Archiv für Mai, 2009

Schreiben für Suchmaschinen – Auswahl der richtigen Schlüsselwörter

Kennen Sie die Kaffeemaschinen von Miele? Nein? Das wird wohl so bleiben, denn Miele stellt zwar welche her,  aber die Online-Redaktion verschwendet in diesem Fall wohl nicht allzuviel Gedanken an die Suchmaschinenoptimierung. Zumindest bei der Auswahl der Schlüssselwörter orientieren sie sich eher am internen Sprachgebrauch als an den üblichen Bezeichnunge.

Gut, für „Kaffeemaschine“ ist die Konkurrenz bei Google so groß, dass es kaum gelingen wird, mit diesem Schlüsselwort auf die erste Seite zu kommen. Allerdings sollte bei der Kombination „Kaffeemaschine Miele“ die Unternehmenswebsite doch zu den ersten Treffern gehören. Doch von www.miele.de ist auf den ersten Seiten keine Spur.

Kein Wunder, denn auf der Website wird das Kind nicht beim geläufigen Namen genannt.  Geben Sie stattdessen „Kaffeevollautomat Miele“ bei Google ein, steht die Unternehmenswebsite ganz brav auf Platz 1.

Die interne Suche zeigt warum: 1155 Treffer für „Kaffeevollautomat“, 1 Treffer für „Kaffeemaschine“:

Warum ist es ein besonderer Genuss, Kaffee in einem Café zu trinken? Vielleicht der angenehme Duft von frisch gemahlenen Bohnen, das Zischen der Kaffeemaschine, das diffuse Stimmengewirr oder die geschäftigen Kellner,die die schwarzen Muntermacher verteilen.

Das macht doch Lust auf Kaffee. Doch bitte, wo geht es hier zu den Kaffeemaschinen?

Social Media – eine chancenreiche Invasion!

„Ich frage mich, wen interessiert das denn?“ und: „Ich habe dazu einfach keine Zeit!“  Damit zitiere ich sehr viele Menschen aus meinem Umfeld und auch mich – bevor ich mich infiziert habe – denen ich begeistert von Twitter und allen „Wasserstands-Meldungstools“ berichte.

Heute nutzen doppelt so viele Social Media Plattformen als in 2006
Genauso wie bei jeder erfolgreichen Produkteinführung sind es erst die Frühadopter, die sich infizieren und irgendwann die späte Mehrheit. Und wie war das noch gleich? Sind die Frühadopter nicht auch Meinungsbilder? Die Plattformen haben also nicht nur großen Einfluss, Social Media ist regelrecht eine schnell ausbreitende Invasion: laut einer McCann Studie, wave.3, waren es weltweit 2006 27,3 %, die sich ein Profil auf einer Plattform angelegt haben, 2009 sind es mehr als doppelt so viele: 57,6 %.
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Ein Konzept: FAQ für Twitter in Unternehmen

Immer mehr Unternehmen wenden sich an uns und fragen nach einem Konzept für Twitter. Einige Gedanken dazu…


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Online-Text im Tourismus – Worauf kommt es an?

Beim etourism Dialog im Kleinwalsertal erörteten Online-Redakteure aus der Touristik die Anforderungen an Online-Text. Ich war als Experte geladen und diskutierte mit.

In einem „World Cafe“ diskutierte ich mit drei Gruppen innerhalb von rund 90 Minuten die wesentliche Anforderungen an Online-Text.
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Auf dem Laufenden bleiben – aktueller Content (Teil 5)

Abgelaufener Content aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung

In den anderen Teilen dieser Serie wurde die Frage „Was passiert mit Content, der nicht mehr aktuell ist?“ vor allem aus inhaltlicher und redaktioneller Sicht beleuchtet. Heute geht allerdings nichts ohne den Seitenblick auf Google und das bringt doch einige neue Aspekte in der Bewertung – wie der interessante Vortrag „Expired Content“ von Scott Willoughby zeigt.

Erste (und wichtigste) Erkenntnis: abgelaufener Content und die dazugehörige URL sind aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung wertvoll – weil sie Links generiert haben. Wenn Sie auf Ihrer Website ein Ereignis angekündigt oder ein Produkt vorgestellt haben, zeigen im besten Fall sehr viele Links  von anderen Websites auf Ihre Seite. Sei es, dass Ihre User Ihre Website geboomarkt oder getwittert haben oder dass Ihre Website in ein Linkverzeichnis aufgenommen wurde. Gerade wenn Sie SEO-Maßnahmen ergreifen, gehört die Generierung von Links auf Ihre Seite zu einem arbeitsintensiven Prozeß.
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„1×1 für Online-Redakteure“ – Online-Texte besser schreiben

Alles neu macht der Mai. In diesem Frühjahr ist die 2. Auflage meines Buches „1×1 für Online-Redakteure und Online-Texter: Einstieg in den Online-Journalismus “ erschienen.

Die Grundlagen für gute Online-Texte bleiben natürlich gültig. Spannend strukturieren, verständlich schreiben und geschickt verknüpfen sind die Konstanten für webgerechtes Schreiben. Doch beim Publizieren im Netz hat sich in der letzten Zeit viel getan, so dass ich einige neue Aspekte aufgegriffen und eingebaut habe:

  • neue Strategien für die Recherche im Web 2.0
  • Tipps zur Bildrecherche
  • die neuesten Entwicklungen im Urheberrecht
  • Community Manager – neue Berufsbilder in der Online-Redaktion
  • und natürlich: die entscheidenden Infos für das suchmaschinengerechte Schreiben

Mir ging es vor allem darum, die Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Praxis relevant sind und die Inhalte so aufzubereiten, dass sie im Online-Redaktionsalltag schnell einsetzbar sind. Deswegen gibt es einige Übersichten, Beispiele und vor allem: Checklisten (noch mehr als in der 1. Auflage).

Wenn ich mir das Buch so anschaue, print macht doch auch viel Spaß.

Wie lange brauchen Sie für die Erstellung eines Online-Textes?

Wie lange brauchen Sie durchschnittlich für die Erstellung neuer Texte von der Planung und Recherche bis zur Online-Veröffentlichung des Textes? Das haben wir die Teilnehmer der Content Studie 2008/2 gefragt. So haben die Studienteilnehmer geantwortet:

  • 18,9% geben an, weniger als eine Stunde Zeit zu benötigen
  • 31,1% brauchen für die Erstellung 1 bis 2 Stunden
  • 24,2% sagen aus, dass der gesamte Erstellungsprozess 2 bis 3 Stunden Zeit beanspruche
  • 14,2% veranschlagen zwischen 3 und 5 Stunden
  • immerhin 11,6% benötigen über 5 Stunden Zeit für Recherche, Ausformulieren und Einpflegen eines Textes

Der Hauptaufwand liegt bei der Planung und Recherche, dicht gefolgt vom Schreiben des Textes. Danach folgen das Redigieren und das Einstellen des Textes in das CMS. Am wenigsten Zeit verwenden die befragten Online-Redakteure für die Suchmaschinenoptimierung ihrer Texte.

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