Archiv für Dezember, 2014

Roboterjournalismus und Pressekodex

Im Interview „Maschinen können keine Krimis schreiben“ für Golem hat Christoph Schön mich gefragt, was ich von dem Vorwurf halte, Roboterjournalimus könne missbraucht werden und gegen ethische Grundsätze verstoßen. In meiner Antwort habe ich auf den Pressekodex verwiesen.

Tatsächlich kann man keine Software ethisch verpflichten, wenn auch die Formulierung der Asimov’schen Robotergesetze das evozieren kann. („1. Ein Roboter darf kein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen oder durch Untätigkeit gestatten, dass einem menschlichen Wesen (wissentlich) Schaden zugefügt wird.“). Eine ethische Verpflichtung haben meiner Meinung nach die Menschen, die eine Software programmieren und verwenden. Interessant ist hierfür auch die Diskussion zur Gesetzgebung in der EU: Das Fazit der europäischen Arbeitsgruppe „RoboLaw“ ist, dass eine allgemeine (restriktive) Gesetzgebung zum Thema „Roboter“ nicht sinnvoll sei, viel mehr gehe es darum, eine funktionale Perspektive einzunehmen, die sich an der Praxis orientiert.
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Zweite Computional Linguistics Unconference (CLUNC) mit „Mr. Robotjournalism“ Ken Schwencke!

Weil’s so schön war – gleich noch einmal: aexea veranstaltet zum zweiten Mal das Barcamp zur Computerlinguistik (CLUNC). Am 23. und 24. Januar treffen sich in Stuttgart Computerlinguisten, Redakteure, Programmierer, Datensammler, Journalisten, Experten und Begeisterte um sich auszutauschen. Bei der 2. CLUNC wird die Runde international sein. Und es wird dieses Mal gleichzeitig ein Hackathon geben –  mit einem beachtlichen Preisgeld.

Dazu ist es uns gelungen, „Mr. Robotjournalism“ Ken Schwencke als Teilnehmer zu gewinnen. Ken Schwencke ist Journalist und Programmierer und hat für die LA Times den „Quakebot“ gebaut, eine Software für automatisierte Erdbebennachrichten, der Schlagzeilen gemacht hat (u.a. haben berichtet: Zeit, TAZ, FocusOnline, Neue Zürcher Zeitung…)! Wir sind schon sehr auf die Sessions und Diskussionen gespannt! Es gibt noch freie Plätze!