Archiv für Juli, 2009

Pons Online Wörterbuch macht dem Duden Konkurrenz – ein Praxistest

Klett bringt die deutsche Rechtschreibung ins Internet, gratis. Pons (in der Hand von Klett) bietet sein Wörterbuch „Deutsche Rechtschreibung“ seit letzter Woche in einer kostenlosen Internet-Version auf seinem Online-Sprachportal www.pons.eu an.

Die Ernst Klett AG bringt dadurch Wind in einen Markt, der über Jahrzehnte klar aufgeteilt war:

„Der Mannheimer Duden-Verlag galt als Instanz in Sachen deutscher Sprache. Die grünen Wörterbücher aus dem Hause Pons waren präferierter Begleiter für Generationen von Sprachschülern.“

Pons hat den Angriff auf Duden mit einer gefeierten und sehr originellen Social Media Kampagne eingeleitet.

Ich habe mir das neue Angebot mal angeschaut:

Das Pons Online-Wörterbuch

  • Während das Duden-Nachschlagewerk im Internet nur auszugsweise geöffnet ist, kann man  auf das Pons-Angebot komplett kostenfrei zugreifen. 140.000 Begriffe umfasst es.
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Reuters „Handbook Journalism“ ist online

Ein echtes Schatzkästchen hat Reuters jetzt online gestellt: Ihr internes Handbook of Journalism. Dean Wright der Qualitätssicherungschef von Reuters gibt drei Gründe für die Veröffentlichung an:

Transparenz – um die Glaubwürdigkeit ihres Journalismus zu erhöhen. Geographie – der Geltungsbereich ist nicht beschränkt, sondern gilt überall da, wo englisch veröffentlicht wird. Den letzten Punkt finde ich besonders interessant:
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Intranet: Personalisierung – 4 grundlegende Fragen

Die Menge an relevantem Content in einem Intranet ist ein wichtigtes Kriterium für die Qualität eines Intranet. Je mehr Informationen dort zu finden sind, desto besser. Gleichzeitig sind die Informationsmengen ein Problem – zu viele Inhalte machen die Navigation komplex und verwirren die Mitarbeiter.

Eine Ausweg aus diesem Dilemma kann die Personalisierung des Intranet sein. Das Ideal: Jeder findet nur das, was ihn interessiert. Gleichzeitig findet jeder alles, was ihn interessiert.

Um sich an dieses Ideal anzunähern, ist es sinnvoll, sich ein paar grundlegende Fragen zu stellen:

1 Welche Zielgruppen gibt es?
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Twitter – Wie nenne ich mein …?

Aktuell gibt es ein wenig Aufregung um die Wörter „Tweet“ und „Twitter“. Das Unternehmen „Twitter“ hat nicht nur den Unternehmensnamen als Marke eintragen lassen, sondern auch das Wort „Tweet“. Nach eigenen Aussagen sei gehöre auch „Tweet“ eindeutig zur Marke „Twitter“, allerdings werde man die Applikationen, die das Wort „Tweet“ im Namen tragen, nicht belangen – im Gegenteil:

In fact, we encourage the use of the word Tweet

OK – im Englischen ist das Vokabular also eher ein Problem des Markenrechts.  (Naja nicht nur. Es gibt auch einiges Kurioses:  Das Wort „Twitter“ leitet sich nicht nur von Tweet ab, sondern bezeichnet auch eine Membran bei einem Wal. Wenn man das weiß, erscheint der von Vögeln gezogenen „fail whale“ beim Twitterausfall als eine nette Pointe.)

Im Deutschen kommt bei Twitter das Sprachgefühl ins Wanken. Tweet, Twitter, follower, following, hashtag – übersetzen oder lassen? Anglizismen sind ja nicht sonderlich elegant, aber übersetzen klappt auch nicht immer. Eine deutsche Version gibt es ja nicht – Twitter ist international. Dazu kommen dann noch die Probleme von Beugung, Präpositionen und Zusammensetzungen.

Hier ein paar Gedanken zum Twitter-Vokabular:

Twitter

Gut, ein Markenname. Hier fallen die Überlegungen zur Übersetzung weg. Es spricht auch auch kein Mensch von Apfel-Computer. Die Schwierigkeit steckt hier bei der Präposition. „Folgen Sie uns bei Twitter“ oder „Folgen Sie uns auf Twitter“?
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Twitter im Unternehmen der aexea Projektleitfaden

aexea aggregiert die Erfahrungen aus Twitter Beratungsprojekten für Unternehmen in einem Projektleitfaden, der den Einsteg in Twitter für Unternehmen erleichtert.


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Die Überschrift (Teil 1): Der klassische Journalismus

Google macht sie zu einem aktuellen Diskussionsthema: Die Überschrift. Gelten jetzt neue Gesetze oder bleiben die journalistischen Traditionen weiterhin gültig? Um in dieser Frage besser Position beziehen zu können, möchte ich die Grundlagen beider „Schulen“ vorstellen. Vielleicht ergibt sich ja so eine neue Perspektive.

Teil1: Die Überschrift im klassischen Journalismus

Die Überschrift ist ohne Zweifel der schwierigste Teil des journalistischen Handwerks. Eine Überschrift kommt zwar kurz und knapp daher, aber es werden hohe Erwartungen an sie gestellt.

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Interview mit Oliver Gassner

Immer mittwochs gibt es den Blog Check.  Da nimmt Oliver Gassner ein Weblog genau unter Lupe. Er selbst bloggt schon seit 2000 – sonst konzipiert, berät und schult er in den Bereichen Social Management und Selbstmanagement. In diesem Interview verrät er uns seine 5 Top-Tipps für gute Unternehmensblogs!

text-gold: Sie bieten auf Ihrem Blog einen Gratis Blog Check an und haben sich so einige Blogs genauer angesehen. Wie ist Ihr Gesamteindruck? Wo liegen die größten Schwächen?

Oliver Gassner: Ich glaube, dass die meisten Blogger sich nicht im Klaren sind, was für ein weitreichendes Tool sie da in der Hand haben. Ein Weblog ist wie ein ganzer Werkzeugkasten, mit dem man die verschiedensten Dinge anfangen kann, wenn alle Werkzeuge in Ordnung sind und wenn sie auch effizient eingesetzt werden. Ein Beispiel: Dass eine Webseite ein Blog ist merkt man oft erst daran, dass Einzelbeiträge kommentierbar sind.
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