Archiv für Mai, 2008

Redaktioneller Aufwand im Intranet 2.0 – Strategien und Fakten

Wie hoch ist der Aufwand für die Moderation eines Intranet 2.0? Die Frage nach redaktionellem Aufwand und der Effizienzsteigerung in Online-Redaktionen beschäftigt mich immer. Wie kann das Redaktions-Management der Herausforderung kommentierender Kollegen begegnen?

In meinem Vortrag bei den intranet.days in der kommenden Woche am 4. und 5. Juni gebe ich eine erste Antwort auf diese Frage. Erkenntnisse aus Studien – aber vor allem Fakten aus dem Alltag verschiedener Unternehmen bringen Licht in Dunkel. Also – bis Mittwoch.

Das Schreckgespenst guter Texte im Internet, Intranet und Extranet

AGABU – Alles Ganz Anders Bei Uns – das Schreckgespenst des Online-Redakteur-Trainers. Und AGABU ist auch als der größte Feind des Wissens und Lernens ausgemacht worden – in einer Studie zum „Wissenmanagement und Wissensbilanzierung“ in Baden-Württemberg : 82% der Befragten gaben an, der Grund für Widerstände bei der Neuentwicklung und Übernahme von Wissen läge vor allem darin, dass Mitarbeiter in hohem Maße an ihren Gewohnheiten und Routinen hingen.

Mit solchen Widerständen verschließen sich Menschen gut gemeinten und meist sogar bezahlten – also erwünschten – Ratschlägen. Und verpassen dabei häufig die Chance, sich neue Kompetenzen anzueignen oder die Qualität ihrer Arbeit zu verbessern. Für das Schreiben im Internet, Intranet oder Extranet heißt das, so weiter schreiben, wie man es eben immer gemacht hat: In Briefen, auf Broschüren oder Magazinartikeln. Dabei kann man relativ leicht lernen, gute Online-Texte zu verfassen, die medienadäquat aufbereitet und leicht zu lesen sind.

Im Beratungsgeschäft ist AGABU das Killer-Argument: Der Beratene wehrt sich gegen die anstehenden Veränderungen und will jede Diskussion darüber beenden. Wahrscheinlich macht er das vor allem aus Zeitmangel oder aus Angst vor Neuem. Wie soll man damit umgehen? Der Berater muss darauf eingehen, verstehen, welche Bedenken wirklich dahinter stecken, versuchen sie auszuräumen und vor allem klar darstellen, was gute Texte auszeichnet. Bei Online-Texten hilft vor allem die Tatsache, dass jeder Autor gleichzeitig auch User ist. In diesem Sinne – ich freu’ mich auf die nächsten Seminare „Texten im Internet“.

Intranet – Wie aufwendig ist die Kommentarbetreuung?

Die Kommentarfunktion im Intranet kann ein wichtiger Baustein der internen Kommunikation eines Unternehmens sein: Mitarbeiter können sich direkt zu einem Thema äußern – auch wenn sie z.B. bei einem Projekt nicht direkt beteiligt sind. Und jeder Mitarbeiter kann die Diskussion einfach verfolgen. Auch technisch ist die Einrichtung kein Problem. Was oft vergessen wird: Die Betreuung der Kommentare muss in den Aufwand zur Pflege des Intranets mit eingerechnet werden.
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Wie wichtig ist die interne Suche ?

Viele Studien belegen, dass User die interne Suchfunktion auf Web-Sites im Internet und Intranet häufig nutzen. Die Qualität der internen Suche wird durch die Arbeit der Online-Redaktion maßgeblich beeinflusst.

Wie navigiert ein User auf einer Web-Site? Hält er sich an die vorgegebene Struktur und klickt sich von Kategorie zu Kategorie bis er an der richtigen Stelle ist? Oder ignoriert er die Hilfestellungen von außen, will sofort wissen, wo er das Gesuchte findet und gibt sein Suchwort in die interne Suchmaske ein?
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Web 2.0 wird alltäglich

Die perfekte Welle – „wave 3.“ nennt Universal McCann die dritte Phase ihrer globalen Studie rund zur Rezeption von social media. Und sie ist übergeschwappt, denn das Fazit lautet: Wer online ist, nutzt Social Media.

Und Deutschland hat noch viel Wachstumspotential: 73% der Internetnutzer weltweit lesen Blogs (2006 waren es etwas über 50%) – 92,1% (2006: 72%) in Süd Korea und nur 55,4% in Deutschland (2006: 20!!%) . Auch wenn Deutschland weit hinten liegt, sind in dieser Studie die Anteile der User, die Blogs lesen oder schreiben, Fotos und Videos einstellen und Web 2.o- Applikationen nutzen im Vergleich zu anderen Studien relativ hoch. Die Zahlen klingen so gut, weil sie die Realität der aktiven Internetnutzer zwischen 16-54 Jahren widerspiegeln. Dadurch wirkt die Studie sehr optimistisch, was durch das angenehm frische und lebhafte Layout verstärkt wird. So macht Zahlen schauen Spaß!

Informieren, navigieren oder kaufen – wie man Suchanfragen kategorisieren kann

Die Kategorisierung von Suchanfragen bringt einige Informationen für die Gestaltung von Web-Sites. Die informationsorientierte Suche dominiert.

Für die meisten User gehören Suchmaschinen zu den wichtigsten Knotenpunkten im Netz. Millionenfach geben sie ihre Suchwörter in die Masken ein. Doch mit welcher Absicht? Welchen Zweck verfolgen sie bei ihrer Suche? Von welchen Bedürfnissen werden sie geleitet? Verblüffenderweise lassen sich die Unmengen von Suchanfragen relativ leicht einteilen, falls man ein grobes Raster darüberlegt.

Andrei Broder hat 2002 drei unterschiedlich Suchtypen herausgearbeitet, die bis heute in der Forschung anerkannt sind. Interessant finde ich, dass man aus den Untersuchungen der User-Intentionen einige wichtige Informationen für die Gestaltung der eigenen Inhalte bekommen kann.
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Interaktivtätsindex für Web-Sites europäischer Zeitungen

Germany zero points – Allemagne zéro points – Deutschland null Punkte…

Leider ist Deutschland in der Liste des „News Interactivity Index“ des Online Journalismus Blog noch nicht vertreten. Der Index zeigt sehr schön, welchen Grad an Interaktivität die Nachrichtenportale aus den USA und einige europäischen Ländern erreichen. Ein kleines Programm mit dem Sie Zeitungen und Länder vergleichen können gibt es auch. Ich hatte ja für meinen Beitrag „Mitmachen ist angesagt“ ganz ähnliche Analysen für Deutschland angestellt und die Ergebnisse zeigen, dass einige Aktivitäten bestehen. Ich bin wirklich neugierig, wie die deutschen Zeitungen im Vergleich abschneiden. Seit ein paar Tagen sind Frankreich, Norwegen und die USA dazugekommen, vielleicht dauert es ja nicht mehr lange bis spiegel.de, sueddeutsche.de und faz.net im Index aufgenommen sind. Falls Sie auch Lust haben – hier finden Sie ein Formular – da können wir das Projekt ein wenig unterstützen.

Intranet-Summit, Zürich – Intranet-Controlling und Wissensmanagement

LAST UPDATE:

Die Teilnehmer wählten den Case von PwC zum besten Case des Intranet Summit. Mein Glückwunsch dazu! Alles in allem eine tolle Veranstaltung und ich freu‘ mich schon auf die Intranet.days in Frankfurt/Main am 4./5. Juni.

Grüezi und Guten Morgen aus Zürich. Ich freue mich heute auf spannende Vorträge vom Swiss Intranet-Summit. Die Themenblöcke sind:

  • Knowledge-Sharing – Wissensmanagement im Intranet
  • Intranet-Controlling
  • Workshop: Erfolgsfaktoren für Intranets
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Texten für Suchmaschinen

Johannes Auer hat es vor kurzem hier in Stuttgart gezeigt, wie man Schreiben und Suchmaschinen kreativ verbinden kann: In den Aufführungen seiner „search songs“ verbindet er gerade in Suchmaschinen eingetippte Suchwörter mit den spielbaren Buchstaben der Wörter und komponiert so eine „Sehnsuchtsmelodie des Netzes„.

Doch auch ohne künstlerischen Anspruch kommt man beim Schreiben für das Netz an den Suchmaschinen nicht mehr vorbei. Wenn der Autor die erste und wichtigste Schreibregel befolgt und beim Texten seine Zielgruppe vor Augen hat, hat sich in den Personenkreis eine Maschine eingeschlichen.
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Neue Möglichkeiten des mobilen Internet – neue Ansprüche an Content-Verantwortliche

Das mobile Internet erlebt eine Renaissance. „Mit 8,7 Millionen UMTS-fähigen Mobiltelefonen oder Laptop-Karten ist der Knoten jetzt geplatzt und das mobile Internet auf der Überholspur“, teilte der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth bei der Vorstellung des Jahresberichts 2007 mit. Noch ein sicheres Indiz dafür, dass das Thema wichtig wird, ist dass sowohl Yahoo! also auch Google fieberhaft an der Umsetzung mobiler Suchplattformen arbeiten.

Bessere Übertragungsgeschwindigkeiten und neue Technik in den mobilen Endgeräten – die Technologie ist jetzt bereit. Noch sind die Handy-Besitzer eher zögerlich, nur etwa 3% gehen damit auch ins Netz, wie eine Studie zeigt. Ein Grund dafür sind sicher die hohen Preise für das mobile Surfen, doch auch hier tut sich was.

Was kommt jetzt auf die Content-Verantwortlichen zu? Was erwarten die User?
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