Archiv für Januar, 2008

Wortwahl

Viele User verstehen die neuen Begriffe aus dem Netz nicht und auch scheinbar etablierte Begriffe aus dem E-Commerce bereiten ihnen Probleme. Das zeigt eine Wording Studie von eResult.

„Filtern“ oder „Suche eingrenzen“? Stellen Sie sich vor, auf Ihrer Web-Site gäbe es eine Suchfunktion für Ihre Produkte. Ihr Kunde sucht nun ein bestimmtes Produkt und hat nach der Stichwortsuche eine lange Liste. Welche Bezeichnung würden Sie an der Stelle wählen, wo der User eine Filterfunktion einstellen kann? Zwar bedeuten beide Begriffe dasselbe – aber Ihre User verstehen in der Regel viel besser, was gemeint ist, wenn sie lesen: Suche eingrenzen. Was beim Filtern genau passiert, wissen die meisten nicht. Das zeigen die Ergebnisse der Wording-Studie 2008 von eResult, die wieder bestätigten, wie wichtig ein sorgfältiger Umgang mit Wörter sein kann. Und natürlich auch, wie wichtig es ist, seine Leser zu kennen.

Ach ja, dass sich die meisten unter Web 2.0 nichts so recht vorstellen können – das hatte ich fast befürchtet.

Zweimal Schreiben für das Netz

Die gängigen Stil-und Sprachregeln des Journalismus gelten für das Schreiben guter Online-Texte weiterhin. Sie reichen aber nicht aus: Wer gute Online-Texte schreiben will muss die Besonderheiten des Mediums kennen und darf keine Berührungsängste mit Suchmaschinen haben.

Teaching Online Newswriting“ – so ein Titel weckt immer meine Neugier. Und tatsächlich schafft es Robert Niles – Redakteur bei „Online Journalism Review“ – in einem kurzen Text die wichtigsten Dinge zum Thema Schreiben für das Netz auf unterhaltsame Weise klarzustellen.

Seine wichtigste These: Journalistisches Schreiben für das Netz unterscheidet sich deutlich vom Schreiben für gedruckte Zeitungen oder Magazine. Die beiden Fähigkeiten sollten seiner Meinung nach sogar in getrennten Kursen vermittelt werden. Das klingt zwar selbstverständlich, aber nicht selten wird beides zu schnell in einen Topf geworfen.
ganzen Artikel lesen

Anerkennung – Motivation pur

Ein kleines Fundstück zum Thema Motivation (die Serie dazu setze ich fort, sobald ich etwas Zeit finde):

Richard Titus von der BBC macht vor, wie es geht. In seinem Post „A lick of paint for the BBC homepage“ beschreibt der Leiter des Bereiches „User Experience & Design“ welchen Auftrag er bei der Neukonzeption der BBC-Website hatte und welche Ideen ihr zugrunde liegen. Schon allein das ist sehr interessant.

Bemerkenswert aber finde ich, dass er sich am Schluss des Beitrags ausdrücklich beim BBC Homepage Team bedankt und auch Namen nennt. Wie beim Filmabspann. Warum er das macht? Für ihn ist das ein Motivationsanreiz. In einem Kommentar schreibt er dazu:

„As for credit, I think attribution and appreciation are the two most IMPORTANT forms of team currency. „

Eigentlich ja selbstverständlich – kommt nur leider im Alltag oft zu kurz.

Rohdiamant

Prozess statt Produkt: Ein Nachrichten-Modell für die Online-Redaktion der Zukunft 

Paul Bradshaw und sein Team vom Online Journalism Blog machen sich Gedanken um den „21st century newsroom“ . Für ihn sind Schnelligkeit und Tiefe die Stärken des Mediums, die die Online-Redakteure natürlich ausspielen müssen. Wie das am besten funktioniert? Er ist dabei einige Konzepte, Entwürfe und Modelle zu entwickeln. Das erste Modell nennt er den „Nachrichten Diamanten“:
ganzen Artikel lesen

Gipfeltreffen

Am 4. März findet in Hannover eine internationale Fachkonferenz zum Thema Web 2.0 in Unternehmen statt.

Wenn Sie im Frühjahr auf der CeBIT in Hannover sind, dann nehmen Sie sich doch einen Tag Zeit für eine sehr interessante Veranstaltung. Auf dem „Enterprise 2.0 Summit“ werden die Möglichkeiten des Web 2.0 und von Social-Software für Kommunikation, Wissensmanagement und Geschäftsabläufe in Unternehmen erörtert. Die Referenten aus ganz Europa stellen ihre Projekte vor. Unter anderem wird Euan Semple zeigen, wie er mit der Einführung von Social Software Veränderungsprozesse bei der BBC anstoßen konnte. Theoretische Auseinandersetzungen zum Thema Web 2.0 gab es schon viele – mich interessieren hier vor allem die konkreten Beispiele und die Umsetzung in die Praxis in führenden Unternehmen.

Aus der Hand geben?

Leserkommentare oder Foren können sehr betreungsintensiv sein. Die Kosten dafür sind oft kaum zu kalkulieren. Da liegt es nahe, die Betreuung der Community spezialisierten Unternehmen zu übertragen.

Der Wirbel rund um die Qualitätsdiskussion bei sueddeutsche.de hat gezeigt, dass es ein Dilemma gibt: Auf der einen Seite will (fast) jede größere Web-Site ihre User einbinden und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Meinung zu äußern. Doch das Mitmachen hat für die Online-Redaktionen auch eine negative Seite, denn meist sind es die Redakteure (und ihre Helfer aus Userkreisen), die damit beschäftigt sind, Spam und unerwünschte Kommentare zu löschen und eskalierende Diskussionen zu schlichten. Rich Gordon umreisst es bei poynter.org:
ganzen Artikel lesen

Auf die Spitze getrieben (Teil 4)

Langeweile vermeiden – so schreiben Sie eine „gute Pyramide“.

Wie in Teil 3 gezeigt: Die umgekehrte Pryramide ist in vielen Fällen für Online-Texte ideal – selbstverständlich gilt das nicht für alle Texte. Kommentare, Features, Reportagen etwa müssen völlig anders konzipiert werden. Für die Artikel, die schnell informieren sollen, bleibt die Pyramide – allen Unkenrufen zum Trotz – ein gutes Modell.  Sofern es richtig angewandt ist, denn es ist unter Umständen nicht so einfach, den strengen Regeln zwar zu folgen, aber trotzdem keinen auswechselbaren, stereotypen Artikel zu produzieren.
ganzen Artikel lesen

Mitmachen ist angesagt

Kommentare, Foren und Community – die Bandbreite der Leserbeteiligung bei deutschen Nachrichtenportalen ist groß.

Wie weit ist denn das Mitmach-Web in Deutschland? So beiteiligen die großen deutschen Magazine ihre Leser:
ganzen Artikel lesen