Seiten, die sich mit dem Thema befassen, mischen die Begriffe wild durcheinander. Das liegt wahrscheinlich daran, dass beide Elemente denselben Inhalt haben können und zum Teil die gleichen Aufgaben erfüllen. Im Quellcode gehören beide zudem in den Head-Bereich einer Seite. Letztendlich unterscheiden sie sich dadurch, wie sie wirken.

Was ist das Title-Tag?

Das Title-Tag ist ein unerlässliches Element für jede Website, denn es legt den Titel einer Seite fest. Diesen findet der User in der obersten Leiste des Browser-Fensters und in den Tabs. Der Titel wird außerdem als Name vorgeschlagen, wenn man ein Lesezeichen für eine Seite anlegt.

Title-Tag im Browser

Wie gehen Suchmaschinen mit dem Title-Tag um?

Der Titel einer Seite erscheint in der Regel als Überschrift in den Ergebnislisten der Suchmaschinen (SERPs). Daher sollte er natürlich zum Klicken anregen. Jedoch ist der Platz hierfür sehr beschränkt, da Suchmaschinen das Title-Tag in den SERPs kürzen. Title-Tags mit einer Länge von etwa 66 Zeichen gelten als optimal. Selten tauchen geringfügig längere Headlines auf. Was weit darüber hinausgeht, fällt weg.

Title-Tag in den SERPs

Suchmaschinen nutzen das Title-Tag aber nicht nur als Headline für die SERPs. Sie analysieren den Inhalt des Tags und berücksichtigen diesen bei der Bewertung der Seite. Daher sollte es die wichtigsten Informationen über eine Seite enthalten. Es bringt nichts, das Title-Tag mit diversen Keywords vollzustopfen. Besser sind einige Schlagworte oder ein kurzer Satz. Eine genauere Zusammenfassung des Seiteninhalts schreibt man in die Description.

Beispiel: <title>Bunte Kinderlaterne – Sicher und schön – Der Beispielladen</title>

Bestenfalls stimmen Titel und Inhalt einer Website überein. Einerseits hilft dies den Usern; andererseits wird dies auch von den Suchmaschinen positiv bewertet.

Was ist ein Meta-Title?

Der Meta-Title gehört zu den sogenannten Meta-Tags. Diese Codes schreiben Webentwickler in den Quellcode einer Website, um Suchmaschinen Zusatzinformationen zu liefern. Der normale User sieht sie nicht. Doch kaum eine Seite verwendet noch einen Meta-Title. Manche Content Management Systeme wie WordPress generieren automatisch einen aus der Überschrift des Beitrags.

Welchen Nutzen hat ein Meta-Title?

Jerry West, ein amerikanischer SEO-Berater, hat einen kleinen Test über den Nutzen von Meta-Titles durchgeführt. Auf der Website WebMarketingNow veröffentlichte er das Ergebnis: Ein Meta-Title verschafft einer Seite keine spürbaren Vorteile. Zwar berücksichtigen manche Suchmaschinen den Meta-Title. Ob sich dadurch eine Seite in den SERPs besser platziert, bleibt jedoch offen.

Teilt jemand einen Beitrag über ein Social-Network, wird dort ein Vorschautext angezeigt. Im Netz hält sich das Gerücht, dass dazu der Meta-Title ausgelesen würde. Dadurch könnten Seitenbetreiber einen Text mit angepasster Headline anzeigen lassen. Der Schnelltest mit den gängigen Diensten Facebook, Google+ und Xing bestätigt dies nicht. Dort sieht man ebenfalls den Inhalt des Title-Tags.

Warum gibt es den Meta-Title überhaupt?

Wie andere Meta-Tags sollte der Meta-Title Websites für Suchmaschinen besser lesbar machen. Doch haben unseriöse Seitenbetreiber die Meta-Tags häufig missbraucht, um Seiten künstlich höher ranken zu lassen. Die Suchmaschinen haben darauf reagiert und die Bedeutung von Meta-Elementen für die Suchmaschinenoptimierung heruntergestuft. Stattdessen wird gehaltvoller Inhalt immer wichtiger.

Meta-Tags sind für interne Zwecke nützlich

Laut der Website SELFHTML sind Meta-Tags für seiteninterne Zwecke sinnvoll. Sie liefern Daten für die Suchfunktion einer Seite und helfen beim Erstellen dynamischer Inhaltsverzeichnisse. Zudem erleichtern sie die Verwaltung der eigenen Website. In diesem Bereich eignen sich Meta-Tags, da die internen Funktionen auf die eigenen Daten zurückgreifen. Websitebetreiber, welche beispielsweise ihre Suchfunktion kennen, können die Meta-Tags entsprechend optimieren.

Recruiting-Videos: Schluss mit peinlich

Auf Facebook werden sie alle Tage wie die Sau durchs Dorf getrieben und erheitern die Netzgemeinde: peinliche Recruiting-Videos. Zuletzt rief Karriere SPIEGEL Leser dazu auf, deplazierte Web-Videos von Unternehmen zu posten. Die grauenerregendsten Beispiele, die spontan auf die Fremdschäm-Drüse drücken, werden aktuell vorgestellt. Mit „pfiffigen“ Ideen sollen Bewerber gelockt werden. Doch im Ergebnis finden sich vor allem Laienschauspiel, übertriebene Selbstbeweihräucherung und fast sektenhafter Singspaß. Solcherlei Animation dürfte potentielle Bewerber doch eher abschrecken.

Am schlimmsten sind die Versuche in Recruiting-Videos, mit coolen Rappern den lässigen Ghetto-Kids von heute die Vorzüge der modernen Arbeitswelt näher zu bringen. Leute, eine Salatkiste oder das Quartalsergebnis sind und bleiben keine coolen Themen für einen Rap und Sprechgesang bringt einem der Zielgruppe nicht zwingend näher, auch wenn diese Musik mit ganz anderen Inhalten privat gehört wird.

Natürlich gibt es kein Patentrezept, um den passenden Bewerber zu einer Bewerbung zu animieren. Aber hilfreich sind die Erkenntnisse der Wissenschaft schon, man muss das Bekannte nur anwenden. Fakt ist: Es lässt sich recht zuverlässig feststellen, wie die Zielgruppe optimal angesprochen werden kann, um den Anteil „passender“ Bewerbungen zu erhöhen.

Neuromarketing heißt das Zauberwort, das ich hier bereits vor einigen Jahren vorgestellt habe. Mit dieser Methode kann die Kommunikationszielgruppe recht genau beschrieben werden. Was bewegt den Zuseher? Was geht in ihm beim Zusehen vor? Welche Emotionen empfindet er als angenehm? Einmal angenähert, lassen sich aus den Motiven der Kommunikationszielgruppe  Substantive und Adjektive sowie die Tonalität für einen conversion-optimierten Text ableiten. Das funktioniert bei einem Webtext genauso gut wie bei einem Drehbuch für ein Recruiting Video.

Um den Fremdschäm-Faktor weiter zu reduzieren – oder gar den Bewerber auf der Bildebene anzusprechen – empfehle ich vor allem eines: Authentizität. Die Realität ist meistens interessanter als ein durch „pfiffige“ Ideen verzerrtes Bild. Und wenn es doch was Pfiffiges sein soll, dann besser nochmal einen Experten über das Bewegtbild-Konzept schauen lassen.