Archiv für Juni, 2011

Lektorat Fehlanzeige?

Natürlich kann es immer passieren – aber trotzdem sollte es nicht vorkommen. Das Beispiel zeigt, dass ein gutes Lektorat auch die Korrektur von Bildern umfasst. Und es bestärkt mich darin, meine Kunden zu hinreichenden Freigabeprozessen zu raten. Ich frage mich, wie viele Augen hier vor der Freigabe draufgeschaut haben?

Informationsarchitektur: Wie lege ich ein gutes Fundament?

Warum die Informationsarchitektur so wichtig ist.

Klingt zwar ein wenig abgedroschen, hat aber nichts von seinem Wahrheitsgehalt eingebüßt: Die Benutzerfreundlichkeit einer Website ist das Kernelement des Erfolgs – ganz gleich ob es sich um einen Internetauftritt oder ein Intranet handelt. Entscheidend ist, ob der User sich zurechtfindet und ohne Schwierigkeiten an die Informationen kommt, die ihn interessieren oder die er braucht.

In diesem Zusammenhang spielen Informationsarchitekturen und Navigationsstrukturen eine im wahrsten Sinne tragende Rolle. Sie stellen das Fundament der gesamten Website. Und was für den Bau eines Hauses gilt, gilt auch für den Bau von Informationsarchitekturen. Ohne gutes Fundament steht das Konstrukt auf wackeligen Beinen und wird über Kurz oder Lang zusammenfallen.

Zuviel Hintergrundwissen verstellt den Blick für die richtige Struktur.

Daher ist es für Webseiten-Betreiber essentiell, in den Bau einer guten Informationsarchitektur und Navigationsstruktur zu investieren. Doch ähnlich wie beim Hausbau bedarf der Bau von Informationsarchitekturen das passende Handwerkszeug. Es ist nicht immer leicht zu entscheiden, wie die Informationen auf einer Website so strukturiert werden können,  dass der Zugang für die meisten User logisch und einfach erscheint. Vor allem der Blick eines Insiders, der etwa die Hintergründe einer Organisation gut kennt, fachlich versiert ist oder andere wichtige Hintergrundinformatinen hat, die dem User vielleicht fehlen, ist kein guter Ratgeber bei der Erarbeitung einer Info-Struktur.

Zwei userzentrierte Methoden für den Aufbau einer Informationsarchitektur.

In der Praxis erweisen sich die folgende Tools immer wieder als sehr hilfreich, um den Grundstein für ein gutes Webseiten-Fundament v. a. im Intranet legen zu können:

1. Card Sorting

In der Entwicklung- und Konzeptionsphase eines Web-/Intranet-Projektes ist das Card Sorting eine häufig angewandte Methode, um benutzerfreundliche Navigations- und Menüstrukturen zu entwickeln. Bei diesem recht zeit- und kostenaufwändigen Verfahren fassen mindesten 15 repräsentative Testpersonen Kärtchen mit Begriffen (Untermenüpunkte) zu sinnvollen Gruppen bzw. Obermenüpunkten zusammen.
Dabei wird grundsätzlich zwischen zwei Methoden unterschieden: Beim geschlossenen Card-Sorting ordnen die Testpersonen die Begriffe vorgegebenen Kategorien zu, beim offenen Card-Sorting bilden die Testpersonen eigene Kategorien, welche die späteren Hauptnavigationspunkte darstellen sollen. Solche Card-Sortings können sowohl offline als auch online ablaufen. Beim Offline-Card-Sorting gruppieren die Nutzer die Kärtchen vor Ort unter Anwesenheit eines Moderators, beim Online-Card-Sorting geschieht dies am PC mithilfe eines Tools.

2. Content Analyse und Identifikation der Hauptanwendungsfälle (Use Cases)

Eine Methode, die sich bei besonders engem Zeitplan sowie  Kostenspielraum bewährt hat, ist die Herangehensweise über die Hauptanwendungsfälle des Intranets. In der Konzeptionsphase wird zunächst eine Content Analyse durchgeführt. Im Anschluss daran ermittelt ein Moderator bei mindestens zehn repräsentativen Testpersonen die häufigsten Bedarfs- bzw. Anwendungsfälle des Intranets. Diese Use Cases werden über die täglichen Arbeitsprozesse der Testpersonen, Betrachtung der Inhalte, Zielgruppen und der verschiedenen Informationskanäle identifiziert. Die Informationen werden gebündelt und thematisch in die Struktur zugeordnet. Dabei müssen die Anwendungsfälle in der Informationsarchitektur optimal abgebildet werden.
Um dem engen Zeitrahmen gerecht zu werden, liegt bei dieser Methode der Fokus auf den wichtigsten Anwenderbedürfnissen.  So wird mit geringem Aufwand der größtmögliche Nutzen erzielt. Dieses Modell basiert auf dem Pareto-Prinzip.

Intranet: Die Anforderungen an den digitalen Arbeitsplatz

Wie soll das Intranet der Zukunft aussehen? Welche Aspekte erachten Intranet-Verantwortliche für die nächsten Jahre als relevant? Jane McConnells „Digital Workplace Trends survey“ hat die Entwicklungen der Intranets für die nächste Zeit fest ins Visier genommen. Die Umfrage wird in den nächsten Tagen starten – aber bereits die Vorstudie, die die Themenfelder der Studie bestimmen sollte bringt einige aufschlussreiche und diskussionswürdige Ergebnisse zu tage.

Das sind die Top-Themen der Intranetmanager für die Zukunft:

  1. Das Abstecken des Arbeitsbereiches. Was gehört zum digitalen Workplace?
  2. Das Startseitenmanagement: Wie findet man die Balance zwischen der Notwendigkeit der breiten Streuung von Informationen und der Einbindung persönlicher Vorlieben?
  3. Das Intranet und die Geschäftsprozesse: Wie kann das Intranet die wesentlichen Geschäftsprozesse unterstützen? Bis zu welchem Grad müssen wichtige Geschäftsdaten (z.B. Marketing- und Geschäftszahlen) im Intranet integriert sein?
  4. Die interne Suche: Strategien und Bewertungen. Wie kann die Qualität der Suche bewertet und verbessert werden? Gibt es Vorgaben für die Aufbereitung der Inhalte für die interne Suche?
  5. Social Media – bietet eine ganze Bandbreite von Herausfoderungen: Welchen Nutzen bringen Social Media Tools? Wie können die Mitarbeiter motiviert werden?

Weniger wichtig sind die Themen: externe Nutzung von Social Media, die Strategie für mehrsprachige Intranets und die Einbindung von Applikationen in die Plattformen.

Content Studie 2011: Machen Sie mit!

Wie groß ist die Online-Redaktion? Wie sieht die Weiterbildung in den Online-Redaktionen aus? Für die Content Studie 2011 haben wir wieder Fragen rund um die Arbeit von Online-Redaktionen zusammengestellt.  Zum achten Mal befragen wir zusammen mit contentmanager.de Online-Redakteure, Web-Verantwortliche, Intranet-Teamleiter und Internetredakteure  und alle, die mit Content in Unternehmen zu tun haben (Wie groß die Namensvielfalt haben wir in der Content Studie 2007/1 erfahren. )

Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit und beantworten unsere Fragen. Hier geht’s direkt zum Fragebogen.

Dafür bekommen Sie den Studienband der Content Studie 2011 gratis und nehmen an einer Verlosung attraktiver Buchpreise teil.

Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antworten und halte Sie hier über die wichtigsten Trends auf dem Laufenden.