Archiv für März, 2010

Texten für das Internet – ein Thema geht um die Welt (2)

Mark Biernat aus New England (CT/Boston) lebt und arbeitet in Krakau, Polen. In seinem Blog hat er einen kleinen Beitrag zum Texten für das Internet verfasst. Den Beitrag stelle ich gerne im Rahmen unseres Content Strategy Network: CSN vor.

Nach unserem Post in dieser Serie aus Katar – nun also der Blick zum Nachbarn in Polen.

Texten für das Internet in Polen

Texten für das Internet in Polen

Mark schildert ein kleines Experiment. In einem A/B-Vergleich hat er seine Erfahrungen Web-Texten gemacht.
Zusammengefasst schreibt er:

  • Klar und einfach schreiben
  • Weissraum schaffen
  • Verständlich schreiben
  • Leserführung und -orientierung bieten

Auf dem Blog gibt’s für meinen Geschmack etwas zu viel Werbung – aber gegen seine Erkenntnisse gibt’s nichts einzuwenden.

Anglizismen: So macht man es richtig (1)

Im Zeitalter von Wörtern wie Benchmark, CEO, Download und Account oder aber auch Software, E-Business und Claim haben Redakteure immer wieder die gleichen Schwierigkeiten: Welche Regeln gelten für Anglizismen in deutschen Texten? Heißt es „wegen des Intranets“ oder „wegen des Intranet“? Sagt man „der Channel“, weil es im Deutschen auch „der Kanal“ ist? Und wie wird eigentlich Hobby in der Mehrzahl wirklich geschrieben?

Um die Benutzung von Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch kommt niemand mehr herum.

Deshalb ist es umso wichtiger, sich genauer damit auseinanderzusetzen. Zum einen gibt es bisher nur wenige Regeln für den richtigen Gebrauch, zum anderen werden diese wenigen Regeln meist missachtet. Außerdem haben sich viele falsche Schreibweisen bereits eingebürgert und werden oft gar nicht mehr als fehlerhaft erkannt.

Hilfe gibt’s im Netz
Das Fachportal für technische Dokumentation hat sich mit den gängigen Fehlern bei der Nutzung von Anglizismen auseinandergesetzt und zeigt Mittel und Wege auf, um möglichen Fehlern aus dem Weg zu gehen. Es lohnt sich also, dem „Denglisch“ einmal an den Kragen zu gehen und sich mit Schreibweisen der mittlerweile so alltäglichen Anglizismen zu beschäftigen. Denn manche Wörter sind einfach nicht mehr aus unserer Sprache wegzudenken. Die Regeln zu kennen allein, hilft oft nicht. Vielmehr sollte man sich zunächst den Fehlerquellen bewusst sein. Fehler sind am häufigsten bei der Beugung, der Schreibung und geschehen oft auf der Suche nach dem für das Geschlecht passenden Artikel.
Auch der „Bremer Sprachblog“ des Instituts für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft der Universität Bremen setzt sich mit dem mittlerweile so vertrauten „Denglisch“ auseinander – und neben guter Unterhaltung lässt sich hier auch der ein oder andere Tipp zur Verwendung von Anglizismen finden.

Ein anderer Blogger beschäftigt sich nicht nur mit Schreibweisen, sondern macht sich auch Gedanken über den Sinn des „Denglischen“ – auf „Kraftwort“ findet man zum Beispiel auch Erklärungen, wieso wir statt „Entwicklung“ einfach „Trend“ sagen.

Reglen mit vielen Ausnahmen

Im Hinblick auf Blogs, Artikel und Fachaufsätze lässt sich grundsätzlich sagen: Anglizismen werden behandelt wie deutsche Wörter. Beim Deklinieren genauso wie beim Konjugieren. Ausnahmen gibt es trotzdem – und zwar einige.

In loser Reihe werde ich die Stolpersteine vorstellen und zeigen, wie man sie elegant umschifft.

Nächste Lektion: Geschlecht & Artikel

Teil 2
Teil 3
Teil 4

Content Strategie: Kris Halvorson appelliert an ein neues Inhaltsbewusstein

Ein frischer Wind muss durchs Internet gehen. Denn heute gilt nicht mehr die Devise „Mehr Inhalt, mehr traffic“. Jedenfalls wenn es nach Kristina Halvorson Content-Expertin und  Geschäftsführerin der amerikanischen Web-Agentur Brain Traffic, ginge. Ihr Buch „Content Strategy for the Web“ soll die Richtung dafür vorgeben. Sie fragt Web-Verantwortliche: Wofür brauchen wir all diese Informationen auf unseren Websites?

„Online, when it comes to informational, marketing, or promotional content, more is almost never more. Instead of going for ‘critical mass’, think about striving for ‘a whole lot less’.”

Mit der Forderung nach Minimierung des Website-Inhalts kündigt Halvorson den Generationenwechsel im Internet an. Galt es früher, jeglichen Inhalt live zu stellen, muss heute die Frage lauten: „Was braucht der User?“ Das – und nur das – sollte online zu finden sein. So sichern sich Unternehmen in Zukunft ihre Vorteile unter den Bedingungen eines Käufermarktes.

„High-quality web content that’s useful, usable, and enjoyable is one of the greatest competitive advantages you can create for yourself online.”

Kristina Halvorson liefert mit diesem Buch einen Leitfaden für userorientierten Inhalt, der sich auf die Schlüsselkompetenzen des Anbieters konzentriert. Durch zahlreiche Beispiele und best practices argumentiert sie die Richtung, die das neue Inhaltsbewusstsein der Online-Medien aufgreifen sollte.

Intranet-Konvent 2010 – Portale: Fakten, Trends und Thesen

Der Arbeitskreis-Intranet trifft sich zum jährlichen Intranet-Konvent unter dem Schwerpunktthema Intranet-Portale. 35 Experten tauschen sich aus unter anderem die Gäste von e-spirit, Lightwerk und Heraeus sowie die Teilnehmer aus vielen Unternehmen.

  • Im Rahmen der Diskussion fragt e-spirit provokativ „Muss ein SAP-Portal hässlich und starr sein?“ und zeigt Live wie es auch funktioniert – sehr schöner Einblick.
  • Veikko Wünsche von Lightwerk wird die Prozesseinbindung am praktischen Beispiel mit Typo3 präsentieren und
  •  Heraeus gibt einen Einblick in die Collaborations-Welt mit Sharepoint. 

Wir haben unsere aexea Intranet-Trends von 2008 zum dritten Mal analysiert und überprüft:

  • Das Intranet ist überall verfügbar – u.a. mobiler Zugang
  • Die Suche wird besser – aktuelle Entwicklungen in der Visualisierung von Suchergebnissen
  • Alle machen mit! – Social Media im Intranet
  • Ein zentraler Zugang – die Idee des Portals
  • Bewegte Bilder – auch im Intranet schreitet die Idee voran.
  • In den Workshops am Nachmittag wird in 4 Gruppen gearbeitet.

    1. Strukturen und Kulturwandel
    2. Inhalte im Intranet
    3. Portal
    4. Personalisierung

    Ein toller Austausch in offener Atmosphäre – die Intranet-Verantwortlichen schafften in der  Zusammenarbeit seit mehr als 3 Jahren ein vertrauensvolles Miteinander… ich freu‘ mich schon auf den nächsten Arbeitskreis!

    Lesenswert in diesem Blog:
    Der Intranet-Konvent 2009
    Nielsens Intranet Trends 2009

    Der Online-Handel diskutiert. Die ecommerce-conference in Frankfurt.

    Ich bin auf der www.ecommerce-conference.de in Frankfurt. Die 2. Station in der Tour. Das Programm ist mit 11 Vorträgen straff. Mein Vortrag um 12.00 beschäftigt sich mit der Conversion Rate Optimization – am Beispiel des Online-Shops www.dergepflegtemann.de 

    Die neuen Zahlen zeigen im Vortrag wie wichtig Online-Text für den Abverkauf im Online Shop ist.

    Los geht’s: Daniel Nitz von netz98 leitet ein. Mit den Trends im Online-Handel:

    • Produktdarstellung: Augmented RealityReales und Virtuelles mischen. Mein Live-Bild kombiniert mit ein paar Kleidungsstücken im Online-Shop und das wiederum in Facebook für meine Freunde sichtbar zur Live-Abstimmung. Video und Interaktive Darstellungen setzen sich weiter durch. Ein Beispielvideo.
    • Kundenservice: Den Kunden mit dem Service überraschen nicht mit dem Service werben. Proaktiv handeln. D. h. eine Preisreduktin nachträglich zurückbuchen.
    • Produktzugänge: Die Suche und Navigation wird sich erneuern. Die Zugänge über Sternzeichen, Farbwelt oder Region bspw. werden die klassischen Wege ergänzen. 
    • Social Media: Bspw. Twitter im Support – Service via Twitter. Social Shopping – Gemeinsam virtuell einkaufen. Klingt noch komisch 😉

    Toll – ein paar Live-Beispiel im A/B-Vergleich mit erstaunlichen Ergebnissen… Die Wirkung von Text hat er nicht angesprochen – der wird sich wundern 😉

    Beim Software-Block fällt mir persönlich das Folgen schwerer. Daniel Schmälzle von Poet und Philipp von Criegern von Maris sprechen zu PIM, ECR und zu Magento.

    Leichter wird es bestimmt, wenn Christoph Brenner aus Hamburg von SEOlytics spricht. Was weiss ich über meine Mitbewerber – fragt er?

    • Die Positionen der Keywords und deren Veränderung beobachten,
    • Backlinks auf die eigene Website erfassen,
    • Konkurrenzdaten protokollieren und dabei den
    • Überblick bewahren – das ist SEOlytics.

    Live Demos mit SEOlytics – direkt aus dem Teilnehmerfeld… Erstaunte Gesichter 😉 Wir beginnen mit www.huss-licht.de – der Betreiber erzählt wie das Desaster begann. www.trueffelkontor.de dort werden die SEM-Maßnahmen analysiert. Schöne Überleitung www.dergepflegtemann.de – so jetzt bin ich dran…

    Christian Sauer von Webtrekk spricht als Letzter vor der Mittagspause. Sein Thema die richtige Zuordnung von Performance-Marketing-Maßnahmen. Wer erhält mein Geld – wenn ein Kunde auf meiner Website landet. Das Kernproblem ist die Zuordnung eines Kunden zu einer Kampagne und dem Kampagnenlieferanten. Die Lösung kann eine Trackingweiche sein. Ein paar Screenshots zeigen die Webtrekk-Lösung.

    Im Blog habe ich unseren Vortrag schon vorgestellt – gerne nachlesen – ich konnte während des Sprechens nicht schreiben.

    Markus Wolf von Minol zeigt die Grenzen der Animationen auf Websites auf. Er startet mit einem Praxistest zur Farbwahrnehmung und warnt: „Achtung! Ihnen kann übel werden.“

    Wow – ich bin ganz beeindruckt – toller Vortrag und ein Beispiel.  Selten hat mir jemand die Themen Kontrast und Helligkeit sowie Farben und deren Intensität so klar erklärt. Mit diesen Grundlagen startet er in den Block Animation.

    Natürliche Bewegungen, nicht konkurrierende Bewegungen und das Timing sind Erfolgsfaktoren guter Animationen. Die harmonische Schwingung ist die Grundlage natürlicher Bewegungen.

    Es folgen eine Reihe positiver Beispiele. Ein wirklich schöner Vortrag – wer die Möglichkeit hat…. Unbedingt mal anhören.

    Der Tag neigt sich dem Ende – viel Input. Morgen geht es in Düsseldorf weiter…. Bis dann.

    „Umsatz durch Textoptimierung“ – Aktuelle Ergebnisse unserer Studie

    Neue Ergebnisse unserer Studie „Umsatz durch Textoptimierung“ liegen vor: Die von uns betexteten Produkte des Männerkosmetik-Shops www.dergepflegtemann.de erzielen eine 18% höhere Conversion und 16% mehr Umsatz. Spitzenreiter unter den getesteten Produkten ist die Anti-Aging-Gesichtscreme „Rejuvenate“. Ihre Conversion Rate ist momentan 109% höher als die des Vergleichstextes. Außerdem generierte unser Text 100% mehr Umsatz.

    Anti-Aging-Aging Gesichtscreme Rejuvenate

    Der A/B-Test: Wie funktioniert’s?

    Seit Oktober 2009 vergleichen wir die Entwicklung von acht Produkttexten des Online-Shops in einem direkten A/B-Test. Die Textvariante A ist die ursprüngliche Produktbeschreibung. Diese ist durch eine sachliche Sprache gekennzeichnet und stellt selten den Nutzen des Produkts heraus. Bei den von uns getexteten B-Texten legten wir hingegen viel Wert auf folgende Textmerkmale:

    • implizite Codes: Ansprache der Grundbedürfnisse wie Sicherheit oder Erfolg
    • online-gerechte Aufbereitung: kurze Absätze, Zwischenüberschriften, Fettungen
    • richtige Positionierung des Consumer Benefit: Das primäre Kaufmotiv steht zu Beginn des Textes

    Die Ausnahme bestätigt die Regel

    Unsere Texte erreichten bei allen Produkten eine höhere Conversion Rate als der Vergleichstext. Mit einer Ausnahme: dem hochwertigen Rasierhobel. Wir wollten den Grund dafür wissen, analysierten den Text erneut und konnten einige Schwachstellen identifizieren. Wir definierten den Consumer Benefit neu und verwendeten eine positivere Sprache. Das Ergebnis: Statt einer frustrierenden Conversion Rate von 0%, überholte das Produkt seinen Zwilling in kurzer Zeit!

    Textqualität zahlt sich aus

    Fazit: Auf den Leser zugeschnittene Texte zahlen sich aus. Das zeigt sich nicht nur in der höheren Klickrate, sondern auch im Umsatz.

    Texten für das Internet – ein Thema geht um die Welt (1)

    In einer lockeren Serie möchte ich Blogs und  Webseiten vorstellen, die sich mit dem Thema Texten für das Internet beschäftigen, vorstellen. Heute ein Blog aus Katar.

    Der Technologie Blog Digital Qatar bloggt zum Thema. Ein wenig rudimentär aber durchaus richtig. Wer den englischen Beitrag mit den Tipps zum Texten für das Internet liest, wird mir bestimmt beipflichten.

    digitalqatar

    Die Kollegen bloggen auch in arabisch – allerdings konnte ich das nicht lesen – schade…. 😉 Ich bin gespannt, wo mich meine Reise noch hinführt. Im Zuge der Recherche rund um das CSN – Content Strategy Network geht die Reise bestimmt noch lange weiter.

    digitalqatar2

    Weiter geht’s mit Krakau, Polen.