Archiv für Juli, 2013

aexea Content Studie 2013 – die heiße Phase steht kurz bevor

Die Testphase ist abgeschlossen, die Korrekturen sind umgesetzt. Die letzten Vorbereitungen laufen.

Am 19. August 2013 startet die Content Studie 2013. Schwerpunkte dieses Mal: Enterprise 2.0, Web 2.0 und Optimierungsmaßnahmen.

Auch Entwicklungen bei SharePoint beleuchtet die Studie 2013. Wir sind gespannt auf Antworten und Erkenntnisse.

Zum neunten Mal startet aexea die Content-Studie. Seit 2006 zeigen wir regelmäßig Trends, Entwicklungen und Veränderungen bei der Arbeit von Online-Redaktionen. Drei Monate lang läuft die Umfrage, etwa 15 Minuten benötigen die Teilnehmer für dir Fragen. Inter- und Intranetverantwortliche aus ganz Deutschland bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit ein. Ergebnis der Studie ist ein PDF zum Download.

Werden auch Sie Teil der neunten Content Studie und machen Sie mit! Auf www.content-studie.de

 

 

Tooltip gleich ALT-Tag?

„Halt! Stop!“, ruft es aus der einen Ecke. „Was ist das eigentlich?“, schallt es aus der anderen durch den Raum.

„Das ist doch das, was am Mauszeiger erscheint, wenn man über ein Bild fährt, oder?

Nein? Jetzt bin ich verwirrt …“ Fragende Blicke im gesamten Raum. Was war passiert?

Rückblick: 15 Teilnehmer versammeln sich für eine Schulung. Es geht um On-Page-Suchmaschinenoptimierung. Die Teilnehmer kennen sich gut aus, sind sehr interessiert am Thema und lauschen genau hin. Gerade kommt der Referent beim Thema „Bilder“ an, als im Nebensatz das Wörtchen „ALT-Tag“ fällt.

Was ist der ALT-Tag, was nicht?

„ALT“ steht für „alternativ“ – der ALT-Tag soll ein Bild adäquat ersetzen, wenn dieses nicht sichtbar ist. Ein großes „Aha“ geht durch die Runde. Doch die Frage bleibt: Was ist das, was am Mauszeiger erscheint, wenn man über ein Bild fährt? Oder anders gesagt: Was ist mit dem Tooltip? Ist dafür nicht der ALT-Tag zuständig?

Nein. Oder besser gesagt: Das sollte er nicht sein! Das Problem: Der Internet Explorer zeigt den im ALT-Tag beinhalteten Text tatsächlich als Tooltip von Bildern an. Dafür ist der ALT-Tag standardmäßig jedoch nicht vorgesehen. Das Zauberwort für den Tooltip lautet: „title-Tag“.

title-Tag ist für Tooltip zuständig

Sowohl ALT-Tag als auch title-Tag sind Attribute des IMG-Tags (IMG = image). Ein grundlegender Unterschied: Der ALT-Tag ist Pflicht, der title-Tag als Universalattribut nicht. Wie nun also ein Bild mit Tooltip in HTML auszeichnen? Ein Beispiel:

<img src=“http://www.seite.de/bagger.gif“ alt=“Der Bagger gräbt ein 5 Meter tiefes Loch.“ title=“Bagger in der Grube“>

Als Tooltip des Bildes „bagger.gif“ auf der Website „www.seite.de“ erschiene nun der Text „Bagger in der Grube“.

Tooltip im Internet Explorer

Und im Internet Explorer? Erschiene dann trotzdem der ALT-Tag als Tooltip? Nein, glücklicherweise nicht: Für die Tooltip-Anzeige im Internet Explorer hat das title-Attribut Vorrang vor dem ALT-Attribut.

Nicht immer ist allerdings ein Tooltip erwünscht. Da das ALT-Attribut jedoch Pflicht ist und der Internet Explorer dieses automatisch als Tooltip anzeigt, muss der Tooltip explizit ausgeschaltet werden – mit einem leeren title-Attribut im IMG-Tag:

<img src=“http://www.seite.de/rose.gif“ alt=“geschlossene gelbe Rose.“ title=“ “>

Fazit

Auch wenn der Internet Explorer den ALT-Tag als Tooltip anzeigt, ist dieser nicht für diese Funktion gedacht. Nutzen Sie immer beide Attribute: Das ALT-Attribut für Alternativtext, das title-Attribut für den Tooltip – sollte dieser auch leer sein.

P.S.: Der Mouseover-Effekt

Der Mouseover-Effekt hat übrigens nichts mit dem Tooltip zu tun. Der CSS- bzw. Javascript-Befehl zeigt sich darin, dass ein Element sein Erscheinungsbild ändert, wenn der Mauszeiger auf dieses Element zeigt. Ein Beispiel wäre ein Button, der bei Berührung mit dem Mauszeiger seine Farbe ändert.

 

aexea Content Studie 2013: Fragen über Fragen

Wir haben uns unzählige Fragen gestellt und unendlich viel recherchiert. Vor zwei Tagen stellten wir den ersten Entwurf zur Diskussion, heute folgte das letzte Card-Sorting. Nun steht die erste Testphase kurz bevor und wir können es langsam auch nicht mehr abwarten. Was sagen die Probanden? Wo finden sie Lücken? Bald geht’s los!

Fragebogen Aexea-Content-Studie 2013

Alle Infos zur letzten Content Studie finden Sie auf www.content-studie.de

 

 

Der ALT-Tag bei Bildern: viel Effekt mit wenig Aufwand

Stellen Sie sich vor, Sie sind etwas in Eile und suchen im Internet nach einem Märchen. Sie rufen eine vielversprechende Seite auf und sehen Folgendes:

bild1.gif (245 Byte) s war einmal …

bild1.gif (245 Byte)? Welch Information! Was werden Sie damit anfangen?

Vermutlich nicht viel – sehr wahrscheinlich verlassen Sie die Seite und suchen sich eine andere.

Ähnlich würde es wohl beim nächsten Fall ausgehen: Sie rufen eine wissenschaftliche Arbeit auf und Ihnen bietet sich folgendes Textbild:

kleines blaues Quadrat Einleitung

kleines blaues Quadrat Problemstellung

kleines blaues Quadrat Versuchsdesign

Was ist denn da los? Auch das macht keinen professionellen Eindruck und verwirrt.

Beispiele wie diese sind Folge eines falschen Gebrauchs des ALT-Tags bei Bildern. Der ALT-Tag hat seinen Namen von der Alternative: Er soll das Bild adäquat durch Text ersetzen, falls der Nutzer dieses nicht ansehen kann. Dass ein Ersatz bei den oben aufgezeigten Beispielen nicht geglückt ist, ist leicht zu erkennen. Aber: Wie macht man’s richtig?

In HTML codiert der IMG-Tag ein Bild. „IMG“ steht dabei für „Image“. Zunächst einmal ist es wichtig, jedem Bild bzw. jedem IMG-Tag ein ALT-Attribut zu verpassen. Beim ersten Beispiel ist das nicht passiert. Deshalb steht hier der Dateiname „bild1.gif“. Dieser ersetzt das Bild nicht adäquat, denn: Das Bild zeigt malerisch den Buchstaben „E“. Dementsprechend sollte im IMG-Tag sinnvollerweise ALT=“E“ stehen. So wäre das Wort „Es“ trotzdem lesbar.

Im zweiten Beispiel gibt es einen ALT-Tag, allerdings keinen mit Mehrwert: ALT=“kleines blaues Quadrat“. Das zugehörige Bild zeigt, was der ALT-Tag beinhaltet: ein kleines und blaues Quadrat. Ersetzt diese Information aber das Bild? Nein, denn das Bild hat als Aufzählungspunkt keine inhaltliche Relevanz, sondern nur eine funktionale. Eine Funktion kann das Medium Text nicht sinnvoll ersetzen. Ebenso steht es mit Bildern, die lediglich schmückend sind. Was also tun?

Wie gesagt, das ALT-Attribut gehört zu jedem IMG-Tag. Bei Bildern ohne inhaltliche Aussagekraft macht eine textliche Beschreibung keinen Sinn und verwirrt. Deshalb wird solchen Bildern ein leerer ALT-Tag hinzugefügt: ALT=“ “. Wenn der Nutzer so ein Bild nicht anschauen kann, wird es ihm in keinerlei Form wiedergegeben.

Doch wann passiert es schon, dass der Nutzer ein Bild auf einer Website nicht sieht? Öfter, als man auf Anhieb denken mag. Es treten vier Fälle auf:

  1. Der Browser zeigt das Bild aus technischen Gründen nicht an.
  2. Der Benutzer hat das automatische Laden von Bildern deaktiviert.
  3. Der Benutzer ist sehbehindert und lässt sich den Inhalt in Braille-Schrift übersetzen oder per Voicebrowser vorlesen.
  4. Der „Benutzer“ ist eine Suchmaschine – diese versteht keine Bilder. Stattdessen nimmt sie ALT-Tags in Ihre Datenbank auf, sie dienen somit als SEO-Maßnahme.

Usability und SEO sind heutzutage die entscheidenden Marktvorteile. Dementsprechend unsere Empfehlung: Tun Sie sich und den Nutzern Ihrer Website etwas Gutes und fügen Sie jedem Bild einen sinnvollen ALT-Tag hinzu – mag dieser auch leer sein. Der Aufwand ist kaum nennenswert, die Wirkung dagegen groß!

Neben dem ALT-Tag gibt es noch andere Attribute, die für Bilder Sinn machen. Mehr dazu folgt in Kürze im zweiten Teil.